Dienstag, 31. Januar 2012

Erdbeer-Joghurt-Torte nicht nur für Kinder


Das Schöne an dieser Torte ist, dass sie fast nur aus Erdbeeren und Joghurt besteht, nicht zu süß und auch nicht zu üppig ist und die Creme ohne Gelatine auskommt.

Die Zubereitung dauert allerdings etwas. Hier der Überblick:
Tag 1: Boden backen. Joghurt abtropfen lassen.
Tag 2: Krem herstellen, Böden mit Joghurtkrem bestreichen. Über Nacht durchziehen lassen.
Tag 3: Torte fertigstellen.


Zutaten für eine Springform von 26 cm:

Vollkormbiskuit:
5 Eier, getrennt
70 g Honig
100 ml frisch gepresster Orangensaft
abgeriebene Schale von einer halben unbehandelten Zitrone
170 g Vollkornmehl (oder ein Teil Vollkornmehl, ein Teil 405er)
1 TL Weinstein-Backpulver
1 Prise Salz

Krem:
1000 g Joghurt
1200 g - 1500 g Erdbeeren (600 g + 900 g/ 600 g)
90 g Rohrohrzucker (50 g + 40 g)
90 g Speisestärke (50 g + 40 g)
90 ml kaltes Wasser (50 ml + 40 ml)
35 g Vanillezucker
200 ml Sahne

Zubereitung:

Boden:
Springform mit Backpapier auslegen.
Eigelbe schaumig rühren. honig hinzufügen und zu einer schönen dicklichen hellen Masse aufschlagen.
Orangensaft und Zitronenschale einrühren.
Mehl mit Backpulver vermischen, sieben und unterheben.
Eiweiße mit der Prise Salz erst langsam, dann schnell zu steifem Eischnee schlagen und unter die Eigelbmasse heben.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C 25 min backen.
Auf einem Gitter auskühlen lassen. Am nächsten Tag waagerecht halbieren.

Krem:
Joghurt in ein mit einem Tuch (kleine Mullwindel) ausgelegtes Sieb hineinlegen und über Nacht abtropfen lassen.
600 g Erdbeeren mit dem Zucker pürieren. Nach Belieben passieren. (Ich habe das Püree nicht passiert.)
50 g Speisestärke mit Wasser glatt rühren.
Erdbeerpüree unter Rühren zum Kochen bringen. Angerührte Stärke einrühren, kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
Erdbeergrütze mit dem abgetropften Joghurt und dem Vanillezucker gut verrühren.
Beide Tortenböden mit je einem Drittel der Erdbeerjoghurtcreme bestreichen.
Die bestrichenen Böden und den Rest der Creme mindestens 2 h besser über Nacht kühl stellen. Dadurch wird die Torte saftiger.
Anm.: Wenn man mit Tiefkühlerdbeeren arbeitet, reichen 2 h aus. Dann lässt man die fertige Torte einfach noch einige Zeit durchziehen.

Version mit frischen Erdbeeren:
Die restlichen 900 g Erdbeeren halbieren und auf den Kuchenböden verteilen. Ein paar Erdbeeren für die Deko beiseite legen.
Böden vorsichtig aufeinandersetzen.
Sahne steif schlagen und unter die übrige Erdbeerjoghurtcreme ziehen.
Die Torte mit der Erdbeersahnecreme bestreichen und mit den beiseite gelegten Erdbeeren dekorieren.

Version mit Tiefkühlerdbeeren:
600 g Erdbeeren mit 40g Zucker pürieren.
40 g Speisestärke mit 40 ml Wasser glatt rühren.
Erdbeerpüree unter Rühren zum Kochen bringen. Angerührte Stärke einrühren, kurz aufkochen lassen und vom Herd nehmen.
Die Erdbeergrütze großzügig auf dem unteren Boden verteilen. Den zweiten Boden vorsichtig aufsetzen. 

Anm.: Ich habe um die Böden einen Springformrand gestellt. Den Rand habe ich mit zugeschnittenem Backtrennpaier ausgelegt. So behält die Torte ihre Form. Den Springformrand habe ich dann kurz vor dem Servieren entfernt. Und natürlich auch das Backtrennpapier.

Sahne steif schlagen und unter die übrige Erdbeerjoghurtcreme ziehen.
Die Torte mit der Erdbeersahnecreme bestreichen.
Mit der restlichen Erdbeergrütze ausgarnieren.
Ich habe beide Cremes in Spiralen auf die Torte aufdressiert.



Anm. Die Torte verliert bei Zimmertemperatur mit der Zeit ihre Standfestigkeit.
Einfacher lässt sich das Ganze servieren, wenn man die Torte wie bei Tiramisu in eine Auflaufform schichtet. So erhält man ein schönes erfrischendes Dessert.

Brokkoli mit Tartarsauce


Die Sauce kommt ursprünglich aus Frankreich und zählt zu den klassischen kalten Soßen.
Sie ist in Japan sehr beliebt und wird gerne zu Fritiertem (panierter Fisch, Shrimps) gereicht.
Aber auch mit gekochtem Gemüse, vor allem mit Brokkoli, harmoniert sie sehr gut.
Man kann sie nach Belieben auch mit Kräutern anreichern. Schnittlauch ist hierbei am beliebtesten.
In Europa werden gerne auch Kapern zugegeben.

 Zutaten für 4 Personen:

1 Brokkoli
Salz

Tartarsauce:
1 Ei
1 EL klein gehackte Pickles (z.B. eine Gewürzgurke)
1 Zwiebel bzw 4 EL fein gehackte Zwiebeln
6 EL Mayonaise (oder ähnliches nach Belieben)
4 TL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, (Cayennepfeffer wer mag)

Zubereitung:

Brokkoli in kleine Röschen zerteilen. Für 3-5 min in kaltes Wasser legen, dann abspülen.
Reichlich Wasser zum Kochen bringen, salzen. Man rechnet 1 TL Salz auf einen Liter Wasser.
Röschen ins kochende Wasser geben und etwa 3 min köcheln lassen. Abschrecken und gut abtropfen lassen.

