Freitag, 30. Dezember 2011

Vanillekipferl

Links: Yuzuplätzchen, rechts: Vanillekipferl

Beim Stöbern im Netz, bzw im "Tortentanten-Blog", wo ich auch das Mohnmakronenrezept her habe, fiel mir das Rezept für Vanillekipferl auf, das dort sehr empfohlen wurde.
Also landete das Rezept auf meiner to-do-Liste für Weihnachten. Später fiel mir dann auf, dass es sich bei dem Rezept um fast genau das gleiche Rezept handelt, nach dem ich sonst immer meine Vanillekipferl backe. Haha wie lustig. Nur dass ich Mandeln nehme statt Haselnüsse.
Egal ob man nun Mandeln nimmt oder Haselnüsse, die Kipferl sind sehr zart und mürbe, lassen sich um die 10 Tage gut aufbewahren und sind in der Regel bei jedermann beliebt.

Nun, dieses Mal habe ich sie mit Haselnüssen zubereitet.
Auch habe ich als Zucker mit Vanille aromatisierten Zucker genommen: Dafür habe ich 1 gebrauchte Vanilleschotenschale (von den Törtchen^^) und etwas ausgekratztes Mark in feinen Zucker gegeben und eine Woche ziehen lassen.
Normalerweise werden die Kipferl nach dem Backen in einer Vanillezucker-Zucker-Mischung gewälzt. Da wir das aber nicht mögen, sollten die Plätzchen von vornherein ein natürliches Vanillearoma aufweisen.

Zutaten für ca 30 Stück

100 g Butter
35 g - 45 g Zucker (Puderzucker oder feiner Zucker)
1/2 Päckchen (etwa 1/2 EL) Vanillezucker (am besten natürlich selbst gemachter)
1 Prise Salz
130 g Mehl
70 g fein gemahlene Mandeln oder Haselnüsse

Puderzucker + Vanillezucker zum Überstäuben oder
feinster Zucker + Vanillezucker zum Wälzen

Zubereitung

Methode mit weicher Butter:
Butter mit Zucker und Salz verrühren, Mandeln/ Nüsse und Mehl zugeben. Zügig zu einem Teig kneten und zu einem Block formen (ca. 5 cm x 10 cm im Querschnitt).

Methode mit kalter Butter:
Mehl in eine Schüssel sieben, Mandeln/ Nüsse, Zucker und Salz zugeben und vermischen.
Kalte Butter in kleine Würfel schneiden, dazu geben, mit dem Mehlgemisch vermengen, als ob man ganz feine Streusel herstellt. Zu einem Block formen (ca. 5 cm x 10 cm im Querschnitt).

Den Block in Frischhaltefolie eingepackt über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Folgende Fertigstellung ist am Tortentanten-Post angelehnt, da sie mir wesentlich besser gefällt als das übliche "zur Rolle formen". Der Teig wird so nämlich weniger bearbeitet.

Aus dem Block Quader von ca 5 cm Kantenlängen schneiden (also Block längs halbieren).
von diesem Quader 1 cm breite Scheiben abschneiden. Diese Vierecke in einer Richtung vierteln.
Aus diesen kleinen Quadern die Kipferl formen.
Mit 2 cm Abstand aufs kalte Blech (mit Backpapier ausgelegt) legen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca 10 min backen.

Achtung:
Wenn die Enden goldbraun werden, sind sie in der Regel fertig.
Die heißen Kipferl sind sehr zerbrechlich.

Die noch warmen Kipferl in Vanillezucker wälzen und/ oder nach dem Abkühlen leicht mit Vanille-Puderzucker überstäuben.

Eine Variante der Vanillekipferl mit Eigelben und selbst gemachten Vanille-Puderzucker findet ihr übrigens HIER auf nicekittys Blog. Dort gibt es auch viele weitere schöne Plätzchenrezepte.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Yosenabe


In der kalten Jahreszeit isst man in Japan gerne Nabemono. Gerichte aus einem Topf.
Das vorgestellte Gericht nennt sich Yosenabe. Hier kann man von Fleisch über Fisch und Gemüse alles hineintun, was man mag.
Die Brühe kocht man in einem Topf (nabe) auf einem Gaskocher, der auf dem Esstisch steht. Daneben steht ein großer Teller mit den vorbereiteten Zutaten. Nun kann sich jeder das in den Topf tun, was er essen möchte. Oft hilft die Hausfrau ein wenig nach und gibt von sich aus ein paar der Zutaten für die anderen hinein. Sobald die Sachen gar sind, dauert in der Regel nur ein paar Minuten, nimmt man sich diese raus, dippt sie in eine Soße, meist Ponzu, und isst sie.

