Montag, 31. Oktober 2011

Gespenster-Brötchen お化けのパン

Japanische Gespenster-Brötchen

Die Frage, die sich nun stellt ist: Wollen die Gespenster uns erschrecken oder hat sie soeben das Blitzlicht erschreckt? ^_-

Rezept ist fast identisch wie bei den Butter Roll Pan.
 
Zutaten für drei Gespenster:

150 g Mehl Type 550
3 g Trockenbackhefe  (Anm. 1 gestrichener TL voll sind etwa 4 g, 1 TL = 5 ml)
15 g Zucker
2 g Salz
70 ml lauwarmes Wasser (etwa 37 °C)
15 g Butter, weich
15 g Ei (am besten 1 Ei verquirlen und davon die 15 g abwiegen)

Etwas verquirltes Ei

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe zugeben und gut miteinander vermengen.
Die Hefe sollte gut mit dem Mehl vermischt sein, bevor man die anderen Zutaten hinzufügt.
Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles mit den Knethaken eines Rührgeräts aktiv verkneten.
Etwa 5 min ist so das Richtmaß.

Zur Kugel formen und abgedeckt gehen lassen.

Nach der Gare den Teig entgasen (also nochmals durchkneten, am besten mit der Hand) und dritteln.
1 Teigstück hat knapp 90 g. Die Teigstücke zu Kugeln formen und nochmals abgedeckt etwa 5 - 10 min ruhen lassen.
Dann zu einem 20 x 9 cm großen Oval ausrollen. Für Mund und Augen Kreise von etwa 2 cm Durchmesser ausstechen. Zwei der ausgestochenen Teigstückchen zu etwa 5 cm langen Rollen formen und als Arme am Körper andrücken, das letzte Stück halbieren und als Augen seitlich in die Augenhöhlen anbringen.
Backblech mit Backpapier belegen und die Gespenster drauflegen, indem man sie lang zieht.
Auf ein Backblech haben bei mir gerade mal drei Gespenster gepasst.
Abgedeckt gehen lassen (derweil Ofen auf 180°C vorheizen).
Vor dem Backen nur die Augen mit verquirltem Ei bestreichen.
13 min backen.

Nach dem Backen kann man sie nach Belieben noch mit weißem Guß bepinseln.

Ich habe gleich die doppelte Teigmenge genommen, da die aus Erfahrung mein Handmixer gut bewältigt.

Sonntag, 30. Oktober 2011

Giveaway

Zur Zeit gibt es zwei Giveaways, die ich gerne mitmachen möchte.

Zum einen ist es das Geburtstags Cupcake Giveaway auf a can do it, auf dass ich durch Danii aufmerksam wurde.
Happy birthday, A76!

Sind die Sachen nicht süß?! "Die sind doch rosa!" wird der ein oder andere vielleicht jetzt rufen, weil er sich daran erinnert, dass ich kein Rosa mag. Ja das stimmt schon. Aber diese Sachen muss man einfach lieben. Vor allem die Dose. Die DOSE! Bin ganz hin und weg. Und die Silikonförmchen *_* und ein Cupcake Buch habe ich auch noch nicht und die Servietten sind auch hübsch.
Eine ganz tolle Zusammenstellung, der ich nicht widerstehen kann.

Und dann veranstaltet Danii selbst auch noch ein Gewinnspiel anlässlich von 10.000 Klicks auf ihren Blog. Herzlichen Glückwunsch hierzu.
Bei mir sind es jetzt 4370, bis dahin dauert es noch ein Weilchen.^^
Ihr Gewinnspiel geht noch eine Weile. (Bis 20.11.) Auch bei ihr gibt es süße (rosa!) Sachen zu gewinnen. Wer neugierig ist, kann auch einfach den geschalteten Banner drücken.

Ich habe letztens sogar mal etwas gewonnen. Und zwar hat "Satsuki" auf ihrer Seite Matcha verlost, den ich doch glatt gewonnen habe. Danke schön.^^ Daraus mache ich Matcha Milk Purin.^^ Mjam.

Diese Sache mit dem Giveaway gefällt mir. Mal sehen, was ich mir zu welcher Gelegenheit einfallen lasse.^^ Ihr dürft gespannt sein. :-D

Der Endspurt

Dienstag, den 25. Oktober 2011

Nach der Kita wollte ich mit Kazu zu einer Vorlesung für Kindergartenkinder mit live Musikuntermalung, die bei uns in der Kirche stattfand.
Das Stück fing erst um 17:00 Uhr an, und so hatte ich viel Zeit, um mit Kazu dahin zu gelangen. Ich entschloss mich, ihn mit Fahrrad abzuholen. Der Heimweg war voller Hindernisse und es wurde so spät, dass ich dann für die letzten zwei Haltestellen doch noch den Bus nehmen musste. Kaum waren wir im Bus sagte Kazu zu mir "Tobi, Kacka gemacht". Oh ja. zum Glück waren es nur zwei Stationen. Mit der vollen Windel wollte Kazu auch nicht laufen, so dass ich ihn kurzerhand fast schulterte, um nicht seinen Popo platt zu drücken. Das Fahrrad bekam ich irgendwie an meinen Rucksach gehängt.
Tägliches Krafttraining für heute wieder mal erledigt. ^_-
Ab aufs Gemeindeklo, Windel gewechselt, und rüber in die Kirche, wo das Stück bereits begonnen hatte. Die Kirche war proppenvoll. Ganz hinten hatte man noch Bänke dazugestellt, auf denen wir noch Platz fanden. Die Musik war furchtbar schräg, es gab nichts zu sehen, und der vorgetragene Text war viel zu schwierig für ein 33-Monate altes Kind. Und so wurde uns beiden schnell langweilig und wir brachen wieder auf, froh hinten gesessen zu haben.
Zu Hause wartete eine Süßkartoffel darauf, verarbeitet zu werden. Also machte ich mich ans Testen der nächsten Rezepte aus meinem Oyatsu-Buch.

Oni Manjû, ein gedämpftes Brot mit Süßkartoffelstückchen drin.

Oni Manjû nach dem Dämpfen
Oni Manjû aufgeschnitten
Nun, sieht ja ganz nett aus, aber der Teig besteht nur aus Mehl, Backpulver, Zucker und Wasser.
Man konnte es essen, aber überzeugt hat es mich nicht, daher spare ich mir das Rezept posten.

Etwas demotiviert ging es mit dem Rest der Süßkartoffel ans nächste Rezept: Simple Mont Blanc

Simple Mont Blanc
Das Häuflein Elend hätte ich am liebsten ganz unter der Schlagsahne versteckt. Ich war nämlich zu faul, die Masse durchzupassieren, und so verfingen sich die Fäden in meiner Spaghettitülle.
Haha, hätt ja klappen können.
Dafür war das Gericht richtig lecker. Ich deckte die beiden Tellerchen (eins für mich, eins für Kazu) und stellte noch ein Schälchen mit dem Rest gesüßter Sahne dazu.
Und jetzt ratet mal, wer was gegessen hat?
Hier gibt es auf jeden Fall ein Rezept dazu. Ich werde nächste Woche gleich noch einmal Süßkartoffeln holen und auch ein neues anständiges Foto knipsen. Man hat ja seinen Stolz. ^^;;

Mittwoch, den 26. Oktober 2011

Da ich gestern der Süßkartoffel den Vorzug gab, kamen erst heute die Frankenstein-Cookies dran mit Ausgarnieren. Die sind so süß geworden. ^^ (Den Teig hatte ich bereits Sonntag gemacht und Montag gebacken.)

Heute nachmittag kam wieder Iris und blieb tapfer so lange, bis ich mein Pensum geschafft hatte.
Sie schaffte es sogar, den Eisenbahnstau aufzulösen!
Als Oyatsu gab es dann gleich für jeden zwei der Matcha Cookies. Als ich sah, wie Kazu die mit Begeisterung aß (und Iris auch), habe ich mich sehr gefreut.^^
Da es spät wurde, bat ich sie mitzuessen und so mampften wir drei zum Abendbrot mal wieder mein Standard Okonomiyaki. Leider ging uns mittendrin die Soße aus. :-( Na ja, schmecken ja auch so gut.

Donnerstag, den 27. Oktober 2011

Arbeiten, arbeiten, arbeiten, denn heute will ich fertig werden.
Nachmittags kam zum Glück auch wieder der Opa. Allerdings schaffe ich da nicht so viel, da er so furchtbar laut redet und ich mich nicht konzentrieren kann. Meistens kümmere ich mich um den Haushalt und koche etwas zum Abendessen.
Abends im Bett war dann wieder ein Moment, der einem als Mama das Herz aufgehen lässt.
"Komm her, meine Mama" sagte Kazu, legte seine beiden Arme um meinen Hals und kuschelte mit mir. So süß. "Tobi chu machen" (d.h. Küsschen geben) sagte er noch weiter, und gab mir ein Küsschen. Ich schwebte auf Wolke sieben. Der Abend war so harmonisch und schön.
Als Kazu eingeschlafen war, stand ich auf, um mich an meine Untertitel zu setzen. Schließlich hatte ich mir ja vorgenommen, heute noch fertig zu werden, denn morgen war Abgabetermin.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Drei Minuten vor Mitternacht war ich fertig. Okay, ich wäre wahrscheinlich noch viel schneller fertig gewesen, wenn ich mich nicht hin und wieder im Internet rumgetrieben hätte. ^^;;

Freitag, den 28. Oktober 2011

Nachdem ich Kazu in die Kita brachte und wieder zu Hause war, habe ich gleich meine Untertitel auf Fehler gecheckt und dann abgeschickt. Ja! Geschafft. Pünktlich abgegeben!