Das Ei hart kochen. Abkühlen lassen, pellen und in kleine Stückchen schneiden.
Pickles/ Gewürzgurke in kleine Stückchen schneiden.
Zwiebel fein hacken und für ca. 10 min in eine Schüssel mit kaltem Wasser geben. Dann gut abtropfen lassen.
Die fein gehackten Zutaten mit den restlichen Zutaten gut vermischen und abschmecken.

Brokkoli anrichten und mit der Sauce übergießen.

Einfach unglaublich!

Letzte Woche Freitag erwartete mich beim Heimkommen eine riesengroße Überraschung.
Ein Paket von Cori lag da. Als ehemalige Fallschirmspringerin bin ich ja schon oft aus den Wolken gefallen, aber bei dem Paket bin ich wirklich aus allen Wolken gefallen.

Ich war schier überwältigt, total sprachlos.
Denn in dem Paket befanden sich folgende Schätze:


Diese Unit Color Slimbox stand ganz oben auf meiner Wunschliste, was Bento-Boxen anbelangt.
Unglaublich, oder? Einfach unglaublich. (Ach ja, die Flugzeugaufkleber sind von mir. ^^;;)
Und dann packte ich weiter aus, denn es war noch ein weiteres Geschenk im Paket.


Aaaaaah! Wie geil ist das denn! Candy Candy, die ganze TV-Serie auf DVD!
Das war eine meiner Lieblingsserien so mit 12 Jahren. Candy Candy entstammt aus der gleichen Feder wie Georgie und ist von Igarashi Yumiko.

Was mich am meisten erstaunt hat, war, wie gut Cori mit den Geschenken ins Schwarze getroffen hat. Unglaublich. Dabei sind das Wünsche gewesen, die ich in den Ecken meines Herzens gehegt hatte. Manchmal wünscht man sich doch etwas, von dem man ausgeht, dass sich diese Wünsche so bald nicht erfüllen werden. Und dann ...
Ich bin so glücklich, aber auch etwas irritiert bzw verlegen. Mensch, Cori! Hast du eine Bank ausgeraubt?
Das Wort "Danke" kann nicht mal ansatzweise beschreiben, was ich fühle. Aber da es kein anderes Wort gibt, kann ich dieses eine nur immer wieder wiederholen. Danke schön, danke schön, liebe Cori.

Um zu verstehen, was beim Erhalt dieses Pakets und auch damals beim Paket von Kathleen in mir vorging, sollte ich vielleicht ein wenig ausholen.
Das Mobbing auf meiner Arbeit damals hat mich ziemlich vereinsamen lassen, dann kam die Schwangerschaft und die letzten Kontakte brachen weg.
Ich habe mich oft ziemlich einsam gefühlt, hatte aber auch noch nicht die Kraft, mein Mauseloch zu verlassen. Mobbing ist sehr zerstörerisch.
Doch dann ging es langsam wieder aufwärts. Und letztes Jahr war einfach toll. Ich habe viele neue Menschen kennengelernt und ein paar sehr gute Freundinnen gewonnen.
Morgen treffe ich mich z.B. wieder mit Josi zum shoppen. *freu*
Und plötzlich kommen da von Personen, die ich erst einmal live getroffen habe, Pakete an mit Geschenken. Das bin ich überhaupt nicht gewohnt, bzw nicht mehr gewohnt, denn vor dem Mobbing war ich wesentlich lebensfroher. Das geht ans Herz. Ich bin so gerührt, dass ich es wirklich nicht beschreiben kann.

Zur Zeit ist das Leben einfach herrlich. Kazu ist so süß und lieb, mit Fabian verstehe ich mich gut, wir haben die kritische Zeit hinter uns (man sagt ja, dass die ersten Jahre mit Kind eine harte Belastungsprobe für eine Beziehung seien), meine Backwaren und meine Übersetzungen finden Anerkennung, was meinem zerrütteten Selbstwertgefühl wieder auf die Beine hilft und vor allem bin ich wieder unter Menschen. Jetzt muss ich nur noch das Problem mit meinem kaputten Magen lösen.
Meine Schwägerin empfahl mir, wochenweise auf ein bestimmtes Lebensmittel zu verzichten, um etwaige Allergien aufzudecken. Und ich solle mit Weizen beginnen. Gar nicht so leicht.

Aber ich schweife mal wieder ab. Denn ich bin ja noch gar nicht fertig mit den Dingen, die mich in Erstaunen versetzten.

Denn Cori setzt den zwei Sachen von oben noch eins drauf. Jetzt haltet euch fest.
Sie schrieb mir, dass demnächst noch etwas kommt. Noch etwas?!
Und dann verriet sie es mir. Sie hat es doch tatsächlich geschafft, das eine Buch aufzutreiben, das ich mir gewünscht hatte, das aber laut meiner Mutter nicht mehr lieferbar sei.

Das Buch heißt "13 Secrets for Speaking Fluent Japanese". Ich hatte es bei meiner Mutter bestellt gehabt, und war ganz enttäuscht, als sie mir mitteilte, das es wohl nicht mehr lieferbar sei.
Und wieder geht ein Wunsch in Erfüllung, an den man schon gar nicht mehr glaubte.
Kann Cori in mein Herz schauen oder wie macht sie das? Ich weiß nicht, ob ich das könnte. Und ich habe keine Ahnung, wie ich mich dafür je revanchieren soll.
Ich kann nur hoffen, dass das mit der Japanreise klappt und ich ihr einen unvergesslichen Urlaub bescheren kann.