Da ich keinen Gaskocher besitze (noch nicht, aber bestimmt irgendwann), habe ich die Zutaten direkt in den Topf gegeben, gar ziehen lassen und das Ganze dann in meinen Tontopf (donabe) umgegossen und auf den Tisch auf ein Stövchen gestellt (siehe unteres Foto). Dazu servierte ich einen Teller mit hohem Rand, in den man sich die fertigen Zutaten nach Belieben rauflegen konnte (siehe obiges Foto) und ein tieferes Schälchen für die Dippsoße. Die Brühe im Topf ist übrigens auch zum Trinken gedacht.
Wenn die Dippsoße mit der Zeit dünner wird, kann man sich aus einem Kännchen frische Dippsoße nachgießen.

Bei uns gab es ein Gemüse-Yosenabe.

Zutaten für vier Personen:

1 - 2 Beutel Shirataki
200 g Rettich
200 g Möhren
300 g - 400 g festen Tôfu (momen)
1 - 2 dünne Stangen Porree
8 frische Shiitake-Pilze (ich habe braune frische Champignons genommen)
1 kleiner Chinakohl
Blattspinat nach Belieben (hatte ich heute drin)

In meinem Nabemono-Buch steht statt dem Tôfu:
250 g Hähnchenbrustfilet
8 Garnelen (also ebi) und
2 Kabeljaufilets.

Für die Brühe:
1600 ml Dashi (in der Regel wird Katsuo-Kombu-Dashi genommen, geht aber auch mit reiner Kombu-dashi/ Algenbrühe)
1,5 EL Zucker
50 ml Sake (japanischer Reiswein)
0,5 - 1 EL Salz
1 EL Sojasoße (japanische)

Für die Ponzu-Dippsoße:
5 EL Sojasoße
5 EL Limettensaft (oder Zitronensaft)
50 - 100 ml Dashi

Vorbereitung:

Shirataki abspülen, mit kaltem Wasser im Topf aufsetzen, zum Kochen bringen und etwa 3 min kochen lassen. Abseihen. Mit der Schere auf essbare Länge schneiden.

Rettich und Möhren in 5 mm dicke Scheiben schneiden. Mit einem Wellenausstecher Kreise ausstechen. Ist der Rettich sehr groß, die Scheiben noch halbieren.
Möhren und Rettich in einen Topf mit etwas kaltem Wasser geben und halb gar kochen.

Den Tôfu in Würfel schneiden.

Den Porree mit Diagonalschnitt in etwa 5 cm lange Stücke schneiden.

Die Pilze oben dekorativ einschneiden. Den Stiel entfernen.

Den Chinakohl in gleichgroße Stücke schneiden.

Zubereitung:

In einem großen Topf (nabe) die Zutaten für die Brühe zum Kochen bringen und einmal aufkochen lassen, damit der Alkohol verdunstet. Am besten bereitet man die Brühe in einem Kochtopf auf dem Herd zu und gießt sie dann in den Serviertopf um.)
Mit einem halben Esslöffel Salz anfangen und dann abschmecken und bei Bedarf mehr nehmen.

Die Zutaten für die Ponzu-Dippsoße mischen und je nach Geschmack Dashi hinzufügen. Die Dippsoße kann ruhig kräftig im Geschmack sein, da man ja die feuchtigkeitsreichen Zutaten darin dippt. Wem sie zu kräftig ist, kann sie dann bei Tisch mit der Brühe aus dem Topf verdünnen.

Alle Zutaten Sorte für Sorte optisch ansprechend auf einem großen Teller anrichten.

Kocht man wie ich alles zusammen im Topf, die Zutaten der Garzeit entsprechend einlegen.
Tôfu, Shirataki und Pilze kamen bei mir als erstes rein. Nach etwa 5 Minuten folgten der Porree und nach weiteren 2 - 3 Minuten Möhren, Rettich und Chinakohl (und Blattspinat).
Daran denken, dass das Gemüse in der heißen Brühe noch nachgart.

Falls noch Fragen sind, immer raus damit.
Ansonsten wünsche ich guten Appetit.^^

Geburtstagsplanung

Dienstag, den 27. Dezember 2011

Kazu schläft lange. Kein Wunder, wurde es gestern ja wieder mal sehr spät. Das muss nächstes Jahr unbedingt besser werden. *mich selbst ermahn*
Dafür konnte ich in aller Ruhe den Hefeteig zubereiten, den sich meine Mutter von mir gewünscht hatte.
Die eine Hälfte belegte ich mit Apfelspalten, die andere inspiriert von Ninas Blog mit gewürztem Apfelmus (wobei ich das nächste Mal wohl Pudding mit Apfelmus + Zimt nehmen werde, statt Butter + Apfelmus + Lebkuchengewürz).
Am frühen Vormittag kam dann auch schon meine Mutter vorbei und wir genossen den noch warmen Kuchen mit Schlagsahne. Leider boykottierte Kazu den Kuchen und wollte nur die Schlagsahne essen, was er natürlich nicht durfte. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das gesund ist. Na ja, Kuchen ist auch ungesund, ich weiß ... ^^;;

