Mittwoch, 30. November 2011

Okara-Kuchen

Okara fällt bei der Herstellung von Sojamilch an, hat zwar kaum Geschmack, ist aber reich an Ballaststoffen, Stärke, Eiweiß und Eisen. Er ist aufgrund seines hohen Wassergehalts leicht verderblich und frisch hierzulande kaum zu bekommen.
So habe ich mich gefreut, als ich letztens in Stuttgart getrocknetes Okara bekommen habe.

Heute habe ich damit Okara-Kuchen gebacken. Ich musste ein wenig improvisieren, denn das Rezept ist für frischen Okara ausgelegt, der feucht ist.

Okara Kuchen vom 30.11.2012
Okara Kuchen vom 17.04.2012
おからのパウンドケーキ

Der Kuchen ist so saftig und lecker. Ich bin wirklich begeistert.
Mal sehen wie er nach einem Tag schmeckt, wobei ich die Befürchtung habe, dass er nicht so lange hält (hab ja auch nur die halbe Menge gebacken).
So, habe gerade eine Scheibe beiseite gelegt. :-P

Zutaten für eine Kastenform von 18 cm x 10 cm:

80 g Okara
100 g Butter
70 - 90 g Zucker
100 g Mehl
2 TL Weinstein-Backpulver
2 Eier (meins hatte Gr. L)
60 - 80 g Rosinen (je nach Geschmack)
30 - 50 ml Milch je nach Teigbeschaffenheit

Vorbereitung:

Getrocknetes Okara (ca. 20 g) in Milch oder Wasser einweichen. Dann durch ein Sieb geben und kräftig ausdrücken. Auf einem mikrowellengeeigneten Teller geben und bei 500 W für 2 min unabgedeckt erhitzen. Abdampfen lassen.
Frisches Okara lässt man in einer ungefetteten Pfanne trocknen, bis es bröselig wird.
Rosinen in heißem Wasser einweichen. Dann ausdrücken.
Mehl und Backpulver mischen.
Eier in einer kleinen Schüssel verquirlen.
Kastenform einfetten.
Ofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Zubereitung:

Butter cremig rühren, Zucker nach und nach zugeben, cremig aufschlagen. Die Eier nach und nach (in 4 - 5 Etappen) einrühren. Eingeweichtes Okara zugeben und einrühren.
Mehl-Backpulvergemisch dazusieben und mit dem Schaber einrühren.
Rosinen unterheben.
Nach Bedarf Milch hinzufügen. De Konsistenz sollte der einer schönen Rührmasse entsprechen.
(--> "Rührteig" fällt schwer reißend vom Löffel, so steht es oft in Büchern^^).

Die Masse in die Form geben und etwa 40 - 50 min backen. Am besten vorher mal Stäbchenprobe machen.

Guten Appetit! Und gebt den anderen auch was ab! *g*

Dienstag, 29. November 2011

Gefüllte Gyôza-Hüllen


Mit den Teighüllen für  Gyôza kann man nicht nur Gyôza, sondern auch andere Leckereien zubereiten.

Z.B. Kürbistaschen. Knusprig lecker.

Zutaten für 15 Stück:

15 - 16 Gyôza-Hüllen
150 g Kürbis
1 EL Zucker (am besten feuchter Muscovado)
1 EL Milch
1 Prise Salz
1 EL flüssige Butter

Zubereitung:

Kürbis von Kernen und Fasern befreien und schälen. Weich garen.
Mit Milch, Zucker und Salz zerdrücken.
Ein wenig Kürbisfüllung auf eine Teighülle geben, den halben Rand mit Wasser befeuchten und Hülle umklappen (siehe Foto). Den Rand entlang mit den Zinken einer Gabel festdrücken.
Oder man gibt etwas mehr Füllung auf eine Teighülle, befeuchtet den ganzen Rand mit Wasser und legt eine zweite Teighülle obendrüber und drückt diese mit den Gabelzinken fest. Dann erhält man natürlich nur etwa 8 Stück.
Die Taschen mit flüssiger Butter bepinseln.

Im Ofentoaster (Grill, Backofen mit Oberhitze etc) knusprig backen.

Weitere Füllungsvorschläge:

Bolognese-Soße
Maronencreme
Süßkartoffelbrei
Obst
Kuchenreste, die mit Konfitüre und  eventuell etwas Milch verrührt werden
etc

Die Gyôza-Teigtaschen können auch fritiert werden.