Auch meine Freundin Kathrin erstaunte mich am Sonntag mit ihrem nachträglichen Geburtstagsgeschenk:


Ein Roman in japanisch von der Autorin Banana Yoshimoto, die vor allem durch ihr Werk "Kitchen" hierzulande bekannt wurde. So eine tolle Idee.
Es ist wirklich unglaublich, wie sich alle Gedanken machen, wie sie einem Freude bereiten können.
Meinen tollen Kartoffelstampfer habe ich auch fleissig in Gebrauch und bin ganz stolz auf ihn.^^
Vielen lieben Dank an Euch alle. <3

Vielen Dank an euch alle!

Obentô mit Brokkoli mit Tartarsauce

Da ich heute etwas Luft hatte, habe ich auch für Fabian mal wieder ein Obentô gemacht und anschließend sogar für mich eins, weil ich unbedingt meine neue Bentô-Box ausprobieren wollte.


Oben: Reis mit Fischstäbchen
Unten: Brokkoli mit selbst gemachter Tartarsauce, die auch gut zu den Fischstäbchen passt, dazu Ei und Tomaten und etwas Obst.
(Anm.: Die eine Weintraube unten rechts musste ich wieder wegnehmen. Die passte nicht mehr rein.)

Und für mich:

Oben: Reis
Mitte: Brokkoli mit Tartarsauce und ein paar Eiweiß- und Tomatenwürfel
Unten: frisches Obst (Ananas, Mandarine, Weintrauben)

Die Slimbox packt sich doch sehr anders als ich es bisher gewohnt war. Die Fächer sich sehr schmal, dafür tief. Aber ich liebe diese Box! Bin schon gespannt, wie es sich so daraus isst.
Gleich gibt es noch einen Extra-Post dazu.

Obentô #8 für Kazu


Kazu ist nun drei Jahre alt und langsam wollte ich daher anfangen, das Obentô für ihn etwas vielfältiger zu gestalten. Nachdem der letzte Bärenpiekser im Kindergarten verlorenging, habe ich ihn heute gebeten, doch auf den Piekser aufzupassen und ihn wieder mit nach Hause zu bringen. Ich bin gespannt.

Die Reisbällchen sind vermischt mit Seelachs, etwas Tartarsauce und einen Spritzer Sojasoße.
Der Brokkoli ist nur in Salzwasser gekocht.
Dazu gibt es Weintrauben (Kazu mag Weintrauben) und damit das Ganze etwas farbenfroher wird noch zwei Mandarinenfilets. Hin und wieder isst er gerne Mandarinen, heute wollte er eigentlich keine. Ähem. ^^;;

Ich weiß nicht, was es heute zum Mittagessen in der Kita gibt. Ich hoffe natürlich, dass es nichts so Leckeres ist, damit er sein Versperbentô aufisst. *g*

Weil Kazu unbedingt seine große Box haben möchte (die anderen Kinder haben auch alle eine große Box), packe ich seine Bento-Box einfach in die größere und dazu gibt es noch seine ganz kleine gelbe Box, in der ich meist etwas Kleines zum Naschen reinlege. Dieses Mal ist es ein Keks.



Montag, 30. Januar 2012

Törtchen im Test

Sonntag, der 29. Januar 2012

Ein wenig ausgarnieren hier und da, dann bin ich fertig. Den Vormittag verbringen wir alle mit gemeinsamen Aufräumen. Dann geht es zum Mittagsschlaf ins Bett. Und zwar die ganze Familie. Eine Stunde später stehe ich auf. Tisch decken, Getränke vorbereiten, es gibt noch einiges zu tun.


Die Gäste trudeln ein: Josi und Kathrin (derweil wacht Kazu auf), dann kommt noch Elisabeth und etwas später Akiko. Iris musste nachmittags noch einen Kühlschrank besorgen und trudelte zum Abend hin ein.

Ich habe mich bei den Törtchen genau an die Rezepte aus meinem  Törtchen-Buch gehalten. Doch bereits beim Zubereiten festgestellt, dass es einiges gibt, was nicht so optimal ist. Wir machen uns ans Testen.

Wir fangen alle vorne bei den Kokostörtchen mit Himbeeren an.


Köstlich. Die Himbeerfüllung besteht aus frischen und tiefgekühlten Himbeeren. Die Kokosmousse ist zart schmelzend und in der Kombination mit den Himbeeren nicht aufdringlich vom Kokosgeschmack her.
Ich bin kein großer Kokosfan, aber das Törtchen hat mir und den anderen wirklich sehr gut geschmeckt.
Einzig Iris fand den Kokosgeschmack etwas zu stark ausgeprägt. Wir anderen konnten das gar nicht nachvollziehen.
Mein einziger Kritipunkt ist die Kokosglasur, die zum einen viel zu süß war und zum anderen so flüssig, dass sie gleich heruntergelaufen ist. Da muss eine Alternative her.
Ansonsten ließ nur das Aussehen der Törtchen zu wünschen übrig, denn die Oberfläche bekam ich leider nicht sauber glatt hin. Da muss ich beim nächsten Mal besonders darauf achten.

Nun kosten die anderen die Kokos-Ananas-Charlotte-Törtchen. Ich passe, denn diese enthalten Cachaça (eigentlich gehört weißer Rum rein, aber ich hatte keinen guten da.). Und leider für meine Allergie etwas zuviel davon.
Anm.: Heute jedoch ist der Alkohol so gut wie verflogen, so dass ich eben gerade ein ganzes Törtchen problemlos verspeisen konnte.^^


Für die Törtchen wurde frische Ananas verwendet, allerdings ist der Ananasgeschmack eher dezent.
Die Mousse ist zart und schmeckt trotz Kokoscreme und -milch sehr leicht. Insgesamt erinnert das Törtchen vom Geschmack her ein wenig an den cremig-süßen Cocktail Piña Colada, der aus Ananassaft, Rum, Kokoscreme und Sahne besteht.
Für meinen Geschmack könnte der Ananasgeschmack noch etwas intensiver sein. Ansonsten eine sehr schöne Sache bis auf die Löffelbiskuits außen herum. Diese haben Feuchtigkeit gezogen und schmeckten daher pampig und somit störend.
Fazit: Das nächste Mal mache ich die Törtchen nicht als Charlotte (also ohne Biskuits außen rum), peppe die Creme etwas mit Ananassaft auf und nenne das Ergebnis Piña Colada Törtchen.^^

Nun wurden die Fruchtwürfel getestet.
Der Himbeerfruchtwürfel besteht aus einer Himbermousse auf weißer Schokoladenmousse.
Die Passionsfruchtwürfel (Passionsfrucht = Maracuja) bestehen aus Passionsfruchtmousse auf Joghurtmousse.