Anschließend ging es ans Pakete auspacken und meine Mutter gab mir noch meine bei ihr bestellten Bücher aus Japan. *_* Dieses Mal habe ich ganz viele Japanisch Lernbücher bestellt gehabt.
Das Pakete auspacken übernahmen meine Mutter und Kazu und Kazu kam alle naselang an und brachte mir schöne Dinge in die Küche, wo ich am Abwaschen war.

Nach dem Mittagessen schulterte ich Kazu und half meiner Mutter, ihre zwei großen Taschen zu ihr nach Hause zu tragen. Also jeder trug eine ihrer Taschen und ich dazu meinen Rucksack (vorne) und Kazu (hinten). Bei so vielen schönen Mitbringseln spielt man gerne Packesel.^^

Bei meiner Muter gab es dann erst einmal Matcha Bavarois (Matcha Crème) zu essen, die sie vorbereitet hatte. Mmh.
Dann fuhr meine Mutter zum Zoll weiter, wo das dritte Paket hängengeblieben war. (Angeblich wegen fehlender Rechnung), während Kazu und ich uns zum verspäteten Mittagsschlaf hinlegten.
Als meine Mutter wiederkam, lieh ich mir von ihr noch Gläser und Dessertringe für mein Geburtstagsbufett.

Während des ganzen Tages arbeitete es in meinem Kopf, was ich denn zu meinem Geburtstag anbiete.
Ich habe meine Gäste zur Kaffeezeit eingeladen und 11 haben zugesagt. Mein Bruder und seine Frau stoßen erst zum Abendessen dazu. Das wird ganz schön eng bei uns.

Nach vielem Hin und Her beschloss ich, ein Törtchenbufett zu machen mit den Törtchen, die ich bisher fabriziert habe.
Ich entschied mich für Kokos-Mango-Törtchen, Yuzu-Quarktörtchen (mit echtem Yuzu-saft), Heidelbeer-Vanille-Törtchen, Erdbeer-Charlottchen und die Pfirsichpyramide mit Himbeeren.
Eventuell noch Erdbeer-Grießtörtchen. Und um meine Millefleur-Form einzuweihen, überlege ich, wagashi maniacs Zitronenkuchenrezept zu verwenden. Das sollte dann mengenmäßig hinkommen, auch wenn so ein wenig die Abwechslung fehlt. Hm... vielleicht doch noch ein, zwei Chiffon Cakes dazu? Und die veganen Matcha Cookies von wagashi maniac reizen mich auch.
So bombenfest ist meine Planung wohl doch nicht. *g* (Haha, wahrscheinlich mache ich alles.)

Das Abendessen bereitet mir auch Kopfzerbrechen. Gemüselastig, vegetarisch und umkompliziert muss es sein, da ich zeitmäßig mit den Törtchen ausgelastet bin.
Meine Mutter schlug Yakiudon vor. Aber Yakiudon für so viele Leute?
Ich tendiere ja eher zu Suppen. ^^;; Oder einem Gemüseeintopf.
Dazu Reis und mit Hackfleisch gefüllte Paprikaschoten für die Männer?
Mal sehen, was die Zeit- und Einkaufskalkulation bringt.

Schwer bepackt verließ ich meine Mutter. In der Bahn bekämpfte Kazu mit einem Schuhanzieher (so ein kurzer), den er von Babasan bekommen hatte, alle möglichen Drachen, und unterhielt damit die anderen Passagiere. War ganz schön lustig.

Mittwoch, den 28. Dezember 2011

Heute muss ich endlich meine Planung fertigstellen und die ersten Einkäufe erledigen. Aber vor allem muss aufgeräumt werden. Doch bei vielen Sachen weiß ich gar nicht mehr, wohin damit, weswegen ich alles erst einmal nur irgendwo verstaut habe. Nach dem Geburtstagstrubel werde ich einmal gründlich aufräumen. Bin schon gespannt, was ich dann so alles wiederfinde. *g*

Das Einkaufen mit Kazu hat Spaß gemacht. Ich habe wie letztens erst einmal die Backzutaten besorgt, so dass ich noch ein/ zwei Tage zum Überlegen habe, was es denn zum Abendessen gibt.

Vor dem Zubettgehen gab es dann ein großes Geschrei, weil mal wieder Haare waschen angesagt war.
Oh je, das wird wohl noch eine Weile dauern, bis es ohne Geschrei abläuft.
Dafür schlief er schnell ein, und ich konnte mich aus dem Schlafzimmer schleichen.