Nikuman - ohne Hefeteig


Normalerweise werden Nikuman mit Hefeteig hergestellt. Dieses Rezept aus meinem Oyatsu-Buch kommt ohne aus und schmeckt trotzdem. Da ich die Nikuman für unterwegs zubereitet hatte und keine Kleckerei wollte, habe ich die Füllung etwas fester gemacht (etwas mehr Stärke genommen), daher sieht die auf dem Foto so kompakt aus. Schmecken tut die Füllung uns sehr gut, so dass wir sie auch gerne als Buletten so essen.

Zutaten für 6 Stück

Teig:
200 g Mehl (ich nehme für gedämpfte Sachen i.d.R. das Red Lotus Mehl)
10 g Backpulver
90 ml warmes Wasser
20 g Zucker
20 ml Öl
1 Prise Salz

Füllung:
100 g Mischhack
1/4 Stange Porree (das Weiße), fein gehackt
1 TL fein gehackter Ingwer
1 TL Zucker
1/3 TL Salz
1/2 TL Sojasoße
1/2 TL geröstetes Sesamöl
1/2 EL Reiswein
1/2 EL Katakuriko (Kartoffelstärke)

Zubereitung:

Mehl und Backpulver mischen und sieben.
Wasser, Öl, Zucker und Salz gut verrühren und zum Mehl geben.
Glatt kneten, zur Kugel formen und in Frischhaltefolie gewickelt etwa 25 min ruhen lassen.

Alle Zutaten für die Füllung kräftig miteinander verkneten.
Aus der Masse sechs Kugeln formen.

Den Teig sechsteln, zu Kugeln formen und dann zu Kreisen von etwa 10 cm Durchmesser ausrollen.
Füllung in die Mitte legen und mit dem Teigrand, den man in Falten legt, umschließen.

Backpapier in kleine Quadrate von etwa 5 x 5 cm schneiden und die Nikuman drauflegen.

Bei starker Hitze 10 - 12 min dämpfen.

Andere Füllungen:

Anman: Für 6 Stück etwa 130 g Yude-Azuki aus der Dose in einen Topf geben und unter Rühren erhitzen und so Wasser verdampfen lassen, bis das Azuki eine formbare Konsistenz bekommt.
Sechs Bällchen formen. Füllung in die Mitte des Teigstücks legen und einpacken. Umgedreht aufs Backpapier setzen, nachformen, so dass die Oberfläche schön glatt ist.

Zur Verfeinerung der Bohnenmusfüllung (An) kann man dem Yude-Azuki noch 1 TL schwarze Sesampaste und 1 TL Butter oder Margarine hinzufügen.

Châshû-man: 50 g Châshû in kleine Stücke schneiden, 2 frische Shiitake-Pilze entstielen und klein schneiden, 10 cm langes Porreestück (das Weiße) grob hacken, 1 EL rote Misopaste, 1/2 EL Zucker, 1 TL Sesamöl. Alles miteinander vermengen und in der Mikrowelle für etwa 2 min bei 500 Watt erhitzen. Ganz abkühlen lassen.
Daraus sechs Portionen bilden und die obigen Teiglinge damit füllen. Ca. 10 min dämpfen.

Nikuman

Nikuman, zweiter Versuch
Nikuman, erster Versuch

Nachdem ich nun drei bzw vier Rezepte für Nikuman ausprobiert habe, möchte ich Euch endlich die Ergebnisse mitteilen.

Getestet habe ich ein Rezept aus meinem Oyatsu-Buch, das ich auch noch vorstellen werde, weil es erstens lecker war und zweitens recht einfach herzustellen.

Dann das Nekobento-Rezept: Hier hat mir schon der Hefeteig nicht gefallen. Für meinen Geschmack viel zu fest. Und der Knoblauch in der Füllung störte mich ebenso. Knoblauch als Zutat für Nikuman ist mir eher unbekannt. Daher habe ich den Teig entsorgt und gar nicht mehr weiter gemacht. ^^;;

Schließlich noch ein Rezept aus einem meiner chinesischen Kochbücher (中華おかず入門), das zwar gut geschmeckt hat, aber viel zu aufwändig war.