 Die Fruchtwürfel überzeugen ebenfalls und die Suche nach Kritikpunkten ist nicht einfach, aber es gibt doch die ein oder andere zu verbessernde Kleinigkeit.
Zum einen die Größe. Im Buch stand, dass man eine Form von 15 x 15 cm benutzen soll. Für die Himbeerwürfel nahm ich meine 16x16 Form, für die Passionasfruchtwürfel meinen 17 x 17 Rahmen. Beide also größer. Doch ich hatte trotzdem vor allem von den Fruchtmousse (der Plural von Mousse?) noch sehr viel über. Die Zutatenmenge scheint daher überhaupt nicht hinzuhauen.
Außerdem sollte man die Mousse in 5x5 cm große Stücke schneiden. Ich fand ein 5x5x5 cm großes Törtchen viel zu groß und habe meinen eine Grundfläche von 3,8-4cm x 3,8-4 cm verpasst bei einer Höhe von 5 cm.
(Anm. Da ich immer viele Sorten Gebäck reiche, mögen meine Gäste lieber kleine Größen. Wenn man nur eine Sorte Törtchen reicht, ist die Originalgröße vielleicht völlig ok.)
Am besten schmecken die Fruchtwürfel, wenn man wirklich beide Mousse (also unten + oben) gleichzeitig isst. Doch bei einer Höhe von 5 cm ist das gar nicht so einfach.
Daher werde ich beim nächsten Mal die Würfel flacher halten (und dementsprechend eine größere Form benutzen. Vielleicht meine 21x21 Form oder doch lieber den 24x24 Backrahmen? Oder verpasse ich ihnen gar eine ganz andere Form? *g* Mal schauen.^^

Für die weiße Schokomousse der Himbeerwürfel wird weiße Kuvertüre verwendet. Ich denke, dass man hier eine hochwertige Sorte verwenden sollte wie die von Valrhona (ich hatte die normale Schwar...) oder ersatzweise eine sehr hochwertige weiße Schokolade, da die Mousse sonst zu süß wird. (Mir war sie zu süß.)
Die Himbeermousse gleicht die Süße zwar aus, aber die Schokomousse lässt sich durch bessere Zutaten sicherlich trotzdem noch aufwerten.



Die Glasur auf den Passionsfruchtwürfeln war viel zu flüssig. Hier müsste man auch ansetzen.


Geschmacklich wie gesagt waren sie top, wobei die Passionsfruchtwürfel noch etwas beliebter waren als die Himbeerwürfel.

Zusätzlich gab es noch die übrig gebliebenen Plätzchen von Kazus Geburtstag


und die restlichen veganen Matchakekse:


Haha, wer weiß, vielleicht waren die beiden Cookie-Sorten sogar die heimlichen Sieger, denn am Ende war kein einziges Plätzchen mehr übrig.

Nach dem Testen spielten wir noch eine Runde "Privacy", stärkten uns anschließend mit ein paar Häppchen Brot und dann hieß es Gäste hinausbefördern, denn Kazus Bettgehzeit war schon fast 100 min überschritten.
Seufz. Es war wieder mal so ein schöner Tag.
Vielen Dank euch allen fürs Kommen, die nächste Törtchen-Testrunde kommt bestimmt.^^

Sonntag, 29. Januar 2012

English, deutsch und nihongo

Donnerstag, der 26. Januar 2012

Es ist soweit. Leider ist die Nacht sehr unruhig und ich bekomme desöfteren Tritte von Kazu verpasst. Aber wenigstens habe ich so weit alles vorbereitet (outfit etc) und durch die Treffen am Montag und Mittwoch fühle ich mich gut gerüstet, was das Japanisch reden anbelangt.
Was anliegt? Ich wurde beauftragt, zwei Tage lang für "meine" Firma zu dolmetschen. Zu dolmetschen ist zwar nicht neu für mich, aber es ist jedes Mal eine große Herausforderung. Zum einen habe ich mit Menschen zu tun, da weiß man nie so genau, was auf einen zukommt, zum anderen hat man beim Dolmetschen nicht die Zeit unbekannte Wörter in einem Wörterbuch nachzuschlagen.

Letzter Blick in den Spiegel. Bis auf meine Haut, die mir in den letzten Tagen wieder Probleme bereitet, gefalle ich mir. Ok. Los geht's. Ich bin nervös und fühle mich, als ob ich zu einer Prüfung müsste, auf die ich schlecht vorbereitet bin. Ein blödes Gefühl. Es ist eiskalt draußen.
Dann ist es soweit.
Der neue Firmenchef von Europa führt mit jedem Mitarbeiter Einzelgespräche. Mit mir und der Protokollantin sind somit vier Personen im Raum. Der neue Europachef ist Japaner und hat 15 Jahre in San Francisco gelebt, kann daher gut Englisch verstehen und spricht für einen Japaner auch ganz gut Englisch mit nur leichtem japanischen Akzent wie ich finde.
Daher finden manche Gespräche auf Englisch, manche auf Deutsch-Japanisch, manche in allen drei Sprachen statt.
Ich halte ja mein Englisch für schlecht, aber den Gesprächen auf englisch konnte ich gut folgen und ich konnte sogar hier und da den anderen mit Englisch weiterhelfen, wenn ihnen ein Wort fehlte. So schlecht kann es um mein Englisch also nicht bestellt sein.*freu*
Im Groß und Ganzen lief es ganz gut. Manchmal jedoch war ich auch der Verzweiflung nahe. Wenn nämlich Fachbegriffe auftauchten wie Kontoführung, Bilanzbuchhaltung, Jahresabschlussrechnung (die ganz komplizierten Begriffe weiß ich sogar nicht einmal mehr) oder technische Begriffe zur DVD-Erstellung. Zum Glück konnte vieles über die englischen Begriffe erklärt werden. Ansonsten habe ich halt umschrieben wie ein Weltmeister.