Pfirsichfüllung und Yuzufüllung wurden vorbereitet und eingefroren und für meinen zweiten Versuch des veganen Käsekuchens habe ich den Joghurt dieses Mal in ein Tuch gegeben, und lasse das Ganze nun im Sieb über Nacht abtropfen.

Ab ins Bett.

Nachtrag:
Kazu spielt mit seinen Dinosauriern. Der Tyrannosaurus fällt über den anderen her und frisst ihn auf.
Ich: "Aber Tobi, das schmeckt doch nicht"
Tobi: "Doch, das ist Reis mit Furikake!"
Haha, so lustig.
Ansonsten weiß ich schon gar nicht mehr, wie oft ich schon das Buch mit den Eichhörnchen und das mit den Hasen lesen musste. Kazu liebt die Bücher!^^

Mittwoch, 28. Dezember 2011

... mit schönen Geschenken^^

Da es wieder so viele schöne Geschenke gab, möchte ich einfach mal (für mich) festhalten, von wem ich was bekommen habe.

Von meinem Papa gab es
eine Krippe, originale Handwerkskunst aus dem Erzbebirge
(juppie, endlich haben wir eine schöne Krippe)







Ein Backbuch für mich und einen Krimi für Fabian.










Von meiner Mama gab es
zwei wunderschöne japanische, weiße Teller mit Cosmea-Muster
und ein Satz Hashioki.







Dazu hochwertige Holzstäbchen mit Urushi-Lack und Namensgravur für mich und Kazu.







Einen schicken Regenschirm, der bedienungsfreundlich und auch windfest ist.







Edle Kekse (die sogar sehr gut schmecken) in noch edlerer Verpackung.
Dazu noch viele weitere feine Süßigkeiten, teils aus Japan.






Wie zum Beispiel diese Mochi am Stiel. Eine Spezialität des Gion-Viertels in Kyôto.







Von meiner Schwester gab es
diese tolle Silikonform. *_*
Mit dem Hinweis, ich solle sie zu meinem Geburtstag schon einweihen. *g*






Von meinem Schwager gab es
diese zwei DVDs. Ja! Ich bin ein großer Matsumoto Leiji Fan.
Hoffentlich komme ich bald dazu, sie anzuschauen.







Von meinem Bruder und seiner Frau gab es
einen Gutschein für einen Besuch der berühmten Eisshow zusammen mit meiner Mutter. Da freue ich mich auch schon drauf.







Und dazu diese tolle Teebox. Sie ist so toll!
Ich bekam von Danii mal eine Probe dieser Teefirma und die hat so gut geschmeckt, dass ich noch mehr probieren wollte.
Bio und Fairtrade!!!





Und von Nushin, meiner Nichte (der Tochter meiner Schwägerin) gab es
Das Buch ist von Bernd Siefert, einer der besten Patissiers Deutschlands!

Weihnachten 2012, du kannst kommen. Ich bin gerüstet.^^
(Haha, so lange warte ich bestimmt nicht. *g*)




Tobias wurde ebenfalls mit Geschenken überhäuft. Hier nur auszugsweise ein paar Bilder:
Er bekam ganz viele Bücher (hehe, ich liebe Bücher und bisher Kazu auch^^).

Der Zeichner von "Die Schlittenfahrt" heißt übrigens auch Kazuo mit Vornamen und ist in Japan ein ganz beliebter Kinderbuchautor.

Beim Buch mit den Hasen kann man die Lampe drücken, die dann leuchtet. Kazu findet das toll. :)

Demnächst geht es bei uns rund!
Eine wunderschöne Idee.






Drei Dinosaurier. Der dritte ist ein Tyrannosaurus und wird grad vom schlafenden Kazu in Beschlag genommen.
Solche Kuscheltiere habe ich in Deutschland noch nicht gesehen.
Sie gefallen mir viel besser als diese Gummidinger.
Aber gleich drei? Meine Mutter neigt gerne zum Übertreiben. ^^;;
Auf jeden Fall toll.


Knete zum Basteln.







Eine süße Dose mit kleinen japanischen Keksen.







Und zwei Kalender. Anpanman und Micky Maus.



























Eine Weiche für seine Eisenbahn, ein Steck-Holzflugzeug oder so etwas ähnliches und viele süße Anziehsachen aus Japan gab es auch noch.
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen.