Wieder ins Bett und ein Nickerchen gemacht. :-P

Heute hatte ich den ganzen Tag frei. Das kam ganz unerwartet, denn am Donnerstag riefen meine Schwiegereltern an und fragten, ob sie Tobias von der Kita abholen dürfen. Sie wollten dann mit ihm zur Geburtstagsfeier meines Schwagers fahren (die haben eine 5-jährige Tochter, die sich immer ganz süß um Kazu kümmert) und ihn anschließend mit zu sich nach Hause nehmen, wo er dann übernachten sollte. Nach dem gestrigen Abend fiel es mir richtig schwer, meinen süßen Schatz gehen zu lassen.
Wie dem auch sei, so hatte ich nun viel Zeit, alles zu erledigen, was ich erledigen wollte und ich habe fast gar nichts geschafft. ^^;;
Aber das ist normal bei mir. Nach dem Abgeben, wenn die Anspannung von einem abfällt, entweicht auch gleichzeitig meine ganze Energie. Außerdem fühlte ich, dass sich eine Erkältung anbahnte.
So ließ ich alles ruhig angehen ... wenn nur die Wohnung nicht so unheimlich still gewesen wäre ...
Abends raffte ich mich dann zum Kuchenbacken auf. Mein Bruder feiert am Sonntag seinen Geburtstag und hat sich von mir Kuchen gewünscht. Da ich die freie Wahl hatte (nur Nüsse durften es nicht sein, da er darauf allergisch reagiert), entschied ich mich für Donauwelle, die ich eh schon lange mal wieder backen wollte. (Irgendwo hatte ich mal ein Foto, aber ich finde es nicht mehr. frust.)
Nur die Kakaoglasur fehlte noch. Die wollte ich dann morgen darauf streichen.

Abends noch irgend so eine Serie geschaut, weil es da um ein Flugzeug ging. *g*

Und dann ins leere Bett gelegt.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Matcha Cookies "Frankenstein"

Da Halloween vor der Tür steht und meinen beiden Testessern die Kekse gut schmeckten, gibt es jetzt schon mal dieses Rezept.

Matcha Cookies "Frankenstein"

Zutaten für etwa 18 Kekse:

190 g Mehl 405 (oder wenn es feiner werden soll Hakurikiko)
10 g Matcha
120 g Butter
80 g Puderzucker
1 Eigelb (ca. 18 g, entspricht der Größe eines Eigelbs eines Gr. L Eis)

für die Deko:
dunkle Schokolade, weiße Schokolade, Smarties oder Fruchtgummis etc für die Nase

Zubereitung:

Mehl und Matcha mischen und sieben.
Aus allen Zutaten einen Mürbeteig bereiten.

(Anm.: Ich mache es anders als bei Cookpad angegeben und stelle den Teig so her, wie man es für einen Pate Sablee macht.
Ich siebe das Mehl in eine Schüssel, füge sehr kalte Butter in dünnen Scheiben hinzu, bemehle sie und schneide die Scheiben wieder ganz klein und bemehle das Ganze. Das Ganze wird auf der Arbeitsfläche oder in der Schüseel ganz ganz fein gehackt, so dass man man eine feine sandige Masse erhält. Dabei darf sich die Butter aber nicht zu stark erwärmen. Also zügig arbeiten.
Ei und Puderzucker verrühren und zur Butter-Mehl-Mischung geben. Zügig alles miteinander verkneten. Der Teig darf nicht zu warm werden, sonst wird er brandig.)

(Anm: Von der Zugabe von Milch oder Wasser kann ich nur abraten, da diese Zugabe das Gebäck fester macht, weil sich Kleber bildet.)

Den Teig zu einem etwa 17 cm langen Quader formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
(Anm.: bei mir war es eine ganze Nacht.)
Dann in 8 mm bis 1 cm dicke Scheiben schneiden. (Meine sind 8 mm dick, da mir 1 cm zu dick erschien. Ich habe übrigens mit Lineal gearbeitet.) Auf ein Blech legen.
Im vorgeheizten Ofen bei etwa 160°C um die 20 min backen.
Abkühlen lassen.

Für die Deko Schokolade im Wasserbad schmelzen lassen, in Tütchen füllen und ausdekorieren. Die Nase habe ich mit ein wenig Schokolade befestigt.

Quelle:
Das Rezept und die Deko-Idee habe ich von Cookpad: Franken Matcha Cookie

Bewertung:
Diese Cookies sind nicht nur ein Hingucker, sondern sie schmecken auch toll. Es sind richtig schöne Kekse, mürbe von der Konsistenz, überhaupt nicht trocken und mit einem sehr schönen Matcha-Geschmack.
Die Kekse sind in keinster Weise hart. Da mein erster Versuch, die Kekse zu beschreiben, offenbar missglückt ist, wollte ich das jetzt noch einmal klarstellen.

Tobias fand vor allem die Gummi-Knubbelnase toll. Er hat die Kekse mit Begeisterung gegessen und mich dazu verleitet, das Rezept jetzt schon online zu stellen.

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Achterbahnfahrt der Gefühle

Samstag, den 22. Oktober 2011

Früh um acht fuhren Fabian und Tobias schon raus in den Garten zu seinen Eltern.
Ich ging auch gleich los, Großeinkauf machen. Dann hieß es für mich arbeiten, arbeiten, arbeiten. Aber ich kam nur langsam voran. Irgendwie hatte ich das Gefühl, meine halbe Energie ins Wachbleiben stecken zu müssen. Die letzte Woche hatte mich trotz der Babysitter wohl doch geschlaucht und der Körper rief nun: Mach mal Pause!
Nun ja, so erlag ich schnell allen möglichen Ablenkungen.
Als kleine Stärkung machte ich mir Osatsu Kintsuba. Kintsuba ist eines der einfachsten Wagashi (japanische Süßspeise), das ich kenne. Während das normale kintsuba mit Anko hergestellt wird, nimmt man für Osatsu Kintsuba Süßkartoffeln. (Satsumaimo = Süßkartoffel).



Nachmittags folgten dann noch Zitronen-Honig-Fruchtgummis:



Allerdings war das nicht ganz so mein Geschmack. Werd demnächst mal Orange-Grenadine ausprobieren. Aber diese Kugeln lassen sich bestimmt wunderbar als Tortendekorationen verwenden.

Abends testete ich ein weiteres Süßkartoffelrezept (ich bin jetzt übrigens beim Oyatsu-Kapitel Süßkartoffeln): Satsumaimo und Azuki Uirô, das über Nacht abkühlen durfte.

Es ging auf den Abend zu und ich war ziemlich frustriert, nicht viel geschafft zu haben, als Fabian OHNE Kazu nach Hause kam. Kazu wollte da bleiben! Was für eine Überraschung!
Fabian gönnte mir eine schöne Schultermassage und da ich so müde war, ging ich schon um halb acht (!) ins Bett. War das toll. Frische Luft durch das gekippte Fenster, keiner, der mir die Bettdecke wegzieht, keine Füße oder Fäuste im Gesicht. Allerdings auch kein niedliches Atemgeräusch neben mir. Aber viel Zeit, um Kazu zu vermissen, hatte ich nicht, denn ich bin schnell eingeschlafen.^^

Sonntag, den 23. Oktober 2011

Gut erholt begrüßte ich den neuen Tag. So gut fühlte ich mich schon lange nicht mehr. Die Morgensonne lachte, und meine Arbeit ging mir zügig von der Hand.
Ja, es geht aufwärts.

Heute wollte ich den gestern gebackenen Süßkartoffel-Azuki-Uirô probieren. Bäh, war das eine klebrige Masse. Gut möglich, dass mir die misslungen ist, trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das was für mich (und euch) wäre. Aus Mehl, Zucker und Milch wird ein Teig gerührt. Da rein kommt eine Dose Azukibohnen und gare, in Würfel geschnittene Süßkartoffel. Das Ganze wird dann gedämpft.
Nichts für mich, daher gibt es weder Rezept noch Foto. :-P

Da ich es liebe, Rezepte zu vergleichen und gerade dabei war, Matcha Cookies Rezepte zu testen, backte ich wieder Kekse.

Variationen von Matcha Cookies
 Ja, das ist die Überraschung Nr.1. Es wird eine Matcha Cookie Rezept Testreihe geben. Rezepte zu Matcha Cookies gibt es unheimlich viele. Aber bei näherer Recherche sind sich viele ähnlich und schließlich entschied ich mich, sieben Rezepte ins Rennen zu schicken. Durch die bevorstehende Adventszeit scheinen viele auch auf die Idee gekommen zu sein, Matcha Cookies zu backen. Finde ich echt lustig. Und so postete vor kurzem Sarah ein Rezept, das einen guten Eindruck machte, weswegen nun acht Rezepte ins Rennen gehen werden.^^
Dabei gehe ich wie folgt vor: das Rezept wird gebacken und getestet. Wird es für gut befunden, kommt es in die Finalrunde. Zum Schluss backe ich alle Finalteilnehmer noch einmal, um einen direkten Vergleich erstellen zu können. Diese Aktion wollte ich nächste Woche umsetzen, da ich mich am 4. Novemver mit Josi treffe, und sie dann als Versuchskaninchen missbrauchen kann. *g*
Die Auswertung und die Rezepte der (für mich) besten Cookies gibt es dann in einem gesonderten Post.