Es war sehr anstrengend (vor allem diese durchgängige Konzentration) und am Ende des Tages war ich total geschafft.

Freitag, der 27. Januar 2012

Tag 2 lief vom Gefühl her dafür schon besser. Auch der Chef schien nicht mehr ganz so verspannt zu sein und die Gespräche mit den einzelnen Mitarbeitern waren doppelt so lang wie am Vortag. Es war ja auch wirklich interessant. Ich habe eine Menge darüber gelernt, was alles getan werden muss, damit ein japanischer Anime seinen Weg aus Japan in die deutschen Ladenregale findet.
Nun bin ich froh, die Herausforderung angenommen zu haben, aber auch hinter mich gebracht zu haben.

Feierabend. Jetzt kann ich mich ganz meiner Törtchenrunde widmen. Zu Sonntag habe ich mir meine Freundinnen zum Testessen eingeladen. Ich möchte vier neue Rezepte aus meinem Törtchenbuch testen. Für das eine Rezept benötige ich frische Himbeeren. Doch in Kaufhof gibt es keine.
Ist ja eh eine Schnapsidee, um diese Jahreszeit Himbeeren kaufen zu wollen.
Auf dem Heimweg gehe ich noch zu Kaufland rein, um Eier zu kaufen.
Und was sehe ich da? Himbeeren. Aaah! Ich kann einfach nicht widerstehen. Jetzt habe ich doch tatsächlich spanische Treibhaushimbeeren gekauft, die wahrscheinlich eine Menge Chemie intus haben, und die die Landwirtschaft in Spanien kaputt machen und letztendlich wahrscheinlich auch nicht einmal besonders schmecken. Ich bin einfach nicht ethisch konsequent genug. ...
Auf meinem Arbeits-Zeitplan stehen einige Arbeitsschritte, aber ich bin einfach zu kaputt, um mich noch in die Küche zu stellen und Kazu nimmt mich auch in Beschlag.
So essen wir nur noch schnell Abendbrot und gehen dann beide frühzeitig ins Bett.

Samstag, der 28. Januar 2012

Mein Tag heute beginnt früh, sprich um 1:00 Uhr nachts. Fabian muss heute arbeiten, daher kann ich eben nur nachts ungestört mich meinen Törtchen widmen. Nun, ich habe mit dem früh Aufstehen eh keine Proleme. *g*
Böden werden gebacken, Mousse glatt gerührt. Gegen halb sieben etwa holt mich Kazu zu sich ins Bett. "Ich möchte mit Mama schlafen."
Ich liege gut im Zeitplan und da ich auch gerade anfange, müde zu werden, lege ich mich zu ihm ins Bett und wir schlafen noch eine Runde (etwa bis 8:00 Uhr). Fabian ist mittlerweile zur Arbeit gegangen. Der Vormittag vergeht ganz gemütlich mit gemeinsamen Spiel und getrenntem Spiel, so dass ich vormittags noch einiges schaffe.
Einmal kam Kazu wie so oft an: "Mama, komm spielen!" Ich sagte zu ihm, dass ich gerade nicht könne, weil ich noch arbeiten muss, und ob er nicht alleine spielen kann.
Da sagte Kazu doch tatsächlich "Ja okay." Oh, da habe ich aber gstaunt.^^

Mittagsschlaf machen wir wieder zusammen. Hin und wieder so ein Stündchen Schlaf tut ganz gut, wenn man so früh aufgestanden ist.
Fabian kommt nach Hause und stürzt sich gleich auf die Renovierung von Kazus Zimmer, mit der er am Freitag begonnen hatte.
Dennoch schaffe ich es abends noch etwas in der Küche zu werkeln. Allerdings bin ich mit meinen bisherigen Werken nicht sehr zufrieden. Ich finde einige Cremes zu fest, einige zu süß, bei einer Mousse hatte ich arge Probleme mit dem Eindicken und bei einer Törtchensorte ist Alkohol drin, der bei mir gleich anschlägt.
Puh, das kann ja heiter werden. Aber oft schmecken die einzelnen Komponenten besser, wenn man das Törtchen als Ganzes isst.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es morgen wird.

Samstag, 28. Januar 2012

Wo ist mein Geburtstag?

Sonntag, den 22. Januar 2012

Kazu wacht auf und läuft gleich ins Wohnzimmer. "Die Gäste sind weg."
"Ja, die sind alle jetzt im eigenen zu Hause," antworte ich.
"Habe ich heute Geburtstag?"
"Nein, du hattest gestern Geburtstag."
"Wo ist mein Geburtstag?" fragt mich Kazu nun.
Was, bitte schön, soll man einem Dreijährigen darauf antworten?
"Dein Geburtstag ist vorbei, der war gestern. Aber schau, all deine Geschenke sind noch da!"
"Ja!" :-)

Ich fange an, ein wenig aufzuräumen und nehme Kazus neuen Schlafanzug aus der Verpackung, um ihn erst einmal zu waschen. Kazu bemerkt das. "Ich will das anziehen." Hm ... na ja, warum nicht. Ich ziehe ihm den Schlafanzug über seinen eigentlichen Schlafanzug.
"Jetzt sehe ich schick aus" sagt Kazu stolz.
Noch Strümpfe dazu, und dann spielen wir eine Runde Domino.
Und so wird der Sonntag ein ruhiger Tag, an dem wir ganz viel spielen. Vor allem Domino und das neue Holzpuzzle sowie das Glockenspiel.
Nachdem wir zusammen all seine Geschenke fotografiert haben, vertieft sich Kazu in sein Spiel und ich kann ganz entspannt über sein Geburtstag bloggen.^^


Übrigens hat er etwa bis Dienstag noch nach seinem Geburtsag gefragt. Wo er denn nun sei.