Und das Rezept, das uns am besten geschmeckt hat.
Es stammt von Cookpad und belegt da den zweiten Platz in der Beliebtheitsliste. Das Rezept für Platz 1 habe ich nicht gefunden. Egal. Denn die Nikuman nach diesem Rezept schmecken so, wie ich es kenne, sind wunderbar saftig und schmecken sogar kalt gut.

Und hier nun das Rezept (1 TL = 1 gestrichener Teelöffel von 5 ml voll, 1 EL = 1 gestrichener Esslöffel von 15 ml voll):

Zutaten für 8 Stück:

Dämpfbrötchen:
100 g Mehl Type 550
100 g Mehl Type 450 (ich habe das Red Lotus genommen)
2 TL Trockenhefe
3 EL Zucker
2 TL Öl
100 ml lauwarmes Wasser

Füllung:
200 g Schweinehackfleisch
4 getrocknete Shiitake-Pilze, eingeweicht (am besten Donko --> das sind die dicken)
100 g Bambusschößlinge
1 Porreestange (nur das weiße)
1 Stückchen Ingwer, frisch oder fertig gerieben aus der Tube (ich hatte frischen)
1/4 TL Salz
3 EL Sojasoße
2 EL Reiswein
1 EL Zucker
2 EL Sesamöl, geröstetes
1 Prise schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Mehl in eine Schüssel sieben. Getrocknete Hefe und Zucker einrühren, Öl und Wasser (ca. 35 °C) zugeben, und alles miteinander mindestens 5 min verkneten, bis der Teig schön geschmeidig ist.
Den Boden der Schüssel (wo der Hefeteig drin war) dünn fetten, den Teig hineinlegen, die Schüssel mit feuchtem Tuch abdecken und den Teig gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat. Übergare vermeiden.

Während der Teig gart, die Füllung zubereiten.
Pilze, Bambus, Porree und Ingwer fein hacken und mit dem Hackfleisch und den Gewürzen gut verkneten. In acht Portionen aufteilen.

Den Hefeteig nach der ersten Gare entgasen (also nochmals durchkneten) und aus dem Teig acht Kugeln formen. Die Arbeitsfläche am besten leicht mehlen, damit die Teiglinge nicht festkleben. Die Kugeln mit einem feuchten Tuch abdecken. 10 min ruhen lassen.

Die Kugeln zu einem Kreis von etwa 10 cm ausrollen, dabei sollte der Rand dünner sein als die Mitte. Für den Rand empfiehlt der Rezept-Poster eine Dicke von etwa 2 mm.

Auf die Mitte ein Achtel der Füllung geben und den Rand in Falten legend die Füllung gut einschließen.
Hier mal Links zu Videos bei youtube, wo man sieht, wie das mit dem Falten legen geht: Link 1 (für Profis), Link 2 (für Fortgeschrittene), Link 3 (für Anfänger).
Haha, ich muss das auch noch üben.

Backpapier in kleine Quadrate von etwa 5 x 5 cm schneiden und die Nikuman drauflegen.
Wer mag, kann sie jetzt auch in Gefrierbeutel verschließen und einfrieren.

12 min dämpfen.
Fertig.

In der Regel werden Nikuman so mit der Hand gegessen, man kann sie aber auch nach Belieben in Sojasoße tunken.

Achtung beim Essen: Die Füllung ist sehr saftig!

am nächsten Tag kalt fotografiert

Montag, 28. November 2011

Weiße Sesam-Muffins


Dies ist wieder ein Rezept aus meinem Buch "Macrobiotic Sweets" von Michiyo Asakura.
Die Rezepte aus dem Buch sind alle ohne Zucker, Eier und Milchprodukte.

Zutaten für 8 Muffins:

130 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630, ich nahm Dinkel)
20 g Vollkornmehl
1,5 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
100 ml Sojamilch
60 ml Rapsöl
60 ml Ahornsirup
2 EL weiße japanische Sesampaste (die japanische hat ein stärkeres Röstaroma als Tahin)
2 TL weißer Sesam


Zubereitung:

Ofen auf 170°C vorheizen.
Muffinform fetten oder mit Paierförmchen auslegen.