Da ich mit der Arbeit zügig vorankam, war ich schon am frühen Nachmittag fertig. Fabian war bereits losgefahren, um Kazu abzuholen. So war ich alleine zu Hause, als die Welt für mich einstürzte.
Keine Ahnung, ob das eine mit dem anderen zusammenhängt. Jedenfalls hatte ich mich morgens schon gewundert, warum meine Kommentare nicht mehr auf den Blogs der anderen erschienen.
Nun denn, ich war fertig und ließ meine Seele baumeln, indem ich auf die Funktion im Blogbalken oben "Nächstes Blog" drückte. Ich wollte mich mal ein wenig umschauen, was es so gibt. Hin und wieder spuckte mein PC eine Warnmeldung aus. Ansonsten war das Ganze auch nicht so effektiv, weil stets die gleichen Blogs immer wieder erschienen. Schon komisch, wo es doch Tausende geben müsste. Blog weggeklickt, Teepause, dann wollte ich über den Samstag bloggen und da hieß es plötzlich:

"Blog wurde entfernt.
Leider wurde das Blog unter mari-to-kazuo.blogspot.com entfernt. Diese Adresse ist für neue Blogs nicht verfügbar."

Ich war wie erstarrt. Wie jetzt? Das kann nicht sein. Das muss ein Irrtum sein! Schnell rief ich Josis Blog auf, um ihr zu schreiben, was passiert ist. Doch nichts ging mehr. Kein Blog und auch kein "Marichan" mehr. Die alten Kommentare waren zwar noch da, aber wenn man auf den Namen klickte, kam die Meldung "entfernt". Das passiert wohl, wenn man gegen die Nutzerbedingungen von Google verstößt. In Windeseile rekapitulierte ich, was ich wohl falsch gemacht haben könnte. Was habe ich als letztes gemacht. Ja gut, ich habe unter "Wer wir sind" links zu You tube gesetzt. Kann das der Grund sein? Vielleicht darf man nicht soviel über sich schreiben? Oder duch das Geklicke auf den "nächstes Blog" button habe ich mir was eingefangen. Alles mögliche ging mir durch den Sinn. Und die Tränen flossen und flossen.

Das Tagebuch, das anfangs nur ein Experiment war, ist mir doch sehr ans Herz gewachsen. Alles was wir erlebt haben, meine Erinnerungen, meine Rezepte, alles weg? Unwiderruflich weg?
Es war, als ob ein lieber Mensch gestorben wäre, oder man eine Liebe verliert. Dieses Gefühl "Es ist vorbei. Es kommt nie wieder." habt ihr sicher alle schon mal erlebt.
Ich weiß. Es ist nur ein Blog. Aber ich bin nun mal ein sehr emotionaler Mensch.
Um nicht in ein tiefes Loch zu fallen, versuchte ich, nicht daran zu denken und mich auf das Abendessen zu konzentrieren. Es sollte Nikuman geben.

Und das ist die Überraschung Nr.2. Es wird eine Nikuman-Testreihe geben. *g*
Allerdings gehen nur vier Rezepte ins Rennen. Ich hadere noch mit mir, ob ich das Nekobento-Rezept noch mit reinnehme. Allerdings liegen mir die Neko-Rezepte nicht so. Na ja, mal sehen.

Aufgrund meines Schocks habe ich leider kein ordentliches Bild von den Nikumans gemacht. Aber da ich dies bereits jetzt schon sehr zu empfehlende Rezept sicher in Kürze wieder machen werde, gibt es dann für den Nikuman-Test-Post ein neues Foto. Das Aussehen lässt eh zu wünschen übrig.^^;;

Nikuman
Der Teig ist super fluffig, die Füllug schön saftig und geschmeckt haben sie heiß und auch kalt (und dass sie Fabian auch kalt geschmeckt haben, will was heißen).  Und so, wie ich es vom Chinesen in Japan kenne.^^ Ihr könnt euch schon mal aufs Rezept freuen.

Ich mit meinem kleinen Magen habe locker zwei Stück verdrückt. ^___^
Leider fand Kazu die Nikuman suspekt und hat sie nicht gegessen. :-(

Ich ging dann mit Kazu ins Bett, während Fabian den Zwischenspeicher nach Resten des Blogs absuchte. Es war eine unruhige Nacht.

Montag, der 24. Oktober 2011

Die Welt sah zwar noch nicht rosig aus, aber der erste Schock war erst einmal überwunden. Ich habe viel nachgedacht. Im ersten Moment wollte ich nie wieder Blog schreiben. Aber ich bin Realist genug (und auch schon lange genug auf der Welt), um zu wissen, dass die Welt sich weiterdreht und letzendlich ist es wirklich nur ein Blog. In ein paar Jahren ist es nicht mehr wichtig, ob ich den Blog jetzt im August angefangen habe oder erst im November. Schade zwar um die Rezepte, aber mein Ofen/Herd bleibt nie lange kalt und die Rezepte lassen sich am ehesten neu einstellen.
Also besorgte ich mir eine neue Mail-Adresse, meldete mich wieder bei blogger an (da mir die UI von Blogger gefällt und ich auch sonst zufrieden war, wollte ich bei blogspot bleiben)  und sicherte mir eine neue Blogadresse.

Dann fand ich den Tipp von Luma im Forum und konnte so tatsächlich ca ein Drittel meiner alten Beiträge sicherstellen. Vielen Dank noch einmal, Luma, für den Tipp. Auch Fabian hatte einiges gefunden.
Doch nicht nur über meinen Blog hatte ich mir Gedanken gemacht.
Wenn ich etwas Neues finde, dass mich begeistert, bin ich immer gleich volle Kanne dabei und stecke meine ganze Energie rein. dann bleibt vieles andere erst einmal auf der Strecke. Das ist ja an sich nichts Schlimmes, aber ich denke, es gilt aufzupassen, dass man vor lauter Bloggen über sich nicht die Umwelt vergisst. Das Leben der anderen und deren Sorgen und Kummer nicht aus den Augen verliert. Hätte ich nicht soviel in meinem Blog geschrieben, hätte ich bestimmt viel früher meine Mails beantwortet. Daher habe ich mir vorgenommen, mehr darauf zu achten, und nach diesem Post erst einmal meine ausstehenden Mails zu schreiben. Myriam wartet auf die Kimonomaße, Kathleen hatte auch Fragen zu den Kimonos gehabt, Cori bekommt auch noch eine Antwort und Sabrina, Jenny, Josi und Tanja ebenso. Ihr seht, ich habe Euch nicht vergessen. Oder habe ich doch jemanden vergessen? Dann tut es mir leid.

Und dann um 12:00 Uhr kam sie. Die Mail vom Google Team. Ich hatte ja gestern dahingeschrieben und mein Problem erläutert. Ich hatte aber überhaupt nicht mit einer Antwort gerechnet.

"Wir entschuldigen uns für etwaige Unannehmlichkeiten, die Ihnen entstanden
sind. Das von Ihnen beschriebene Problem sollte nun behoben sein."


Und mein Blog war wieder da! Ich war wie benommen und musste erst einmal gleich wieder weinen.
Ich konnte es nicht fassen. Er ist wieder da. Ein Wunder. Hat der liebe Gott doch meine Gebete erhört.
Allerdings war ich innerlich noch viel zu aufgewühlt, als dass plötzlich alles wieder normal wäre. Auch hatte erst einmal meine Arbeit Vorrang. Doch dann kopierte ich mir meine Beiträge erst einmal auf die Festplatte und Fabian machte abends noch eine Back-up-Speicherung (oder wie auch immer das heißt).

Der Nachmittag war auch ein Erlebnis. Ich holte Kazu ab, der nur am Plappern war und es dauerte eine Weile, bevor ich ihn dazu bringen konnte sich anzuziehen.  Wir stiegen in den Bus ein und setzten uns direkt hinter den Busfahrer. Kazu plapperte weiter fröhlich vor sich hin. was den Busfahrer völlig in Rage versetze, den er schrie uns an: "Ey! Ruhe da hinten!" Hallo? Es ist ein Kind. Kazu hat nicht geschrieen, er hat nur laut geplappert! Nun ja, ich sagte zu Kazu, er solle still sein. Und Kazu war ganz brav und hielt den Mund. Und ich war stolz wie Pfau, dass ich so ein braves Kind habe.^^