Dienstag, 27. Dezember 2011

Ein schönes Weihnachtsfest

Sonntag, den 25.12.2011

Die beiden Männer schliefen sich heute aus, während ich früh morgens die Zeit nutzte, um aufzuräumen.
Als Kazu wach wurde, war es bereits nach 10:00 Uhr. Keine Chance mehr, in die Kirche zu kommen (Gottesdienst beginnt um 10:00 Uhr).
Machen wir uns halt einen gemütlichen Tag. Einfach mal ausspannen und wieder zu Kräften kommen, um meiner Erkältung keine Chance zu geben, mich ganz zu überrollen. Daher verzichteten wir darauf, zum Weihnachtssingen zu gehen.
Fabian und ich wechselten uns bei Kazu ab und ich nutzte die gewonnene Zeit zum Tagebuch schreiben.
So verging der Tag recht ruhig.
Da fällt mir ein: Das erste, was Kazu morgens sagte, war: "Wo ist meine Karte?" Dann lief er den ganzen Vormittag stolz mit seiner Karte rum, bis er sie ablegte, um mit seiner Eisenbahn zu spielen. Bzw. ich musste die Eisenbahn schieben und er schob den Autotransporter.^^

Sonntag, den 26.12.2011

Ich war dermaßen gelassen, dass ich vollkommen vergaß, dass ich ja eigentlich einen Kuchen backen wollte. Den Hefekuchen für meine Mutter. Egal, ich kann ihn ja noch wie abgesprochen am 27.12. backen.
Nach einem schönen gemeinsamen Frühstück, packten Kazu und ich zusammen die Geschenke ein, spielten eine Runde und schließlich war es Zeit, sich fertig zu machen.

Etwa eine Stunde brauchen wir zu meinem Vater.
Die Bahn kommt, wir wollen einsteigen, aber Kazu will nicht. Natürlich wird er von uns hineingehoben, was zu einem Schreianfall führt. Es dauert eine Weile, bis wir ihn beruhigen können.
Die restliche Fahrt verlief dafür problemlos.

Meine Mutter hat schon einige tolle Sachen vorbereitet. So schön. Und ich Trottel habe die Kamera vergessen. :-(  Fabian hat daher mit seinem Handy fotografiert und auch mein Bruder war fleissig am Knipsen, allerdings dauert es nun, bis ich die Bilder präsentieren kann.

Zum Mittagessen gab es Tôfunabe mit vielen frischen japanischen Zutaten. *_*
Dazu Shûmai und Frühlingsrollen u.a. gefüllt mit einem Shisoblatt. Luxus pur!
Und als Dessert gab es Mandarinengelee,

veganes Sojamilchgelee (geliert mit Yoshino Kuzu) mit frischer Erdbeersoße

und Crème Brûlée.

Danach haben wir uns viel unterhalten und immer fand sich jemand, der mit Kazu spielte, so dass ich wirklich entspannen konnte. Na ja, Fabian und ich mussten nur darauf achten, dass Kazus Großeltern (also meine Eltern) ihn nicht zu sehr mit Süßem verwöhnten. Nichtsdestotrotz hat er bestimmt noch nie so viel Süßes an einem Tag gegessen wie heute. Haha, Weihnachten wird ihm süß in Erinnerung bleiben.

Zum Kaffee hatte meine Schwester Kuchen mitgebracht und meine Mutter servierte uns allen den aus Japan mitgebrachten Kasutera. Dazu gab es meine restlichen Plätzchen und Plätzchen von meiner Schwägerin.
Zu Beginn der Kaffeerunde verlas mein Vater noch eine Geschichte zu Weihnachten.
Nach dem Kaffee gingen wir zur Bescherung über. Bei uns werden zu Anfang alle Geschenke unter den Weihnachtsbaum gelegt und dann nach und nach von irgendwem (wer gerade kein Geschenk auspackt) verteilt, so dass man möglichst mitbekommt, was der andere geschenkt bekommen hat und auch Zeit hat, das Geschenk des anderen zu bestaunen. Dauert zwar immer sehr lange, aber uns macht es Spaß. ^_^ Auch Kazu hat fleissig Geschenke verteilt und auch fleissig welche ausgepackt.

Danach gab es noch für die, die wollten, Abendessen. Ich genoss noch einmal die Brühe des Tôfu-nabe und nahm mir zwei Mandarinengelees und das Sojamilchgelee. ^^;;

Die vielen Eindrücke und der fehlende Mittagsschlaf machten sich bei Kazu langsam bemerkbar und so brachen wir auf.
Es war mal wieder ein schönes Weihnachtsfest mit guten Gesprächen, gutem Essen und tollen Geschenken.

Montag, 26. Dezember 2011

Yuzu Plätzchen


Diese Plätzchen habe ich bei wagashi maniac entdeckt.
Da ich noch jede Menge Yuzu-cha da habe, dachte ich, die muss ich gleich ausprobieren.
Natürlich habe ich sie meinem Zutatenvorrat angepasst und sie so zubereitet, wie ich es bei einem Pate Sablee mache, da die Rezeptmengen diesem entsprechen.