Mehle und Backpulver und Salz mischen und in eine Schüssel sieben.
Die Sesampaste nach und nach mit dem Rapsöl glatt rühren. Sojamilch und Sirup einrühren.
Trockene und flüssige Zutaten + 1 TL Sesamsamen zügig vermengen.
Teig in die Muffinform füllen. Mit dem restlichen Sesam bestreuen.
Etwa 15 min backen.
Muffins auf einem Gitter auskühlen lassen.

Die Muffins schmecken frisch am besten. Am nächsten Tag am besten etwas dazu reichen. Kazu aß sie mit Apfelmus zusammen. ^^

Kürbis Scones

Hahaha, etwas unförmig ^^;;
Dieses Rezept stammt aus meinem japanischen Buch über makrobiotische Süßspeisen.

Die Rezepte sind vegan und es sollten nur Bio-Zutaten verwendet werden. Ein Rezept aus dem Buch hatte ich bereits gepostet: Kinako-Küchlein

Zutaten für etwa acht Scones:

150 g Kürbis
100 g Mehl (Weizen 405 oder Dinkel 630, ich nahm Dinkel)
100 g Mehl, Weizen 550
1/2 TL-Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz
3 EL Rapsöl
1/4 cup Ahornsirup (1/4 cup fasst 50 ml Wasser)
 Zuckerfreie Konfitüre (bei uns war es Erdbeer)

Zubereitung:

Ofen auf 190 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

Kürbis von Kernen und Fasern befreien, schälen.
In kleine Stücke schneiden (siehe Foto oben) und bei mittlerer Hitze im Dämpfer etwa 20 min weich garen.
Mehle und Backpulver und Salz mischen, in eine Schüssel sieben und Rapsöl zufügen. Zwischen den Handflächen verreiben, so dass sich das Öl möglichst fein verteilt.
Abgekühlte Kürbisstücke und Ahornsirup zufügen und alles mit einem Teigschaber schneidend (also ohne viel zu mantschen) vermengen.
Aus dem Teig acht  Bällchen formen und aufs Backblech setzen. Leicht andrücken.
Etwa 20 min backen.
Auf einem Gitter auskühlen lassen.
Scones zusammen mit einer Konfitüre nach Belieben servieren.

Yuzu-Quarktörtchen


2.1.2012
9.2.2012

Das nächste Rezept aus meinem Törtchen-Buch ist dieses hier. Die Törtchen schmecken einfach nur himmlisch und sogar Fabian, der eigentlich nicht so auf herbe Zitrusfrüchte steht, mochte sie.

(Anm. Bitte nicht über meine Formulierungen wundern. Ich habe versucht, meine Zubereitungsmethode mit eigenen Worten zu beschreiben, ohne die Formulierungen aus dem Buch zu verwenden, um das Urheberrecht nicht zu verletzen. Heutzutage muss man ja sehr vorsichtig sein.
Bei Verständnisschwierigkeiten könnt ihr mich gerne fragen.)

Als Förmchen habe ich kleine Halbkugel-Förmchen genommen von einer Höhe von 3 cm und einem Durchmesser von 7 cm.
Die Menge des Rezepts ist für 8 - 10 Törtchen ausgelegt.

Für die Zubereitung der Törtchen sollte man zwei Tage einplanen, da man zuerst eine Yuzucreme herstellt, die über Nacht eingefroren wird (die gelbe Füllung auf dem Foto) und dann die Quarkmousse, in die die gefrorene Yuzucreme eingefüllt wird. Dann werden die Törtchen über Nacht tiefgekühlt. Vier Stunden vor dem Servieren im Kühlschrank auftauen lassen. Näheres dazu im Rezept.

Am besten für das Rezept wäre natürlich frischer Yuzu-Saft. Doch den gibt es hier nicht zu kaufen.
Alternativ eignet sich Yuzu-Su oder notfalls eine Mischung aus Zitronensaft und Limettensaft.
Im Törtchen-Buch ist Yuzu-Su angegeben.

--> Ich persönlich nehme den Saft einer Limette, dazu 2 TL Yuzu-cha, koche das ganze zusammen auf und gieße es durch ein Sieb ab. Dadurch erhält der Limettensaft ein schönes Yuzuaroma. Von dieser Flüssigkeit nehme ich dann die 15 ml ab.