Da er wie geplant doch nicht mehr Bahn fahren wollte, gingen wir zu Kaufland einkaufen.
Ich schnappte mir einen Plastikbeutel und packte mir Mandarinen ein. Doch das gefiel Kazu überhaupt nicht. "Mama, nicht das". Ich verdrehte die Augen. Oh nein, dachte ich, bloß keine Szene bitte.
"Tobi, die sind für Mama. Gefällt dir die Farbe nicht? Möchtest du eine andere Farbe?"
"Ja."
Da war meine Chance! Also gab ich  ihm einen Beutel und er durfte sich was aussuchen. Er entschied sich für gelbe Zitronen.
"Tobi, das reicht".
"Nein, Tobi will noch eine."
Der Beutel füllte sich. Schließlich hatte jeder seinen beutel und es ging weiter zur Cerealienabteilung. Dort stellte Kazu seinen Beutel ab, und wir überlegten, was wir mitnehmen.
Die Entscheidung fiel auf Honig-Pops. Und weiter ging es. Kazu durfte die Honig-Pops tragen und vergaß darüber seine Zitronen, die ich einfach vor dem Cerealienregal liegenließ. ^^;; Man möge mir verzeihen.
Die Wurst Kühltheke übt auf Kazu einen besonderen Reiz aus. Die Höhe ist optimal auf ihn abgestimmt und so stapelte er fröhlich die Wurststapel um, während ich versuchte, ihn zu ermahnen, dass rot auf rot gehört und blau auf blau. Die Wurstpackungen haben verschiedene Farben.
so vergnügte er sich eine Weile, und ich rückte alles immer wieder zurecht, als eine alte Frau mich ansprach oder besser mich angiftete: "Ist das hier ein Spielplatz?"
"Ja klar" antwortete ich frech. Die Frau hatte so einen provokativen Tonfall, da konte ich nicht anders ...
Die Frau brabbelte etwas und ich fragte sie:
"Stört sie das?"
Sie: "Ja."
Ich: "Na dann beschweren Sie sich doch."
Sie: "Das werde ich."
Ich: "Na dann, schönen Tag noch."
Während Kazu und ich uns langsam an der Wursttheke nach vorne arbeiteten (wie gesagt, wir brachten nichts in Unordnung), sah ich die Frau, wie sie auf eine Verkäuferin einredete, die gerade Fleisch einräumte.
Die Verkäuferin blickte zu uns, bildete sich ihr eigenes Urteil und hörte brav der Frau zu.
Wir gingen nun zur Fleischtheke, wo Kazu wieder die Packungen inspizieren musste und ich jedesmal zu ihm sagte:
"Oh, das ist aber ein großes Stück Fleisch. Aber das brauchen wir nicht. Stell es bitte zurück."
Woraufhin Kazu brav das Fleisch an seinen Platz zurückstellte.
Die Frau dagegen hörte ich im Hintergrund meckern:
"Sehen Sie, jetzt macht er da weiter. Er fasst alles an! Nun sagen Sie doch was!"
Sauer, dass die Verkäuferin ihrer Aufforderung nicht nachkam, rauschte die Frau von dannen und ich ließ es mir nicht nehmen, ihr noch einmal einen Schönen Tag zu wünschen. Ok, ich gebe zu, dass mein Tonfall etwas gehässig geklungen haben könnte. :-P

Noch Brötchen eingepackt und ab ging es zur Kasse. Kau wollte gleich sein brötchen essen. Ich gab es ihm und er ging zu den Tischen, die am Imbiss-Verkaufsstand stehen, setzte sich hin und aß sein Brötchen. Da habe ich gestaunt. Dass man nicht im Gehen isst, scheint er schon richtig verinnerlicht zu haben. Anschließend bekam er noch seinen Kakao (ich habe immer etwas zu Trinken im Rucksack) und gestärkt ging es ab nach Hause, wo wir noch "Eisenbahn im Stau" spielten.
Das ist eine Eisenbahn, die nicht weiterfahren kann, weil Kazu auf den Schienen seine Spielzeugautos und ähnliches aufgereiht hat. Meine Aufgabe ist es dabei, einem Kuscheltier meine Stimme zu verleihen und zu sagen: "Oh, wir können nicht weiterfahren. Alles ist voller Autos!" Sehr aufregend! ^_-

Zum Schluss möchte ich mich bei euch allen für eure Unterstützung und die lieben aufmunternden Worte bedanken. Es ist schön, dass euch gibt. Ich danke euch.

Mari

Dienstag, 25. Oktober 2011

Japanurlaub 2010 - Fotos Tag 8 + 9

12. November 2011
 Da ich mir kurz vor der Abreise nach Japan eine Knieverletzung zugezogen hatte, schmerzte mein Knie sehr und Fabian verordnete mir, mich wenigstens einenTag mal auszuruhen. Oh Mann, war ich angesäuert. Aber Recht hatte er ja, denn das Wochenende stand vor der Tür und damit wieder ausgedehnete Ausflüge mit Kido-san.
Meine Mutter war so lieb und brachte mir zum Trost Kuchen mit:
Gleich vier Stück, damit ich viel probieren konnte. ^^



13.November 2011

Heute ging es nach Ohara in Toyota-shi in der Präfektur Aichi.
Dort blühen im Herbst und Winter die Shiki-zakura, eine Kirschblütenart. So kann man zur gleichen Zeit Kirschblüte (sakura) und den roten Ahorn (momiji) bewundern.
Leider waren wir jahreszeitlich etwas früh dran. o_O  Durch den langen warmen Sommer war die Momiji Rotfärbung noch nicht ganz abgeschlossen. Ich fand es trotzdem toll und konnte nicht genug Fotos schießen.


Am Parkplatz angekommen, geb es erst einmal eine Stärkung. Lauter feine Köstlichkeiten von den Ständen dort wurden uns von meinem Stiefvater zum Probieren gereicht. (Da auf den Bildern vom Essen immer Menschen abgebildet sind, gibt es keine Essensbilder, sorry)
Auch gab es viele Obststände, die das ein oder andere Foto wert waren, wie wir fanden.

Die Preise sind Stückpreise!

Ich wär noch so gerne über die Brücke gegangen. Es soll da wunderschöne Wanderwege geben. Aber mein Knie schmerzte höllisch und so verabschiedeten wir uns von diesem tollen Ort.
Auf dem Heimweg fuhren wir durch Seto (bekannte Töpferstadt), wo es nicht nur schöne Töpferkunst zu bestaunen und zu kaufen gibt, sondern wo es auch ein ganz fantastisches Café/ Bäckerei gibt.
Wir suchten uns ein paar (!) Teilchen aus und tranken einen Matcha Latte dazu. Ich habe noch nie einen so guten Matcha Latte getrunken, wie in diesem Laden!


Abends ging es dann zum Kaitenzushi. Dieses Restaurant ist so beliebt, dass es einen extra großen Wartebereich gibt und Wartezeiten von 60 min keine Seltenheit sind.
Das Sushi wird natürlich frisch zubereitet und abgedeckt auf ein Fließband gelegt. Man kann den Sushi-Meistern auch Wünsche zurufen oder auch nicht Sushi-mäßiges aus der Küche kommen lassen.
Man sitzt in Separees am Fließband an Tischen, was sehr gemütlich ist. Vorne am "Tresen" ist ein Hahn eingelassen, aus dem man jederzeit grünen Tee zapfen kann.


Was für ein Tag.

Ich hoffe, die Bilder haben Euch gefallen.

Dies und das 3

Langsam kann ich wieder normal atmen. Das war ein Schock!
Jetzt habe ich alles doppelt abgesichert.

Die "Wer wir sind"-Seite ist nun fertiggestellt (hab wieder einen Roman geschrieben^^;;).
Das Impressum wurde um einen ordentlichen Disclaimer erweitert (sicher ist sicher).
Die "to do"-Liste wurde aktualisiert und ich habe die Seite "Meine Arbeit" eingerichtet, auf der mein Beitrag "Meine Arbeit als Übersetzerin" zu finden ist.
Beim Kopieren der Posts sind mir noch ein paar Dinge aufgefallen, die ich gleich noch beheben werde (fehlende Labels, fehlende Rezepte im Rezepteverzeichnis).

Da ich das geplante Event "zwei Monate des Bloggens" verpasst habe, werde ich nun "drei Monate des Bloggens" in Angriff nehmen.

Im Laufe des Tages folgt dann auch der Post zu den letzten drei Tagen. Rezepte gibt es allerdings noch nicht. Das muss warten, bis ... aber ich will nicht zuviel verraten. *g*

Ach ja, ich habe mal probeweise die Kommentarfunktion für jeden freigeschaltet. Werde mal schauen, ob dies Vorteile bringt.

Samstag, 22. Oktober 2011

Abwechslungsreiche Nachmittage

Dienstag, den 18. Oktober 2011

Die Arbeit ruft und so stand ich heute um 3:00 Uhr auf, um mich an meine Untertitel zu machen. Und schaffte auch einiges, bevor Kazu aus dem Schlafzimmer kam.
Ein wenig angeschlagen war Kazu noch, aber man merkte, dass es besser wird.
Den Vormittag verbrachten wir zu Hause, aßen schön zu Mittag und um 14:00 Uhr kam schon Iris zum Babysitten. Während sie ganz wunderbar mit Kazu spielte, konnte ich meine UT fertigstellen und abschicken. Eine von sechs OVAs fertig.

Mittwoch, den 19. Oktober 2011

Kurz vor 3:00 war ich wieder auf den Beinen (klingt früh, aber ich bin ja auch zusammen mit Kazu um acht im Bett gewesen). Die nächste OVA war dran.
Da es Kazu heute schon wesentlich besser ging, und die Sonne so schön lachte, entschloss ich mich, mit ihm zu Vinh-Loi (ein Asia-Supermarkt) zu fahren. Das klappte wunderbar und wir verbrachten
einen schönen Vormittag zusammen. Ein wenig drohte die Stimmung zu kippen, als wir auf dem Heimweg in der Bahn saßen und Kazu plötzlich meinte "Kazu will nicht Bahn fahren!"
Ha, zum Glück kam mir eine glorreiche Idee, die sogar auch funktionierte.^^
Ich sagte zu ihm, wenn er nicht Bahn fahren will, dann soll er sich vorstellen, wir säßen in einem Schiff, das hin und her schaukelt, hoch und runter. etc. Wie dem auch sei, es funktionierte und wir konnten auf dem Heimweg nach Hause sogar noch im Supermarkt etwas fürs Mittagessen einkaufen gehen. Ganz ohne Aufstand.
Kazu aß eine große Portion Fisch mit Spinat und ich war froh zu sehen, dass sein Appetit wieder hergestellt war.