Zutaten für ein kleines Blech

75 g Mehl
25 g gemahlene Haselnüsse
50 g Butter
25 g Zucker
1 Eigelb
etwas Vanille (z.B. Vanilleextrakt, Mark einer Viertel Vanilleschote oder 1/4 Pä.Vanillezucker)
1/3 TL getrocknete und geriebene Yuzu-Schale (alternativ Zitrone (2 - 3 Tropfen Zitronenöl oder etwas geriebene Zitronenschale)

Füllung:
Ca. 3 volle EL Yuzu-cha (oder auch Yujacha nach der koreanischen Leseweise ist ein Teekonzentrat aus der Zitrusfrucht Yuzu)



2 - 3 TL Yuzu-Saft (alternativ Limettensaft)


Zubereitung:

Ich siebe das Mehl in eine Schüssel und mische die gemahlenen Nüsse unter. Nun füge ich sehr kalte Butter in dünnen Scheiben hinzu, bemehle sie und schneide die Scheiben wieder ganz klein und bemehle das Ganze. Das Ganze wird auf der Arbeitsfläche oder in der Schüseel ganz ganz fein gehackt, so dass man man eine feine sandige Masse erhält. Dabei darf sich die Butter aber nicht zu stark erwärmen. Also zügig arbeiten.
Ei, Zucker und Aromen verrühren und zur Butter-Mehl-Mischung geben. Zügig alles miteinander verkneten. Der Teig darf nicht zu warm werden, sonst wird er brandig.

Den Teig zu einem Block formen, in Frischhaltefolie wickeln und für zwei Stunden (oder über Nacht) im Kühlschrank ruhen lassen.

Aus dem Teig Kugeln von 2 cm Durchmesser formen und auf ein Blech (mit Backpapier ausgelegt) setzen. Kugeln mit der Fingerkuppe ganz leicht flach drücken (dann lässt sich die Vertiefung leichter reindrücken). Mit dem Stiel eines Kochlöffels mittig in die Kugeln eine Vertiefung (nicht bis ganz unten, so ca. bis zur Hälfte) drücken.

Im vorgeheizten Ofen bei 190°C - 200°C (Anm: Bei mir haben 190°C gereicht, wagashi maniac gibt 200°C an) ca. 10 - 12 min backen, bis der Rand anfängt, goldbraun zu werden.
Abkühlen lassen.

Für die Füllung ca. 3 volle Esslöffel Yuzu-cha mit etwas Limettensaft (2 - 3 TL) erhitzen.
Ca. 1 min richtig sprudelnd kochen lassen.
Durch ein Sieb passieren. Die Yuzu-Füllung am besten mit einer Spritztüte einfüllen. Fest werden lassen. (Z.B. ungestapelt in einer Frischhaltebox im Kühlschrank.)

Da wir in unserer Familie das Überzuckern nicht mögen, habe ich ein paar der Plätzchen nur leicht mit Puderzucker überstäubt.






Sonntag, 25. Dezember 2011

Gesegnete Weihnachten

Samstag, der 24. Dezember 2011

Ich bin etwas verschnupft, fühl mich aber ganz gut. Also gut, wo fange ich an?

Das Wichtigste ist, zur Apotheke, die bestellten Sachen abholen und dann das Gemüse einkaufen.
Ich brauche auch frisches Kabeljaufilet für den Eintopf und frische Himbeeren für meine Törtchen.
Wo gehe ich hin? Ich habe wenig Vertrauen in das Angebot von Kaufland. Am liebsten würde ich alles im Frische-Paradies kaufen. Die haben eine sehr gute Qualität, vor allem frischen Fisch und auch ausgefallene Sachen, die als Geschenke in Frage kämen. Aber die haben auch stolze Preise. Deren Kunden haben mit den Preisen sicherlich keine Probleme, denn vor dem Laden parken fast nur Luxusschlitten.
KaDeWe. Berlins Kaufhaus Nr.1. Auch dort gibt es guten Fisch und dort finde ich bestimmt was mit Micky Maus. Allerdings mag ich da kein Gemüse kaufen, weil es mir zu teuer ist. Und zum KaDeWe bin ich lange unterwegs. Seufz.
Ich beschließe, zum real im Gesundbrunnencenter zu fahren. Das ist riesengroß und in der Regel haben die auch eine große Auswahl. Und es gibt auch Bekleidungsgeschäfte.