Montag, der 23. Januar 2012

Heute bin ich mit Akiko im vietnamesischen Teehaus Chén Chè verabredet, um mal wieder ein wenig japanisch zu quasseln als Vorbereitung für meinen Dolmetscherauftrag am kommenden Do./Fr.
Wir waren beide das erste mal da und waren erstaunt wie schön das Teehaus eingerichtet war. Man konnte wirklich Zeit und Ort vergessen.
Der Tee wie auch das Essen haben sehr gut geschmeckt.





Dienstag, der 24. Januar 2012

Heute ist im Kindergarten Gruppentag und innerhalb Kazus Gruppe soll heute sein Geburtstag nachgefeiert werden. Daher habe ich für die Kinder Mini-Amerikaner gebacken mit einem Anpanman-Gesicht und Kazu seinen Anpanman Pulli angezogen. *g*
(Habe es aber einfach nicht geschafft, ein Foto zu machen. Na ja, im Grunde genommen war es ja auch nichts Besonderes.)
Ich bringe Kazu wie gewohnt in den Kindergarten. Oh, Vera ist da. "Tobi will zu Vera gehen."
Ich übergebe Kazu der Vera. In den letzten Tagen war es üblich, dass Kazu gleich zum Fenster geht, um mir noch zum Abschied hinterherzuwinken und mir Luftküsse zu schicken. So süß!
Da jedoch heute Vera da war, bin ich nicht gleich weg, sondern erst einmal in aller Ruhe noch auf Toilette gegangen. Doch was ist? Als ich gehe, steht Kazu tatsächlich am Fenster und winkt mir zu. Da hat er doch die ganze Zeit auf mich gewartet! Ui, wurde mir da warm ums Herz.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Außer dass ich noch einmal ein Blech mit Amerikanern gebacken habe (für uns), da sie so lecker waren.

Mittwoch, der 25. Januar 2012

Kazu schläft, die Zeit vergeht, doch er wacht einfach nicht auf. Dabei sind wir früh ins Bett gegangen. Schließlich mache ich das Licht an und die Rollos hoch, was den kleinen Mann dann doch aufweckt. "Ich will schlafen!" "Sind 13 Stunden nicht genug?" denke ich bei mir.
Außerdem MUSS er heute in den Kindergarten, denn ich bin mittags verabredet.
Kazu schreit und alles Trösten ist vergebliche Müh. Letzten Endes bliebt mir nichts anderes übrig, als mir den zappelnden und schreienden Kazu zu schnappen, ihn anzuziehen, zu schultern und zum Bus zu hetzen, den ich gerade noch so bekomme.
Die Erzieherin schaut verwundert und ich erläutere den Sachverhalt. Sie verspricht, Kazu, der immer noch weint, im Auge zu behalten, denn manchmal ist unablässiges Schreien auch ein Vorzeichen für eine Krankheit.
Ich bin froh, mein seit heute früh ununterbrochen weinendes Kind losgeworden zu sein. ^^;;

Mittags treffe ich mich mit einer mir noch unbekannten Japanerin zum Sprachaustausch.
Sie hatte mich letzte Woche angeschrieben und so verabredeten wir uns für heute zum Sprachtandem. Für mich ein perfektes Timing, bekomme ich doch so noch mehr Sprachtraining vor meinem großen Zitterauftrag.

Beim Abholen ist Kazu wieder wie sonst. Puh. Er ist wohl einfach nur ein Morgenmuffel.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Die richtige Chiffon Cake Form

japanische 17er Chiffon Cake Form



Beim Kauf einer Chiffon Cake Form sollte man auf einige Punkte achten:

Das beste Material ist mattes Aluminium.
Das Charakteristische am Chiffon ist, dass er beim Backen sich an den Wänden der Form hochzieht. Daher wird die Form nicht eingefettet.
Da die Krume sehr weich ist (viel Luft enthält), lässt man den Chiffon verkehrtherum auskühlen. So behält er die Form und kann nicht in sich zusammensacken.
Bei einer Form mit einer guten Antihaft-Beschichtung könnte der Kuchen allerdings den Halt verlieren und herausplumpsen.


Das Rohr in der Mitte sollte keine Naht haben.
Hat das Rohr eine Naht, so kann Teig in die Naht geraten und der Kuchen lässt sich schwer lösen.
Auch das Abwaschen bereitet Mühe. Kuchenreste, die sich in der Naht verfangen, lassen sich nur schwer entfernen.

Der Übergang vom Rohr zum Boden sollte rund sein.
Scharfe Übergänge bei Backformen (das gilt auch für Kastenformen) führen zu einer instabilen Form (Kanten brechen leicht weg) und einem ungleichmäßigem Backergebnis. (Kanten sind oft stärker gebacken).
Mit Rundungen ist der Abwasch einfacher. (Es kann nichts drin steckenbleiben.)
Material, das aus einem Stück gezogen wird, ist stabiler und langlebiger.

Die Standardgrößen für Chiffon Cakes in Japan sind 17 cm und 20 cm.
Die 17er Form hat eine Höhe von 7 cm, das Loch ist konisch und hat im Durchschnitt einen Außendurchmesser von etwa 4 cm.
Das ergibt in etwa ein Volumen von 1500 cm³ .
Die 20er Form hat eine Höhe von 9 cm, das Loch ist stärker konisch und hat im Durchschnitt einen Außendurchmesser von etwa 4,5 cm.
Das ergibt in etwa ein Volumen von  2683 cm³.

Anfängern wird die kleine Form von 17 cm empfohlen, da bei einer kleinen Menge das Eiweiß unterheben leichter ist.

Man kann auch eine kleine Menge in einer großen Form backen. Dann die Backzeit eventuell verkürzen und Abstriche beim Aussehen machen. :-P

Auf der Rakuten-seite habe ich Bilder entdeckt von einem Formenvergleich.