Edit: Meine Freundin hat sich von mir Bilder zu den Arbeitsschritten gewünscht. Daher habe ich diese Woche (6.2.-9.2.) noch einmal die Yuzu-Törtchen gebacken. Allerdings nur die halbe Menge. Also bitte nicht über die Schüsselgrößen und Mengen wundern.

Zutaten:

Yuzucreme:
75 ml Orangensaft (am besten frisch gepresst)
10 ml Zitronensaft (am besten frisch gepresst)
15 ml Yuzu-Saft (oder 15 ml Yuzu-Su oder 5 ml Zitronensaft + 10 ml Limettensaft)


20 g Zucker
1 Ei
1 Eigelb (ca. 20 g)
1 Blatt Gelatine
5 g weiße Schokolade
30 g weiche Butter (im Buch sind 40 g angegeben, was ich viel zu viel finde)

Mandelbiskuit (Menge für ein Blech):
75 g Marzipanrohmasse
25 g blanchierte, gemahlene Mandeln (möglichst frisch mahlen)
100 g Zucker (ich finde 80 g ausreichend)
2 Eigelb
1 Ei
4 Eiweiß (ca. 130 g)
65 g Mehl (Type 405)

Quarkmousse:
150 g Magerquark
50 g Sahnejoghurt, 10% Fett (hatte so einen griechischen)
Mark von einer Viertel Vanilleschote
4 Blatt Gelatine
2 Eigelb
40 g Zucker
5 ml Wasser
200 g Schlagsahne

Ca. 60 g Yuzu-Cha (diesen Tee bekommt man in Asia-Läden, ja es handelt sich tatsächlich um Tee, auch wenn es eher wie Marmelade aussieht)


Yuzu-Sirup:
Yuzu-Cha
Wasser
Zitronensaft

Zubereitung:

Yuzucreme:
5 g Schokolade fein hacken.
1 Blatt Gelatine in Wasser einweichen.
1 Ei + 1 Eigelb verquirlen.

Alle Zutaten bereitstellen.

Die Zitrussäfte (75 ml O-Saft, 10 ml Z-Saft, 15 ml Yuzusaft) mit 20 g Zucker in einem Topf aufkochen.
Wenn der Saft auf etwa 60 °C abgekühlt ist,


etwa ein Drittel davon zu den Eiern geben und verrühren.


Dann das Ganze in den Topf zum restlichen Saft geben.


Unter ständigen Rühren einmal aufwallen lassen, aber keinesfalls kochen lassen:
Ab etwa 60°C gut aufpassen,


die Masse fängt langsam an anzudicken. Sobald die Masse schön cremig wird und erste Blasen schlägt, vom Feuer nehmen.
Das sieht dann etwa so aus:


Wenn man mit einem Schaber durch die Creme geht, wird der Topfboden sichtbar. (Danach fließt es wieder zusammen.)

Die Eiermasse in eine Schüssel umgießen, die ausgedrückte Gelatine,


Schokolade


und 30 g weiche Butter hinzufügen und kräftig verrühren.


Die Masse in kleine Förmchen füllen und am besten über Nacht im Gefrierschrank fest werden lassen.

6.2.2012: Wollte unbedingt meine neue Form einweihen.^^

Am besten wären wohl Förmchen von 4 x 4 cm und 2 cm Höhe.
Ich hatte nur diese Würfel hier, die eine Kantenlänge von 2,5 cm haben. Ich erhielt 16 Würfel und habe jeweils 2 für ein Törtchen zusammen eingelegt.

Edit1: Ich habe festgestellt, dass die Mini-Muffinförmchen die perfekte Größe haben.
Edit 2: Mittlerweile habe ich eine passende Silikonform gekauft.


Mandelbiskuit:

Ofen auf 210°C (Umluft 190°C) vorheizen.
Backblech mit Backpapier auslegen.

75 g Marzipanrohmasse mit 25 g Mandeln und der Hälfte des Zuckers (40 g) verkneten.