Während ich in der Bahn sitze, wird der "Notfallplan" erstellt. Mein Schwager Richard bekommt etwas Pikantes zu knabbern (er mag nichts Süßes) als Gutschein und wenn ich das nächste Mal bei meiner Schwester zu Besuch bin, bringe ich etwas Schönes zu Essen mit.
Mein Papa bekommt seinen Bilderrahmen ebenfalls nächste Woche. Akiko laden wir zum Brunch ins Kopps ein.
Das mit dem Fisch lasse ich sein, der Eintopf wird vegetarisch. Und Kazu bekommt so viele Geschenke, da wird er es sicherlich verschmerzen, wenn er kein Micky-Hemd bekommt.
Wenn ich keine Himbeeren bekomme, muss ich halt auf tiefgekühlte zurückgreifen, auch wenn die immer so saften.
Probleme beseitigt.

Jetzt geht es mir besser. Bleibt nur noch zu hoffen, dass ich mein Gemüse bekomme. das "Real" lässt mich nicht im Stich und ich bekomme alles was ich brauche und sogar in der Qualität, wie ich es wollte. Nur frische Himbeeren hatten sie nicht da. Dafür frische Erdbeeren. Argh. Die brauche ich jetzt nicht, auch wenn Cori immer noch auf ihre Weihnachtstorte wartet. ^^;; ähem. Verzeih.

Ich komme an einem H&M vorbei. Hatten die nicht auch Kinderbekleidung? Ich betrete den Laden mit wenig Hoffnung und erblicke: Micky!

Oh! Ah! Lieber Gott, ich danke dir! Unglaublich. Es ist zwar ein Schlafanzug, aber ich bin nicht wählerisch. Hemd ist Hemd. Der Schlafanzug gefällt mir gut und Kazus Größe ist auch vorrätig.
Juppie! Ich bin so glücklich über diesen Fund. Hoffentlich freut sich Kazu! Ich freu mich jedenfalls riesig. ^__^

So, schnell wieder nach Hause. Ich muss noch Mittagessen kochen. Der Froster hilft mir dabei. ^_-

Dann müssen die Törtchen aus dem Froster genommen und ausgarniert werden.

Zeit für den Mittagsschlaf. Leider will Kazu partout nicht vom Papa ins Bett gebracht werden. Also lege ich mich zu ihm hin. Ein paar Minuten Entspannung werden mir auch gut tun. Zum Glück ist Kazu sehr müde und schläft schnell ein.
Jetzt aber schnell. Was Nettes anziehen und Tisch decken. Schon klingelt es. Fabians Eltern sind da. Meine Schwiegermutter hilft mir beim Tisch decken.


Vorne im Bild: Der vegane Käsekuchen, dahinter der Plätzchenteller mit den Müsliplätzchen, den Haferflockenkeksen und den Mohnmakronen. Dann folgen die Yuzu-Plätzchen und die Vanillekipferl, dahinter ein Teller mit Kaffee-Chiffon-Cake und schließlich die Pfirsichpyramiden mit Himbeeren.

Es klingelt wieder. Meine Freundin Elisabeth ist da. Ich traf sie gestern zufällig und als sie erzählte, dass sie Heiligabend alleine zu Hause ist, weil ihr Mann arbeiten muss, lud ich sie spontan zu uns ein.

Akiko schickt uns eine SMS, dass sie jetzt erst losfahren. Daher beschließen wir, schon anzufangen.

Die Pfirsichpyramiden sind unglaublich lecker.


Alle sind begeistert und ich selbst bin auch überrascht, wie gut sie schmecken. Und ich dachte, die Yuzu-Törtchen wären nicht zu toppen.
Ich mache ganz schnell vom Anschnitt ein Foto.


Der Käsekuchen von vegan und lecker  ist viel zu weich geworden.


Ich hatte arge Probleme beim Joghurt auspressen. Er schmeckt zitronig frisch nach Joghurt, aber leider nicht wirklich nach Käsekuchen. Aber einen zweiten Versuch ist er allemal wert.

Die Vanillekipferl und die Yuzu-Plätzchen kommen ebenfalls sehr gut an.


Aber auch der andere Plätzchenteller und natürlich wie immer der Chiffon erfreuen sich großen Zuspruchs.

Ich bin erleichtert, dass es allen schmeckt und meine Törtchen so schön geworden sind.
Gerade als wir fertig sind und Tobias die Geschenke aufmachen darf, klingelt es und wir begrüßen Akiko und ihren Onkel.

Wunderschöne Geschenke liegen unter dem Weihnachtsbaum. Kazu bekommt ein paar neue Teile für seine Brio Eisenbahn geschenkt und sogar ein Auto-Transporter ist dabei. Den hat ihm die liebe Josi geschenkt. Ich war total baff, als er das Geschenk öffnete. Vielen lieben Dank!