Danach saugte ich noch schnell Staub. Kazu wollte mal wieder nicht Mittagsschlaf halten, sondern lieber ebenfalls Staubsaugen. So ließ ich ihn mit dem Staubsauger spielen (Stecker war bereits draußen) und machte den Abwasch, als ich mich plötzlich wunderte, warum es so still geworden war.

Da lag er auf dem Teppich, mit dem Staubsauger im Arm, friedlich schlummernd.


Das musste ich einfach fotografieren. *g*

Ein gutes Stündchen schlief er so und ich nutzte die Zeit für meine Arbeit. Kurz nach 15:00 Uhr kam dann auch schon Akiko zum Babysitten. Da ich gar nichts da hatte, machte ich uns abends noch schnell Miso-Mushipan. mjam.

Donnerstag, den 20. Oktober 2011

Der große Tag war da. Kazu durfte wieder in den Kindergarten. Nach zweimal früh aufstehen (Di + Mi) und einer unruhigen Nacht, kam ich Donnerstag nicht mehr so früh aus dem Bett und stand erst kurz vor 5:00 Uhr auf. Trotzdem schaffte ich noch den Rest meiner zweiten OVA. Kazu ließ sich ohne Probleme in den Kindergarten bringen. Er war richtig gut drauf.
Ich machte mich wieder an die Arbeit, und gönnte mir auch ein schönes Mittagessen.
Burger nach Teriyaki-Art mit TK-Gemüse. Das Rezept für die Burger ist gerade im Kochspiel aktuell und stammt aus dem Buch "Einfach japanisch kochen" von HarumiKurihara.


Die Burger haben sehr gut geschmeckt, übertreffen aber nicht die Burger, die ich sonst mache.
Auch fand ich die Soße ziemlich flüssig und die Mirin-Menge sehr hoch, wo doch Mirin so teuer ist.
Nun ja, war auf jeden Fall ein sehr leckeres Mittagessen.

Wenn ich am Arbeiten bin, bekomme ich immer Lust auf Kekse. Dummerweise waren keine mehr im Haus, so dass ich mich entschloss, kurzerhand selbst welche zu backen. Glücklicherweise sind Kekse ja schnell gebacken.
Ich entschied mich für eine neue Variante von Matcha Cookies. Lecker, lecker.


Das Abholen gestaltete sich ebenso unbeschwert wie das Hinbringen und da wir spät dran waren, gingen wir gleich zur Bushaltestelle, an der der Opa (Donnerstag ist Opatag) ankommen müsste.
Kazu spielte fein mit dem Opa und ich konnte mich wieder meiner Arbeit widmen.

Freitag, den 21. Oktober 2011

Wieder ein problemloser, allerdings später Start in den Tag (seitens Kazu). Da die Couchbezüge endlich trocken waren, habe ich sie heute gebügelt und die Couch wieder frisch bezogen. Hmm, ich hätte wohl auch den Bezug vom Korpus waschen sollen, denn nun sieht man ganz krass den Unterschied. ^^;; Oh, das hatte ich ja noch gar nicht erzählt. Am Montagabend gab es bei uns ein kleines (?) Fäkalienproblem. Ähem. Die Medikamente verursachen etwas dünneren Stuhl, und Kazu hatte nur eine Panty-Windel an, jedenfalls kam bei ihm hinten alles raus und ich habe es erst bemerkt, als er auf der Couch spielte und diese plötzlich so braune Flecken bekam ... :-(((

Nach dem Kindergarten ging es direkt weiter zur Kirche, da heute "Kinderkirche" war. Allerdings haben wir erst eine Weile draußen gespielt, weil Kazu partout nicht reingehen wollte. Eine andere Mutter meinte, das sei normal. Kinder wollen, wenn sie von der Kita kommen, meist erst einmal draußen spielen. (Da wäre ein Wald-Kindergarten wohl vorteilhafter.)
Es war Zeit, wir mussten rein, jedoch konnte ich Kazu bald beruhigen und die Guitarrenmusik tat ihr übriges zur Beruhigung dazu.
Thema des Tages war Reformationstag (der ist am 31. Oktober und hat für die evangelischen Christen, btw ich bin evangelisch, eine große Bedeutung, da an dem Tag Martin Luther seine 95 Thesen veröffentlichte und sich so von der katholischen Kirche distanzierte).
Im Laufe des Nachmittags taute er auch immer mehr auf und hatte sichtlich Spaß am Malen und daran, mit mir im Schlepptau "Schu-schu Eisenbahn" zu spielen.
Nach einem kleinen Abendessen zu Hause ließ er sich problemlos vom Papa ins Bett bringen und ich nutze die Zeit, um den ersten Teil dieses Beitrags zu schreiben.

Was für eine Woche für Kazu! Montag kam Baba-san, Dienstag Iris, Mittwoch Akiko, Donnerstag der Opa, Freitag Kinderkirche und am Samstag geht es mit dem Papa raus zu dessen Eltern in den Garten.
Und Sonntag? Sonntag ist Mamatag.^^ Mal sehen, was ich mit ihm unternehme.

Freitag, 21. Oktober 2011

Meine Arbeit als Übersetzerin, Teil 1

Eine Anmerkung vorweg: Ich habe diesen Text zwischen meiner Arbeit in mehreren Etappen geschrieben. Daher ist es gut möglich, dass es manchmal nicht ganz flüssig klingt. Man möge mir das nachsehen. Bei Gelegenheit werde ich den Text nochmals überarbeiten.

Seit einigen Jahren nun arbeite ich als freiberufliche Übersetzerin.

In erster Linie übersetze ich Anime (+ Booklets, Bonusmaterial, etc) aus dem Japanischen ins Deutsche.

Wenn ich einen Auftrag für die Übersetzung eines Anime bekomme, beginnt erst einmal die Recherche (unbezahlt!). Um was für einen Anime handelt es sich? Was erwarten die Fans? Welche Schreibweisen und Charakternamen sind gängig? Gibt es schon einen Manga auf deutsch zur Serie? Falls ja, kaufe ich mir den ersten Band zur Serie auf eigene Kosten(!!!), damit meine Übersetzung nicht völlig anders wird, als es die Fans gewöhnt sind.
Allerdings nehme ich mir schon die Freiheit heraus, Stellen anders zu übersetzen, wenn ich der Meinung bin, dass es im Manga falsch übersetzt wurde, bzw nicht meinen Vorstellungen entspricht (gerade wenn es um die Anreden geht).

Wenn die Lizensierung erfolgt ist und der japanische Verlag das Material dem deutschen Verlag geschickt hat, werden Drehbuch zum Film und Film an mich weitergeleitet.
Ich sehe mir den Film an und lese dabei das Drehbuch.
Meine erste Aufgabe ist nun eine Rohübersetzung vom Drehbuch zu erstellen. Das heißt, ich übersetze das ins Deutsche, was die Charaktere im Film sprechen. Außerdem übersetze ich alles, was im Film selbst an Japanischem (und auch Englischem) gezeigt wird, wie Texteinblendungen, Schilder, etc.

Da es sich um eine Rohübersetzung handelt, übersetze ich möglichst originalgetreu und wenn es Not tut, wird in Klammern eine Erklärung oder Alternativübersetzung angefügt.
Zusätzlich achte ich darauf, dass ich den Sprachstil dem Charakter anpasse und dass auch das Deutsche vom Sprachrhythmus her (Zeitlänge des Gesprochenen, Pausen beim Sprechen, etc) stimmig ist.
Oftmals ist es jedoch schwierig, das 100% genau hinzubekommen, da zum einen in Japan ganz anders gesprochen wird (oftmals viel höflicher) und zum anderen es auch viele Floskeln in Japan gibt, die man im Deutschen gar nicht kennt.
Manchmal tauchen auch Slang-begriffe auf. Jugendsprache, Straßenjargon, etc. Das sind Wörter, die man in keinem Wörterbuch findet. Das sind dann Stellen, die sehr, sehr viel Zeit kosten. Internetrecherche, japanische Freunde und Bekannte fragen, im japanischen Netzwerk fragen ...
Manchmal habe ich Glück und es findet sich jemand, der den Begriff kennt. Aber oft bleibt die Recherche erfolglos und dann bleibt einem nichts weiter übrig, als wie all die anderen Übersetzer (Manga-Übersetzer, Fansubber) auch, sich eine geeignete sinngemäße Übersetzung zu überlegen.

Man schaut sich also den Film an und versucht, ein Gefühl für die Charaktere zu bekommen. Auch gibt es im Japanischen kein "du" und "Sie". Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, ob man einen Charakter den anderen duzen lässt oder siezen lässt. Auch die Anreden bieten so manches Kopfzerbrechen. "Oneesan" für große Schwester, "sempai" für Senior ... Was in Japan normal ist, klingt in deutschen Ohren merkwürdig. Deutscht man es also ein und nimmt die Namen, wie man es in Deutschland handhaben würde?  Wieviel opfert man vom japanischen Original, um das Deutsche gängig klingen zu lassen?
So kommt es, dass jeder Übersetzer seinen eigenen Stil hat.

