Samstag, 31. März 2012

Vom Getreten und Geschlagen werden

Sonntag, der 25. März 2012

Wenn ich aufstehe, beginne ich den Tag gerne mit einer Tasse Tee, setze mich an den PC, lese oder schreibe und genieße die Ruhe.
So auch heute. Bei meinen Mails fand ich eine Bitte von Jenny, ihr bei der Übersetzung eines Rezepts zu helfen. Da die Bitte nichts Privates enthält, zitiere ich mal:

Zitat: "du hattest mir ja im Forum angeboten, dich direkt fragen zu können ... Das Rezept habe ich jetzt übersetzt, aber ob es korrekt ist, bin ich mir nicht sicher, magst du einmal kurz drüber schauen? Allgemein würde ich sagen, dass das Rezept aber so gelingen würde..."

Natürlich wollte ich gleich helfen und habe mich als allererstes an die Korrektur gemacht und aufgezeigt, wie man Sachen im Deutschen flüssiger sagt.
So sah dann meine Korrektur aus.


Mit赤いベルー類 scheinen die verschiedene rote Beeren zu meinen, (gar nicht speziell Cranberries, sorry mein Fehler)
ぬき型 Ausstecher
木べら Holzspatel

Anm. Die Zutatenliste ist unübersichtlich

Himbeer --> Himbeeren
ガムシロップ gum syrup, das ist ein Zuckersirup, dem Gummi arabicum beigefügt wurde.
Das Gummi arabicum verhindert die Kristallisierung, nicht der Zuckersirup!

8枚切りの食パン bedeutet: eine Packung Kastenweißbrot (wiegt etwa 400 g), die 8 Scheiben enthält. (In Japan gibt es auch Packungen mit weniger Scheiben bei gleichem Gewicht, wo dementsprechend die Scheiben dann dicker sind.) Eine Scheibe wiegt etwa 50 g und ist wesentlicher dicker als das normale deutsche Toastbrot.

--> Gelatine

Zubereitung:
1.    Himbeeren mit Zucker pürieren.
2.    Aus dem Brot Kreise mit einem Durchmesser von 3 cm ausstechen.
3.    … die Innenseite einer Schüssel damit auslegen.
4.    Ok
5.    Ok
6.    残りのパンでフタをする mit dem restlichen Brot abdeckeln
7.    ー晩以上冷やし固める mindestens eine Nacht im Kühlschrank fest werden lassen
8.    Minzblättern --> Minzeblättern (kein Komma nach Servieren nötig)


Anm. Das Rezept hat Jenny nun online gestellt und ist auf ihrem Blog zu finden.

Haha ^^;;, ich habe natürlich wieder alles sehr genau gemacht. Aber so etwas macht mir einfach Spaß. Daher braucht ihr wirklich keine Scheu haben, wenn ihr mal Hilfe braucht.^^
Das einzige, was ich erwarte, ist ein Danke schön.

Dann bloggte ich über das Törtchen-Testessen und die ersten Rezepte folgten. Schließlich sollte es am Montag wieder mit der Arbeit losgehen und ich wollte daher so viel wie möglich online stellen.

Zum Frühstück gab es für mich ein wundervolles Törtchen-Frühstück. Denn natürlich musste ich in aller Ruhe nochmal alles durchprobieren. Da ich mit den Schokotartes ja immer noch nicht zufrieden bin, werde ich demnächst Versuch Nr.3 starten. Ostern steht ja bevor, das ist eine gute Gelegenheit, den Versuch 3 anzugehen.

Der Sonntag ist ruhig und vergeht mit Aufräumen (da ich mit Kazu zusammen ins Bett bin, blieb ja alles liegen), Spielen, Mittagessen-Kochen (Fabian hat nachts noch die Okonomiyaki-Reste aufgefuttert), Küche bestücken (ich darf nun den Spülschrank einräumen, allerdings fehlt noch der Einlegeboden), etc.

Zum Abend hin kamen Elisabeth und Manfred vorbei, und während wir uns unterhielten, vernichteten wir das restliche Gebäck. *mampf*
Manfred bekam seine Briefmarken, die er sich bei meiner Mutter bestellt hatte. Er sammelt Briefmarken und hatte meine Mutter gefragt, ob sie ihm nicht welche aus Japan mitbringen könnte. Und ich muss sagen, sie hat ihm wirklich sehr schöne besorgt.




Montag, der 26. März 2012

Die Nacht war wieder mal unruhig. Kazu wird immer größer und das Bett ist definitiv zu klein für drei Personen, vor allem wenn Kazu immer wieder quer liegt, oder seine Beine auf die Bettdecke legt und mir sie dadurch wegzieht und ich frieren muss.
Und dann kommt es desöfteren auch vor, dass er sich heftig im Schlaf bewegt und ehe man sich versieht, hat man einen Tritt in die Rippen bekommen oder die Faust landet im Gesicht. Und ich sag euch, das ist ganz schön schmerzhaft.
Leider muss ich zugeben, dass durch die Küche und die vielen Gäste in letzter Zeit Kazus Zimmerrenovierung gerade stagniert.

Da ich jede Minute damit rechne, dass das Übersetzungsmaterial kommt, verbringe ich den Vormittag, wo Kazu im Kindergarten ist, damit, fleissig weitere Rezepte zu bloggen.
Am Nachmittag ist dann der Film zum Herunterladen bereit.

Sonst gibt es nicht viel zu erzählen, denn über das Gefühlschaos, in das ich am Montag gestürzt bin, kann ich leider nicht öffentlich bloggen, da es nicht nur mich betrifft.