Zur Chiffon Cake Form von Jawa


Sie ist beliebt, da sie sehr billig ist. In Berlin habe ich die 22er Form für 5,25 € bekommen. Es gibt auch eine 26er Form.
Die übliche hat einen Durchmesser von 22 cm und ist für Massen mit etwa 6 Eiern gedacht.
22 cm ist in Japan unüblich. Ich würde die japanischen Rezepte für die 20er Form nehmen und diese NICHT hochrechnen oder gleich auf englische 22er Rezepte, die es zahlreich im Internet gibt, zurückgreifen.
Die Form hat zwar einen größeren Durchmesser, ist aber nicht so hoch wie die japanische 20er Form.

links die 17er, rechts die 20er
Diese Form hat aber auch jede Menge Nachteile.
Das Material ist einfach beschichtetes Aluminium, das eine schlechte Wärmleitfähigkeit besitzt, aufgrund seines Glanzes für Elektroherde eher ungeeignet ist und nur eine kurze Lebenszeit besitzt. Denn nach öfterem Gebrauch leidet die Beschichtung und der Kuchen kann nicht mehr die Wände hochklettern.
Das Material ist nicht formstabil und bekommt schnell Dellen.
Auch ist der Boden der Form nicht plan.


 Und für hohe Kuchen ist die Form nicht geeignet.


Stellt euch den Chiffon mal in der Billigform vor. Wie soll man den Kuchen da umdrehen?
Ich hatte mir letztens mit Eierbechern geholfen.


Desweiteren wird beim umgedrehten Lagern die Außenform gestützt und nicht die Innenform. Der Kuchen könnte also mitsamt dem Innenrohr rausfallen.


Nun sind gute Chiffonformen in Deutschland schwer zu bekommen.
Die meiste gestellte Frage ist:

Welche Form kann man alternativ benutzen?

Eine Form ohne Antihaft-Beschichtung aus Aluminium wäre schon mal sehr gut.
Man kann eine Springform mit Rohrboden-Einsatz nehmen.
Allerdings ist eine 26er Form für die Menge für einen 17cm Chiffon zu groß.
Eher eine 20er oder 22er Form mit Rohrboden. (Rein theoretisch!)

Oder man vervendet eine Kastenform von 30 cm Länge. Am besten eine längenverstellbare. Dann wird der Kuchen zwar etwas flacher (Backen bei 170°C etwa 25 min), aber schließlich muss man ihn ja verkehrtherum abkühlen lassen können. Und dadurch, dass sich beide Hälften trennen lassen, kann man den Kuchen auch gut herausnehmen.
Für den Eiweiß-Mandelkuchen, der ja eine ähnliche Konsistenz hat wie ein Chiffon, habe ich diese Form ungefettet benutzt und den Kuchen umgedreht auskühlen lassen. Der Kuchen ist nicht herausgeplumpst.



Josi hat auch eine Muffin-Variante vorgestellt, die auch sehr gut ist. Allerdings hat man hier verhältnismäßig viel Kruste.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Es kamen ja doch zu diesem Thema viele Fragen auf.
Falls jetzt noch Fragen offen sind, so können diese nun in diesem Post gestellt werden. Dann ist das für alle übersichtlicher.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Cheese Chiffon

Cheese Chiffon
Dieser Chiffon hat eine etwas gröbere Porung durch den Käse. Das ist ganz normal.
Ein paar einleitende Worte zum Chiffon Cake selbst habe ich bei meinem ersten gebloggten Chiffon Cake, dem Walnuss Chiffon Cake, geschrieben.

Zutaten für eine Chiffon Cake Form von 17 cm Durchmesser

3 Eigelbe (ca. 60 g, ich empfehle Größe L)
40 g feiner Zucker
70 ml Wasser
50 ml Öl (ich nehme Bio-Rapsöl)
2 EL geriebener Käse (ich nehme Bio parmegiano reggiano)
100g Mehl Type 405 (natürlich kann man auch Hakurikiko nehmen, ich nehme das 405er)
1,5 TL Weinstein-Backpulver (man kann auch normales Backpulver nehmen, es geht auch gänzlich ohne, Ungeübten würde ich jedoch die Verwendung von Backpulver empfehlen)
4 Eiweiße (ca. 140 g, ich empfehle Eier der Größe L)
40 g feiner Zucker

Vorbereitung

Mehl und Backpulver vermischen.
Alle Zutaten abwiegen und bereit stellen.
Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Zubereitung:

Eigelbe mit Zucker cremig weiß schlagen, bis die Masse sämig herabfließt und sich wie ein Band hinlegt.


Wasser einrühren. Öl einrühren. Käse einrühren.
Mehl-Gemisch hineinsieben und unterheben.
Ich benutze dazu erst die Quirls vom Mixer, ohne dass dieser an ist, und wechsle dann zum Schaber. Ungeübte können das Mehl bei unterster Stufe des Mixers für ein paar Sekunden einrühren.

Die Eiweiße zuerst langsam schlagen, bis lauter Bläschen entstehen. Ca. 30 sec.
Dann schnell schlagen, bis lauter solche groben Bläschen entstehen.


Das ist der Moment, in dem man den hellen Zucker (40 g) zugibt. Am besten erst einmal ein Drittel (also ca. 13 g) der Menge.
Dann nach und nach den Rest.
Weiter schlagen, bis man ganz feine Bläschen erhält.


Jetzt ist das Eiweiß bis etwa 80% aufgeschlagen.

Etwa ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren.
Dann nochmals kurz das restliche Eiweiß schlagen und dieses dann am besten in zwei Etappen unter die Eigelbmasse ziehen.

Die Masse mit etwas Abstand an einer Stelle in die Form (die Form wird nicht gefettet!) fließen lassen. Oberfläche behutsam glatt streichen.

Bei 170 - 180°C etwa 35 - 40 min backen.