Die Rohübersetzung wird dann an den Drehbuchautor geschickt, der das deutsche Drehbuch für die deutschen Synchronsprecher schreibt.
Dieser muss nun auf Lippensynchronität achten, Seufzer und ander Laute berücksichtigen und das Ganze gegebenenfalls in ein flüssiges Deutsch umschreiben. Falls nötig darf dieser auch Füller einarbeiten oder etwas streichen, damit der Sprachrhythmus stimmt.

Ich bin immer ganz stolz, wenn der Drehbuchautor kaum Änderungen an meiner Übersetzung vornehmen muss, weil das heißt, dass ich gut übersetzt habe.^^
Die meisten Änderungen, die vorgenommen werden, sind übrigens bei den Anreden oder bei Begriffen, die ich englisch gelassen habe (z.B. bei Black Butler: Yes my Lord) und die dann vom Drehbuchautor eingedeutscht wurden.

Das deutsche Drehbuch geht dann zurück an den Verlag. Der dortige Redakteur hat schließlich das letzte Sagen und nimmt seinerseits hier und dort Änderungen vor.

Dann beginnen die Aufnahmen der Synchronsprecher, die anhand des Drehbuchs ihren Text einsprechen.

Meine nächste Aufgabe ist es nun, die Untertitel für den Film zu erstellen.
Dazu bekomme ich vom Verlag einen Film mit Zahlen, sowie eine Excel-Tabelle.
Für jede Zahl im Film gibt es eine Zeile in der Tabelle, in die ich dann den deutschen Text einfüge.
Wer jetzt denkt, dass das einfach nur Copy&Paste ist, der liegt falsch.
Bei den Untertiteln ist es wichtig, dass man sie in einer bestimmten Zeit bequem lesen können muss, außerdem darf die Länge des Satzes (Buchstabenanzahl + Leerzeichen) natürlich auch nicht das Bild sprengen. Weiterhin sind nur zwei Zeilen zugelassen. (Dann gibt es noch eine Menge weiterer Regeln, aber das würde hier zu weit führen.)
Bei schnell gesprochenen Sätzen kommt man da ganz schön ins Schwitzen. Da hilft in der Regel nur eins. Man muss das Gesagte sinngemäß wiedergeben.

Z.B diese Rohübersetzung:
"Während des Tanzes darf man sich nicht ablenken lassen."

Dieser Satz ist 10 Zeichen zu lang für die Untertitel-Zeile.
Wie würdet ihr ihn also abkürzen?
Macht doch Spaß, oder? *g*

Mir persönlich bereitet das Untertiteln Spaß, da es wie ein Wörter-Rätsel ist. Man suche ein Synonym für xxx, das sich kürzer schreiben lässt. Oder wie sage ich den Satz anders, damit er kürzer wird, und trotzdem der Inhalt korrekt vermittelt wird? Und korrektes Deutsch muss es natürlich auch sein.
Außerdem sollten die Untertitel, wenn man sie liest, der Länge des Gesprochenen entsprechen.

Ziel ist es, wenn der Leser der Untertitel diese flüssig mitlesen kann und am Ende des Films gar nicht mehr weiß, ob er den Film in Deutsch oder mit UT gesehen hat.

Leute, die sich den Film in der Synchro anschauen, wollen meist ein flüssiges Deutsch und für Deutsche übliche Anreden.
Leute, die sich den Film lieber in Original mit Untertiteln anschauen, sind meist eingefleischte Fans, die auch Wert auf Originalität legen und die Namen mit Endungen (z.B. Mari-san statt Mari, sensei statt Frau Lehrerin bzw Frau xxx) bevorzugen.
Daher benutze ich für die Untertitel die japanische Anredeform.

Die fertige Tabelle geht dann wiederum an den Redakteur, der sie nach Rechtschreibfehlern etc durchsieht und gegebenfalls auch den Wortlaut ändert. Dann durchläuft die Tabelle noch weitere Qualitätskontrollen. Näheres würde aber auch hier zu weit führen. Darf euch ja nicht alles verraten. :-P

Zum Schluss noch ein paar Dinge, die mich aufregen, und was ich schon immer mal sagen wollte:

Hin und wieder tauchen Vorwürfe auf, die mich echt aufregen.
Z.B. von Leuten, die japanisch können: "das ist ja ganz falsch untertitelt"
Argh. Solange der UT sinngemäß ist, ist doch alles im Grünen. Und manchmal kann man halt aus obigen Gründen Sätze nicht wortwörtlich widergeben.
Allerdings muss ich anmerken, dass mir selbst auch schon einige richtige Übersetzungsfehler untergekommen sind, bei mir selbst und auch bei der Korrektur von anderen Übersetzungen.
Niemand ist perfekt.

Oder. "das ist falsch übersetzt (im Anime), denn im Manga wurde es anders übersetzt"
In der Regel kommen die Manga vor den Anime auf den Markt.
Die Fans haben also schon eine gewisse Erwartungshaltung. Doch wie bereits oben erwähnt, ist die Manga-Übersetzung nicht immer perfekt und oft ist der Anime auch etwas von der Mangavorlage abweichend.
So kam mal der Vorwurf, dass Sebastian aus Black Butler von den anderen Dienern nicht gesiezt wird. Und dass da ein Blick in den Manga geholfen hätte. Da gehe ich echt die Wände hoch!
Als ob die Manga-Übersetzung das Nonplusultra wäre. Ich habe Manga und Anime sorgfältig studiert uind kenne mich einigermaßen aus im japanischen Beziehungssystem.
Und damit war für mich klar, dass die anderen Diener Sebastian siezen!

Ein anderer Vorwurf lautete, dass Ciel aus Black Butler seine Tante mal siezen würde und ein ander Mal duzen. Anstatt dass die Fans mal genauer hinschauen, schieben sie gleich die Schuld auf den Übersetzer. :-(
In der Öffentlichkeit siezt Ciel seine Tante, im privaten Bereich nicht. Hallo? Wir haben 1890! Da hat man etwas steifer geredet!

Nun ja, es gibt immer Leute, die meckern müssen und alles besser wissen wollen.
Im Endeffekt ist es wichtig, dass ich mein Bestes gebe und dass der Dialogbuchschreiber meine Übersetzung gut findet (was der Fall ist) und auch der DVD-Verlag meine Arbeit schätzt (was er tut).

Und natürlich wenn meine Freunde meine Arbeit ebenfalls gut finden. :-D

Wenn wer Fragen hat, beantworte ich sie gerne, solange es keine betriebsinternen Belange betrifft.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Asia shoppen mit Kazu/ Im Konzert

Samstag, den 15. Oktober 2011

Fabian ist ganz früh los zu seinen Eltern, weil sie seine Hilfe benötigten. Da ich schon die ganze Zeit wieder in den Asien Supermarkt wollte und die Sonne so schön strahlte, entschloss ich mich kurzerhand, Kazu in den Kinderwagen zu stecken und loszufahren. Es lief alles richtig gut. Freu.
Ich habe nur zu viel eingekauft. Zu viele Sachen, die man nicht wirklich braucht, wie japanische Naschereien und sonstige Kekse. ^^;;.

Ein Stockwerk bevor wir wieder daheim waren, bekam Kazu dann seinen Rappel und fing an zu quengeln bzw zu schreien. Ich schnappte ihn mir, rasch in die Wohnung rein, Tür zu, geschafft.
Juppie, war ich happy. Und es war ein echt schöner Vormittag mit ihm.
Für Nachmittags hatte ich mir meine Mutter als Unterstützung bestellt. Aber so wirklich zum Arbeiten (also Untertiteln kam ich nicht), da sie ständig wissen wollte, was ich mache, und mir auch ansonsten alles mögliche erzählen wollte. Na ja, so habe ich stattdessen den Haushalt in aller Ruhe erledigt.
Fabian brachte Kazu ins Bett und ich gönnte mir ein Stündchen fernsehen (purer Luxus).

Sonntag, den 16. Oktober 2011

Allerdings war ich am nächsten Tag noch etwas müde, als Kazus "Mama, aufstehen" erklang. Gähn.
Dann der Stress der letzten Tage, vermutlich kam noch hinzu, dass ich meine Tage bekam, jedenfalls hatte ich das Gefühl, dass Fabian mich zu wenig unterstützt (da der natürlich weiterschlief) und als dieser dann aufstand und wieder über irgendetwas meckerte, brach alles aus mir raus, so dass er mich ins Bett schickte. Ich machte erst einmal das Fenster weit auf und die Jalousien hoch, da ich den muffigen Geruch morgens (wenn Nachts über das Fenster zu war) und dieses diffuse orange Licht (wir haben orange-farbene Rollos <-- mal geschenkt bekommen von den Schwiegereltern) gar nicht mag, und ließ die Sonne herein. Herrlich. Ich liebe es, wenn die Morgensonne ins Zimmer reinscheint.
Aufs Bett in die Sonne gelegt, frische Luft geatmet und so kam ich zur Ruhe und konnte ein wenig schlummern. Am liebsten wäre ich so liegen geblieben. Aber dann war es Essenszeit und ich stand auf, um mich um das Mittagessen zu kümmern. Kazu durfte die geschälten Kartoffeln in den Topf mit etwas Wasser plumpsen lassen und wusch diese dann fleißig (<--- Superbeschäftigungsmaßnahme!), während ich mich um den Rest kümmerte.
Anschließend übergab ich den völlig durchnässten Kazu (haha, man muss für alles einen Preis bezahlen) Fabian zum Umziehen.