2 Eigelbe und ein ganzes Ei nach und nach einarbeiten. Das nach und nach ist ganz wichtig, sonst hat man Schwierigkeiten, eine feine homogene Masse zu erhalten. (mit Knethaken oder den Händen)

1. Eigelb wird zur erneut zerbröselten Marzipanmasse gegeben.
Das nächste Eigelb folgt.
Dann wird das ganze Ei eingerührt.
Die Masse dick cremig aufschlagen. (mit den Rührstäben des Mixers)
Die 4 Eiweiße bei niedriger Geschwindigkeit verrühren bis lauter Bläschen entstehen,


dann bei hoher Geschwindigkeit zu weichem Schnee schlagen und derweil nach und nach den restlichen Zucker (40 g) einrieseln lassen. Wenn man die Quirle herausnimmt, sollte sich der Eischnee leicht herunterbiegen: SO . (mit den sauberen, fettfreien Rührstäben des Mixers)



Nun gibt man etwa 1/3 des Eischnees zur Marzipanmasse und rührt diesen ein. (Teig-Schaber).
Dann gibt man den restlichen Schnee auf die Marzipanmasse, siebt das Mehl darüber und hebt alles zusammen unter die Marzipanmasse.


Die Masse gleichmäßig und zügig auf das Blech streichen (mit Winkelpalette, alternativ macht sich auch ein Tortenheber gut) und ca. 8 min backen.


Dann den Boden gleich auf ein Gitter rüberheben, damit er nicht durch die Nachhitze des Backblechs nachtrocknet.
Nach dem Auskühlen Kreise von etwa 6 cm Durchmesser ausstechen.



Quarkmousse:

4 Blatt Gelatine einweichen.
150 g Quark und 50g Joghurt mit dem Vanillemark verrühren.


Gelatine ausdrücken und vorsichtig erwärmen, so dass sie sich verflüssigt. Etwas von der Quarkmasse zur Gelatine geben,


verrühren, dann die Quark-Gelatine zur restlichen Quarkmasse geben. Diesen Vorgang nennt man Angleichen.


Da man später eine 30°C warme Quarkmasse benötigt, habe ich die Schüssel in ein lauwarmes Wasserbad gestellt.


Nun wird der Eischaum hergestellt. Dazu werden die 2 Eigelbe mit 5 ml Wasser und 40 g Zucker über einem heißen Wasserbad verrührt, bis die Masse 60°C erreicht.


Dann ohne Wasserbad zu einer dicken cremigen Masse aufschlagen. Diese sollte dadurch abkühlen.


200 g Schlagsahne zu 60% aufschlagen, bis sie schön cremig, aber nicht steif ist.
Die Quarkmasse sollte nun 30°C haben.


In diese wird der Eischaum eingerührt, dann die Sahne.


Nun ist die Quarkmousse fertig.



Fertigstellung:
Die ausgestochenen Biskuitböden mit Yuzu-Tee bestreichen.


Die Yuzucreme aus der Form nehmen.


Sind sie nicht hübsch?^^
Die Halbkugelformen zur Hälfte mit der Quarkmousse füllen. Nun legt man einen gefrorenen Yuzucremewürfel in die Quarkmousse

Aus Neugier habe ich mal eine andere Form getestet.
und gibt wieder Quarkmousse oben drauf.


Jetzt heißt es schnell arbeiten, denn durch die gefrorene Yuzucreme zieht die Quarkmousse schnell an und lässt sich nicht mehr verstreichen, wenn man zu langsam ist. Am besten also erst 2-3 fertig füllen, dann die nächsten.
Die Förmchen nicht ganz voll füllen, so steht es im Rezept. Ich mache sie aber immer ganz voll. :-P


Auf die Biskuitböden die Böden mit der Yuzu-Seite auf die Mousse aufsetzen, leicht andrücken.


Die Förmchen am besten über Nacht im Gefrierschrank fest werden lassen.

Yuzu-Sirup:
Yuzu-Tee mit etwas Wasser verrühren und erhitzen. Einige Minuten kochen lassen, durch ein Sieb streichen. Die festen Schalenteile aufheben.
Ist der Sirup zu fest, etwas mehr Wasser hinzufügen, und nochmals aufkochen lassen.
Die festen Schalenteile mit Zitronensaft glatt rühren.

Törtchen aus der Form lösen und mit dem Sirup abglänzen.


Für etwa vier Stunden im Kühlschrank auftauen lassen.
Restlichen Sirup zu den Schalen geben und beim Servieren den Yuzu-Sud zu den Törtchen reichen.

27.11.2011
Die Oberfläche ist nicht ganz so schön geworden. Daher mussten wir sie alle aufessen. ^_-

2.1.2012
09.02.2012
11.10.2016
2.1.2017

2.1.2017

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