Leider war Fabian nicht umsichtig genug und so bekam ich nicht mit, als Kazu mein Geschenk aufriss. Dabei hätte ich so gern gesehen, ob und wie er sich beim Anblick des Micky Hemds freut. Aber so viel, wie ich mitbekam, schien das der Fall zu sein. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht. Mein Mann sammelt diese Weihnachten Grummelpunkte. :-( Echt mal. :-P


Auch ein schönes Spiel hat er bekommen. Ein Hammerspiel, mit dem man bunte  Plättchen auf Kork festnageln kann. Und ein Buch von seiner Patentante: "Wie Findus zu Petterson kam".
Nicht zu vergessen das neue Spielzeugregal, was Fabians Eltern für ihn besorgten.


Auch ich habe schöne Sachen bekommen. Backformen *_*, ein veganes Kochbuch, Tee und leckere Schokolade. Und natürlich den Ofen.^^

Hm, Moment, ich mach mal Fotos.

Der Ofen:


Dazu gab es von Fabian noch eine kleine Kastenform (rechts im Bild), die ich mir gewünscht hatte.


Und noch eine ganz, ganz wundervolle von Josi. (Im Bild links) *_* Die ist von Städter und so toll.
Ich habe schon lange nach so einer Form mit diesen Maßen gesucht. Josi, du bist so ein Schatz! Vielen lieben Dank!

Von Fabians Eltern:


Eine Pastetenform (auch ganz toll *_*) und milchfreie Zartbitter-Köstlichkeiten (lecker).

Von Akiko gab es das vegane Kochbuch, das ich mir gewünscht hatte.


Und dazu eine schöne Karte:


Ich bzw wir haben übrigens noch eine schöne Karte bekommen.


Und zwar von Manu. Ist die Micky Maus nicht toll?
Herzlichen Dank!

Von Akikos Onkel gab es übrigens noch zwei Sorten schönen Tee:


Wir quatschten noch eine Runde und dann bereitete ich das Abendessen zu: Yosenabe.

Elisabeth wollte sich was abgucken (sagte sie) und kam mit in die Küche, um zu helfen.

Dummerweise habe ich vergessen, rechtzeitig ein Bild zu machen. Und als ich dran dachte, war der Topf so gut wie leer.


Das müsst ihr Euch also in großer Menge und im Topf vorstellen.
Es war richtig lecker (darf ich mal ganz unbescheiden sagen) und keiner hat den Fisch vermisst.

Es wurde mal wieder spät. Höchste Zeit die Gäste zu verabschieden und Kazu ins Bett zu bringen.
Für Kazu und mich war es ein schöner Tag.

Anm. für mich.: Nächstes Mal sollte es nicht ganz so spät werden, da Kazu übermüdet war.
Wir brauchen ein festes Ritual fürs Geschenke auspacken. Der Tag war ein wenig chaotisch.
Wenn Gäste so spät kommen, sollte ich sie vielleicht eher sich selbst überlassen, damit ich das Geschenke auspacken von meinem Sohn nicht verpasse. (Bin ja aus Anstand mit am Tisch sitzengeblieben.) Fabian sollte ausgeschlafen sein, damit er nicht während des Abends verschwindet, um sich ins Bett zu legen. Der PC sollte vielleicht den ganzen Tag ausbleiben?

Wirsing-Nudel-Eintopf

Wirsing-Nudel-Eintopf

Das war unser Mittagessen am Montag (19.12.2011). Mindestens einmal im Herbst/Winter gibt es bei uns diesen kalorienarmen, aber schmackhaften Eintopf. Ich liebe die Kombination der gerösteten Pinienkerne mit dem Wirsing.

Zutaten:

1 Zwiebel
250 g Wirsing
200 g Möhren
2 El Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 l Gemüsebrühe
80 g Vollkornnudeln (Hörnchen)
für die Fleischesser: 1 dicke Scheibe gekochter Schinken (150 g)
Petersilie (etwa 4 Stiele)
geriebene Muskatnuss
weißer Pfeffer
Salz bei Bedarf
2 EL trocken geröstete Pinienkerne

Zubereitung:

Zwiebel schälen und würfeln.
Möhren schälen und in grobe Streifen schneiden.
Wirsing putzen, und in breite Streifen schneiden.
Knoblauchzehe schälen und zerdrücken.
Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Möhren, Wirsing und Knoblauch darin andünsten.
Die Brühe angießen und aufkochen lassen.

Nudeln zugeben.
Umrühren und ca. 15 min bei schwacher Hitze garen, bis das Gemüse und die Nudeln gar, aber noch bissfest sind.
Den Schinken würfeln und kurz vor Ende der Garzeit zum Gemüse geben und mit erhitzen.
Petersilie fein hacken.
Eintopf mit Muskat,Pfeffer und Salz abschmecken.
Mit Petersilie und Pinienkerne bestreut servieren.

Anm. Da ich Petersilie nicht so vertrage, habe ich diese weggelassen.
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