Kazu hat mal wieder so gut wie nichts gegessen. :-( Was ein Zeichen ist, dass er wirklich noch krank ist. Den Nachmittag spar ich mir.

Endlich war es so weit, und ich machte mich auf, um mich mit Iris und Akiko zum Abendessen im Cocolo zu treffen. Da gibt es selbstgemachte Ramen. Nicht nur die Nudeln waren lecker, auch das Ambiente gefiel mir sehr gut. Man konnte sich ein bisschen wie in Japan fühlen. Das Personal sprach japanisch und im Hintergrund lief zuerst Enka, dann ein paar Ghibli-Songs. Schön!
Danach fuhren wir zur Philharmonie, wo es unter der Leitung des berühmten japanischen Dirigenten Yutaka Sado ein Konzert mit dem Deutschen Symphonieorchester gab zusammen mit dem Pianisten Evgeni Bozhanov. Ich habe noch nie so ein Mimik-Spiel bei einem Pianisten gesehen. Visuelles Entertainment pur! (Videos gibt es auf Youtube.)
Vom 22. Oktober bis 6. November 2011 geht das Konzert übrigens auf Japan-Tournee.
Was soll ich sagen. Das Konzert war große Klasse. Einfach unglaublich umwerfend.

Das Programm:

Richard Strauss
Don Juan
Sergej Rachmaninow
Rhapsodie über ein Thema von Paganini für Klavier und Orchester a-Moll op. 43
Ludwig van Beethoven
Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Ganz tolle Stücke, hervorragend umgesetzt und wir hatten super gute Plätze.
Ich saß in Reihe 6, Platz 2! Das ist vorne und gerade richtig hoch, so dass man einen guten Blick auf die Musiker hatte und auch deren Mimik mitbekam.
Eigentlich kostet der Platz 58 €. Aber ich war zur richtigen Zeit (als die karten günstig abgegeben wurden) am richtigen Ort (in Daruma) mit der richtigen Person (Akiko) zusammen. ^^
Die Karten waren eigentlich für eine japanische Reisegruppe bestimmt gewesen, die aber ihre Reise gecancelt hat. Daher hat das Reisebüro sie günstig abgegeben. Die Restaurantbesitzerin von Daruma hat wohl einen guten Draht zu dem Reisebüro und Akiko kennt wiederum die Frau gut.
Kurzum, die Karte hat mich nur 20 € gekostet.

Zuerst war ich ja skeptisch. Klassisches Konzert. Na ja, hoffentlich schlafe ich nicht ein, dachte ich. Obwohl, wäre wohl auch nicht so schlimm, da ich eh Schlafmangel habe.
Hauptsache ein schöner Abend mit Freunden.
Ich hätte echt nicht gedacht, dass es so phänomenal werden würde. Zuerst das tolle Essen in japanischem Ambiente, dann das berauschende Konzert. Einfach nur toll!

Wenn ich so darüber nachdenke ... hätte ich vormittags nicht den Heulanfall bekommen, hätte ich mich nicht hinlegen können (bzw mich nicht hingelegt) und dann wäre ich abends nicht fit genug gewesen, um das schöne Konzert zu genießen. (und einigermaßen aufrecht nach Hause zu kommen).

Während der Konzertpause habe ich mit meiner Mutter telefoniert und sie gebeten, auf Tobias aufzupassen, damit ich den Besuch im Synchro-Studio wahrnehmen kann.
Wir vereinbarten, dass sie um 9:00 Uhr zu mir kommt. Allerdings sagte sie, dass sie mittags wieder weg muss, weil mein Bruder sich bei ihr zum Mittagessen eingeladen hat.

Nachts gab es noch einen kleinen Dämpfer. Kazus Husten war dermaßen schlimm, dass ich schon überlegte, ihn mir zu schnappen und ins Krankenhaus zu fahren. Zum Glück fand ich noch ein Mittel gegen Reizhusten, dass wir ihm einflößen konnte und das sofort wirkte.
Ich hatte solche Angst, dass er etwas Schlimmes haben könnte. (Hatte er zum Glück nicht, um es gleich mal vorweg zu nehmen.)

Montag, den 17. Oktober 2011

Morgens bin ich gleich zum Arzt. Ich war 8:03 Uhr da. Die Kinderärztin macht um Punkt acht Uhr auf, und der Warteraum war schon voll. Aber ich hatte Glück. Einen Sitzplatz konnte ich noch ergattern. Meiner Mutter hatte ich Bescheid gegeben und so kam sie direkt zur Ärztin hin. Nach etwa 70 min kamen wir dann an die Reihe. Die Ärztin konnte keine Rasselgeräusche in der Brust mehr hören. Sie meinte, dass sein Reizhusten sich auch bald bessern müsste und Kazu wahrscheinlich Donnerstag wieder in die Kita kann.
Wir kauften noch ein, ich schickte Bernhard eine SMS und sagte meinen Besuch ab, dann erledigte ich den Haushalt und kochte Mittag, dass Kazu sogar aß. Noch nicht viel, aber mit wesentlich mehr Appetit als sonst. Freu.
Meine Mutter verabschiedete sich und wir machten uns fertig für den Mittagsschlaf. Na ja, Kazu spielte wieder still und brav und ich durfte ein bisschen dösen. :-P

Während wir Verstecken spielten, kam Fabian nach Hause und bald war es auch wieder Bettzeit für mich und Kazu. Morgen kommt Iris zum Babysitten, am Mittwoch Akiko und Donnerstag ist ja wieder Opatag. Wenn dann noch Fabian den Samstag mit Tobias bei seinen Eltern verbringt, sehe ich wieder rosig, was das Einhalten des Abgabetermins anbelangt.

Ein Silberstreifen am Horizont.

Samstag, 15. Oktober 2011

Kazu und Mama haben sich lieb^^

Donnerstag, den 13.Oktober 2011

Schlaf wirkt Wunder und der Morgen begann auch sehr gemütlich.
Da noch genug Essen da war, brauchte ich kein extra Obentô kochen, so dass ich den Tag in aller Ruhe beginnen konnte.
Am liebsten wäre ich ja mit Kazu einkaufen gegangen, aber der wollte partout nicht rausgehen. Was Krankheit alles so ausmacht. Er hatte zwar kein Fieber, aber erhöht war die Temperatur schon. Er war auch ruhiger als sonst, was für mich jedoch den Tag leichter machte.
So verbrachten wir spielend den Tag und er hatte auch längere Allein-Spiel-Phasen, so dass ich ein paar Fotos vom Japanurlaub bloggen konnte.

Mittags war es dann Zeit für den Mittagsschlaf und wir legten uns beide aufs Bett. Während ich brav meine Augen zumachte und vor mich hindöste, blieb Kazu munter (aber ganz still) und spielte im Schlafzimmer vor sich hin.
Nach einem Stündchen etwa fühlte ich mich erfrischt und reckte mich. Kazu sah mich an und meinte: "Mama, aufstehen?" Voll süß.^^
Tja, manchmal sind die Rollen vertauscht.

Nachmittags kam dann der Opa, so dass ich etwas Zeit hatte, für morgen einen Kuchen zu backen.
Da mir das Wort "Marmorkuchen" so im Kopf rumgeisterte, hatte ich mal wieder Lust auf einen "Rührteig"-Kuchen und entschied mich für einen Earl-Grey-Pound Cake.
Dann fand ich sogar noch Zeit, etwas zu bloggen.
Der Opa-Donnerstag ist einfach angenehm.

Freitag, den 14. Oktober 2011

Heute freute ich mich auf den Besuch von Josi. Dummerweise hatte ich nicht mehr viel im Kühlschrank. Bio-Möhren, rote Paprika und ein Rest Jaroma-Kohl. Hmm, was koche ich da?
So entschied ich mich für Vollkornreis mit Getreidezusatz und Gemüsebeilagen. Einmal Okonomiyaki mit Kohl und Möhren (gebraten), Hijiki-Möhren-Gemüse (gekocht) und Rote-Paprika-Kinpira (gedünstet). Zum Glück hat Josi meine Alltagsküche geschmeckt und auch Kazu mampfte seinen Okonomiyaki auf.
Anschließend gabs dann den Kuchen mit einem Gyokuro, den ich geschenkt bekommen hatte, und der anfangs recht eigenartig, zum Ende hin aber dann doch geschmeckt hatte.
Wahrscheinlich habe ich ihn einfach falsch zubereitet. (60°, 2 min) Oder das ist so ein Tee ...^^;;

Josi war so lieb, sich alles, was mir so im Kopf herumschwirrte, anzuhören und hat mir sogar ganz tolle Sachen mitgebracht wie Bachblüten-Tropfen und ein homöopathisches Mittel gegen Schlafstörungen. Ich habe ein Faible für Homöopathie. Vielen, vielen Dank, Josi!
Und Kazu war auch sehr brav und ließ mich in Ruhe mit Josi quatschen. Nachmittags wurde er dann aber doch etwas quengelig. Kein Wunder. Ich hatte ihn auch etwas vernachlässigt. ^^;;
Die Sonne schien und ich wollte, dass er mal an die frische Luft kommt (er war ja gestern schon den ganzen Tag zu Hause). Außerdem wollte ich eine neue Zahnbürste für ihn kaufen und Bilder für Babasan ausdrucken lassen.
"Komm, Tobi", wir gehen raus, Eis einkaufen", "Tobi mag kein Eis". o_O Oha.
"Komm, Tobi, wir gehen raus, Pudding einkaufen", "Tobi mag kein Pudding". Hmm.
Da ich weiß, dass er Motorräder ganz toll findet, sagte ich nun:
"Komm, Tobi, wir gehen raus, dann kannst du motorradfahren. Möchtest du motorradfahren?"
Kazu stutze. Er blickte auf, die Augen strahlten. "Ja! Motorrad!"
Juppie, freute sich da die Mama.^^

Schnell angezogen und dann durfte er auf Josis Motorroller klettern.