Den Kuchen verkehrt herum auskühlen lassen.


Wenn er ausgekühl ist, kann man ihn wieder umdrehen. Am besten lässt man ihn gut verpackt noch einen Tag, bzw über Nacht ruhen, bevor man ihn aus der Form holt.

Eiweiß-Mandel-Kuchen



Zutaten für eine Kastenform von 18 cm Länge:

60 g Butter zerlassen und abgekühlt
130 g Eiweiß
1 Prise Salz
70 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
40 g Mehl
10 g gemahlene Mandeln
30 g gehackte Mandeln

Eiweiße mit Salz, Zucker und Vanille steif schlagen. Mehl darübersieben und mit Mandeln unterheben. Zum Schluss die Butter unterziehen.
In die Kastenform füllen und im vorgeheizten Ofen bei 170°C 30 min backen.


Die Vorlage für dieses Rezept findet ihr HIER

Marmorkuchen

Wir essen gerne den Marmorkuchen ohne Backpulver. Um mal den direkten Vergleich zu haben, habe ich seit langem mal wieder einen mit Backpulver gebacken und die Kuchen miteinander verglichen. Wer sich für die Auswertung interessiert, kann sie in diesem POST nachlesen.
Und hier die Rezepte. Viel Spaß beim Nachbacken.

 Version 1 ohne Backpulver:



Zutaten für eine kleine Napfkuchenform von 16 cm:


120 g Butter
2 x 60 g feinster Zucker
Vanillearoma nach Belieben (schmeckt auch ohne)
2 Eier (Gr. L), getrennt
120 g Mehl
1 leicht gehäufter EL Kakaopulver (ca. 12 g)
1 EL brauner Rum
Fett und gemahlene Mandeln (alternativ Semmelbrösel oder gar nichts) für die Form

Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
Zutaten abgewogen bereit stellen.
Form vorbereiten: Form dünn fetten und ausstreuen, Überschuss abklopfen.
Ofen rechtzeitig vorheizen auf 180°C.

Zubereitung:

Die weiche Butter schaumig rühren. Gute 3 min sollten es mindestens schon sein.
Nach und nach 60 g Zucker zugeben und schön schaumig rühren.
Vanillearoma/ -zucker etc nach Belieben zufügen.
Ein Eigelb zugeben. Rühren bis die Masse wieder schön homogen ist. Man kann dann erst einmal ruhig eine Weile weiterschlagen. Dann das zweite Eigelb einrühren bis man eine schöne homogene Masse erhält.
Die Gefahr des Ausflockens ist bei dieser Methode gering, da der Eiweißanteil fehlt.
Die Eiweiße mit dem restlichen Zucker steif schlagen (fettfreie Schüssel, fettfreie Quirle):

Die Eiweiße zuerst langsam schlagen, bis lauter Bläschen entstehen. Ca. 30 sec.
Dann schnell schlagen, bis lauter solche groben Bläschen entstehen.


Das ist der Moment, in dem man anfängt, nach und nach den Zucker (60 g) einrieseln zu lassen.

Ab hier wird nur noch mit dem Schaber/ Spatel gearbeitet.
Etwa ein Drittel des Eischnees unter die Butter-Eigelbmasse heben.
Wenn die Masse homogen ist, den restlichen Eischnee mit dem gesiebten Mehl zusammen unterheben.
Etwa die Hälfte des Teiges abnehmen, das Kakaopulver dazusieben und vorsichtig einrühren. Den Rum ebenfalls zufügen.

Die helle Sandmasse in die Form geben. Die dunkle Sandmasse darauf verteilen.
Mit einer Gabel oder Stäbchen durch eine Spiralbewegung die beiden Masen miteinander vermischen.


Oberfläche glattstreichen.

Ca. 35 min backen.

Etwa 10 min in der Form abkühlen lassen, bevor man den Kuchen auf ein Gitter stürzt.


Version 2 mit Backpulver:



Zutaten für eine große Napfkuchenform von 22 - 24 cm Durchmesser:

300 g Butter
300 g feinster Zucker oder Puderzucker
5 Eier
300 g Mehl
4 TL Weinstein-Backpulver
30 g Kakao
2 EL brauner Rum

Fett und gemahlene Mandeln (alternativ Semmelbrösel oder gar nichts) für die Form

Alle Zutaten müssen Zimmertemperatur haben.
Zutaten abgewogen bereit stellen.
Form vorbereiten: Form dünn fetten und ausstreuen, Überschuss abklopfen.
Ofen rechtzeitig vorheizen auf 180°C.

Zubereitung:

Die weiche Butter schaumig rühren. Gute 3 min sollten es mindestens schon sein.
Nach und nach den Zucker zugeben und schön schaumig rühren.
Die Eier einzeln einrühren. Nach jedem Ei die Masse wieder zu einer schönen schaumigen homogenen Masse rühren.
Ab dem 4. Ei gilt es aufzupassen. Das Ei zugeben und nur noch so lange einrühren, bis die Masse homogen wird. Rührt man jetzt zu lange, kann es passieren, dass die Masse ausflockt.
Nun sollte die Masse in etwa so aussehen.


Anm.: Ist die Masse ausgeflockt, etwas Mehl zur Masse sieben und mit dem Mixer die Masse so kurz wie möglich glatt rühren. Nun sollte wieder eine homogene Masse entstanden sein.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen und unterheben.


Dabei den Schaber/ Spatel benutzen.

Etwa die Hälfte des Teiges abnehmen, das Kakaopulver dazusieben und vorsichtig einrühren. Den Rum ebenfalls zufügen.


Die helle Sandmasse in die Form geben. Die dunkle Sandmasse darauf verteilen.
Mit einer Gabel oder Stäbchen durch eine Spiralbewegung die beiden Massen miteinander vermischen.
Oberfläche glattstreichen.

Bei 180°C etwa 50 min backen.
Etwa 10 min in der Form abkühlen lassen, bevor man den Kuchen auf ein Gitter stürzt.
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