Dann winkten wir noch Josi zum Abschied zu und machten uns auf zum Drogeriemarkt. Alle Nase lang fragte er dann nach Josi.
"Wo ist Josi?" "Josi ist nach Hause gefahren."
"Wo ist Josi?" "War es schön mit Josi?" "Tobi hat kleines Motorrad sessen"
"Wo ist Josi" "Möchtest du denn, dass Josi wiederkommt?" "Ja, Tobi will Josi mit großem (!!!) Motorrad" "Na dann sagen wir ihr, dass sie nächstes Mal mit einem großen Motorrad kommen soll." :-P

Im Drogeriemarkt gibt es einen kleinen kindgerechten Einkaufswagen, den sich Kazu gleich schnappte. Ich legte meinen Einkauf hinein (natürlich wurde es mehr als nur eine Zahnbürste ... :-P), dann druckten wir die Bilder aus (anscheinend gab es da eine Aktion, denn ich bekam alle Bilder doppelt. die doppelten in Form eines Fotobuches) und gingen zur Kasse.Kazu fragte mich immer: "Mama, da lang?" An der Kasse legte er alle Waren aufs Förderband und brachte dann, ohne dass ich etwas sagen musste, eigenständig den Einkaufswagen wieder weg. Die Leute hinter mir staunten nicht schlecht (ich übrigens auch) und ich war eine stolze Mama. ^__^
Anschließend gingen wir wieder Bagger anschauen und warteten an der Baustelle auf Fabians Heimkehr, der bald darauf eintrudelte.
Ohne Probleme ging es zurück nach Hause und ich erzählte Fabian vom Tag.
Vor allem, dass Kazu heute seinen ersten Kopfstand gemacht hat. Josi kanns bezeugen!
Da habe ich nicht schlecht geguckt. Natürlich ist er nicht auf dem Kopf stehengeblieben, aber der Ansatz war da. Und natürlich davon, wie brav er sich im Laden verhalten hat.
Ich habe wirklich schon einen großen Jungen, der anfängt, selbständig zu werden.
Kleiner Seufzer. ^_-

Auf jeden Fall hat der Tag heute mir sehr gut getan und ich kann Josi gar nicht oft genug danken, dass sie sich für mich Zeit genommen hat. Danke schön!
Und ich bin froh, auf ihrem Blog zu lesen, dass sie den Tag auch schön fand.

Anm.: Neugierig bin ich auf die Berichte von Cori und den anderen über den Japantag in Düsseldorf. Die Mädels sind nämlich gerade dort. Ich wünsch euch ganz viel Spaß!

Freitag, 14. Oktober 2011

Japanurlaub 2010 - Fotos Tag 6 + 7

10. November 2010:

Fabian und ich waren durch die Kaufhäuser bummeln.
Unterwegs haben wir hier und da Fotos gemacht:

Restaurantauslage
Im Supermarkt

Fahrradparkplatz
Löschwasser-Zugangsdeckel mit Nagoya-Motiv
11. November 2010

Heute ging es in ein Tôfu-Restaurant, das verschiedene Mehr-Gänge-Menüs anbietet.
"Was nehm ich bloß?"
der Flur
der Eingang
Fragt mich nicht, was das alles war. Ich weiß es nicht mehr. War auf jeden Fall alles irgendwas mit Tofu und echt lecker.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die Wende

Mittwoch, den 12. Oktober 2011

In der Nacht wachte Kazu auf und rief "Mama!" Oh, ging mir das Herz auf!

Ich ließ den Tag ganz ruhig beginnen, wir aßen Frühstück zusammen, machten uns fertig und gingen los zur Kinderärztin. Kazu war brav und ich glücklich, dass unser Verhältnis wieder besser war.
Bei der Praxis angekommen, erwartete uns ein Schild: Wegen Urlaub geschlossen." :-(((

Egal, also auf zur Poliklinik im Krankenhausgelände, das auch nicht so weit weg von uns ist. Außerdem mag ich die Ärzte dort auch viel lieber.  Zum Glück kam gerade ein Bus, und wir konnten eine Haltestelle mit fahren (Es lebe die Monatskarte!)
In der Klinik schickte man uns gleich in den Infektionsraum, wo wir jedoch über eine Stunde auf eine Ärztin warten mussten. Kein Problem. Wir haben ein Buch gelesen, mit den Autos gespielt und Lieder gesungen. Man ist ja vorbereitet. *g*

Diagnose: KEIN Scharlach. Puh. Glück gehabt. Aber krank ist er trotzdem. Eine leichte Bronchitis und der Ausschlag rührt von einer Neurodermitis her. Wahrscheinlich beides Allergie bedingt.
Nächste Woche soll ich mit meiner Kinderärztin besprechen, wie wir weiterhin vorgehen.
Hoffentlich hat Kazu nicht alle Allergien, die ich habe, geerbt.
Ich bin allergisch gegen Frühblüher, Sommerblüher, Gräser, Spätblüher, Milben, Hausstaub, Tierhaare (Katzen, Pferde), Vogelfedern, Alkohol, zuviel Petersilie, Sellerie, Kirschen (roh), süße Äpfel wie Golden Delicious, und noch viel mehr. Vieles kann ich essen, wenn ich es nur in Maßen zu mir nehme  wie Erdbeeren. :-( Dabei liebe ich Erdbeeren.
Ob ich gegen Laktose, Soja und Gluten allergisch bin, weiß ich nicht und wollte ich demnächst mal testen lassen.
Da ist es kein Wunder, wenn die ein oder andere Allergie vererbt wurde. Mein armer Schatz.

Wir bekamen was für seinen Husten mit und eine Creme für seinen Ausschlag.
Auf dem Heimweg gönnte ich uns beiden je ein Eis. Das war schön, zusammen mit Kazu ein Eis zu essen. Ganz friedfertig zu zweit.^^
Natürlich wollte er noch eine zweite Kugel, aber irgendwie konnte ich ihn ablenken. Uff..
Faszinierend fand er die Drehtür, die ins Krankenhaus führte.

Zu Hause schrieb ich erst einmal Bernhard (er leitet die Regie bei der Black Butler Synchro) eine SMS, dass ich es die Woche nicht ins Synchostudio schaffe, und ob es nächste Woche noch möglich wäre. Dann sagte ich Akiko und Iris Bescheid, dass ich definitiv für Donnerstag absage, dafür aber gerne am Sonntag mich mit beiden zum Abendessen treffe, bevor wir dann um 20:00 Uhr zusammen in die Philharmonie gehen. Dort gibt es ein klassisches Konzert mit dem berühmten japanischen Dirigenten Yutaka Sato.
So habe ich alles verschoben, und nichts aufgehoben. Und mir ging es gut.

Auch die Tatsache, dass Kazu die nächsten Vormittage zu Hause verbringen musste, löste keinen Stress aus. Ich fand es im Gegenteil schön. So konnten wir wieder mehr Zeit miteinander verbringen, und ich konnte mit gutem Gewissen lauter Dinge meiner to do Liste NICHT tun.

Nachmittags backten Kazu und ich zusammen Chiffon Muffins nach einem Post von Fryda. Wir hielten zusammen den Handmixer und Kazu durfte die einzelnen Zutaten in die Schüssel kippen.
Abends gab es nochmals Knatsch mit meinem Mann, weil ich mich einfach nicht verstanden fühlte, was für weitere Tränen sorgte.
Ich ließ Fabian Kazu ins Bett bringen und blieb tapfer auf und schrieb meinen Blog, um ja richtig müde zu werden (und wieder zur Ruhe zu kommen).
Gegen 22:00 Uhr ging ich dann ins Bett ... und wachte um 2:00 Uhr auf.
Doch dieses Mal schlief ich bald wieder ein. Jaaa! Es war zwar kein sehr tiefer Schlaf, aber immerhin döste ich schön bis 6:00 Uhr durch. Mit kurzen Unterbrechungen durch Kazu.

Japanurlaub 2010 - Fotos Tag 4 + 5

Am Montag sind Fabian und ich zum Bahnhof Nagoya gefahren. Zum einen hat Fabian einen Hotspot für drahtlosen Internetzugang gesucht (und nicht gefunden), zum anderen wollten wir unsere Rail Passe abholen. Da alles nicht so klappte, wie wir wollten, waren wir nervlich ziemlich angespannt.

Am nächsten Tag sind wir beide mit Kazu in den Shirotori Park gefahren. Das ist mein Lieblingspark in Nagoya.
Dort trafen wir eine Kindergartengruppe.



Der Park ist zwar nicht groß, aber man kann die Großstadt um einen herum vergessen und auch unser Stress von gestern war wie weggeflogen.

Auf dem Heimweg haben wir noch ein paar Fotos gemacht, was uns so interessant erschien:

Tradition und Moderne
Fahrkartenautomat (Bahn)

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