Abends backe ich noch einen Maple Sugar Chiffon, da ich für meinen Post noch Fotos haben wollte. *g*

Dienstag, der 27. März 2012

Ich beginne mit der Übersetzung, komme jedoch nur schleppend voran. Diese Gaunersprache hat es in sich und an manchen Sätzen sitze ich unübertrieben Stunden. Und ehrlich gesagt hatte ich auch Konzentrationsprobleme, da mir die ganze Zeit nach Weinen zumute war.

Ansonsten habe ich den Maple Sugar Chiffon Cake aus der Form geholt
und als genug Tageslicht da war, fürs Foto angerichtet,
da ich es langweilig fand, dass die Chiffonbilder alle so gleich aussehen. *g*

Aber schon krass, wie unterschiedlich die Farben sind. Es ist der gleiche Kuchen!

Nach dem Abholen gehen Kazu und ich noch einkaufen und ich kaufe eine Packung Zartbitter (62%) Mini-Osterhasen von Rausch. Kazu ist glücklich über seine Hasen und trägt sie stolz zur Kasse. Als ich sie dann wegpacke ist er stinkig mit mir, denn er will seine Hasen haben. "Die Hasen gibt es zu Ostern", sage ich.
"Ist heute Ostern?"
"Nein, das dauert noch".
"Heute soll Ostern sein."
Irgendwie schaffe ich es, ihn zu vertrösten. Das war ganz schön hart für den kleinen Mann.


Mittwoch, der 28. März 2012

Heute klappt es schon besser mit dem Übersetzen. Es dauert einfach etwas, bis man die Stimmung und den Charakter erfasst hat.
Sonst war nicht viel los. Ich fühle mich mal wieder etwas unausgeschlafen, da man bei so viel Getrete keinen wirklich erholsamen Schlaf findet. Die Last, die auf meiner Seele liegt und das nur langsame Vorankommen bei der Übersetzung bedrücken mich und Kazu hat auch mal wieder einen Trotztag.
Aber auch der Tag ging vorbei.

Donnerstag, der 29. März 2012

Heute und morgen sind in der Kita sogenannte Konzeptionstage. Ich habe vorgesorgt und bringe nach einem ruhigen Start in den Tag Kazu zu Babasan und Opa, die sich heute und morgen um ihn kümmern werden.
So kann ich zu Hause in aller Ruhe mich meiner Übersetzung widmen und habe auch noch Zeit für ein wenig Haushalt.

Ich beschließe, die neue 22er Form einzuweihen und wähle dazu das Vanilla Chiffon Rezept für eine 20er Form. Das ist ja quasi das Rezept für den Plain Chiffon Cake, also sollte da nicht allzuviel schief gehen.
Falsch gedacht.
Damit ihr mal seht, dass auch bei mir was schief geht, habe ich alles fotografiert.

Zum einen ist es sehr viel schwieriger, eine größere Masse herzustellen. Kleinere Eiweißmassen lassen sich leichter unterheben. Gut möglich, dass ich den Eischnee zu fleissig untergehoben habe, denn zu intensives Vermengen führt zu einer kompakten Krume.
Sonst machte der Teig einen "normalen" Eindruck.

Doch im Ofen zeigte der Kuchen dann sein wahres Gesicht.
nach den ersten 10 min im Ofen
Das sieht schon suspekt aus. Seht ihr den Riss vorne rechts parallel zum Rand der Form? Das sollte nicht sein.
Und nach dem Backen sah er so aus:
Oh je. Gar nicht gut. In der Regel sollte der Kuchen radial aufreißen. So auf keinen Fall.

Die Masse ist viel zu hoch aufgegangen und das ist schlecht.
Auch kann ich den Kuchen so nicht verkehrtherum hinstellen, da er höher ist als die drei Stellfüße.

Ich nehme daher Eierbecher:

Nach einer Weile schrumpft der Kuchen:

Als er kalt ist, drehe ich den Kuchen um und hole ihn aus der Form.
*lauf weg*

Ich schneide ihn an.
Man sieht nun schön deutlich, dass die linke Hälfte (also der obere Teil) sehr kompakt ist. Die rechte Hälfte dagegen sieht schon eher aus wie ein Chiffon.
Ach ja, da die Form so glänzt, beschoss ich, den Kuchen mit Umluft und 5 min länger zu backen.

Ich habe ja nun mittlerweile schon weit über 50 Chiffons (17er und 20er) gebacken und so ein Fall ist mir bisher nicht untergekommen.

Geschmacklich musste ich bei dem kompakten Teil spontan an Salzburger Nockerln denken. Schmecken tut er also, nur eben nicht nach Chiffon. Die rechte Hälfte ist schon eher chiffon-mäßig, auch vom Geschmack her.
Ich habe die Kuchenstücke nun eingefroren und werde ihn zu Ostern als Vanillekuchen anbieten. :-P

Bevor ich mich zu voreiligen Fehleranalysen hinreißen lasse, werde ich einen zweiten Versuch starten und den Plain Chiffon backen. Ich halte euch auf dem Laufenden.
Wer ungeduldig ist, kann ja auch Charsiubau fragen, die hat diese Form und backt damit erfolgreich ihre Chiffons.

Ansonsten habe ich noch ein paar Anmerkungen zu der Billigform für euch, die ich in einem der Chiffon-Bücher gefunden habe.
Das Material der Billigform ist einfach beschichtetes Aluminium, das eine schlechte Wärmleitfähigkeit besitzt, aufgrund seines Glanzes für Elektroherde eher ungeeignet ist und nur eine kurze Lebenszeit besitzt. Denn nach öfterem Gebrauch leidet die Beschichtung und der Kuchen kann nicht mehr die Wände hochklettern.
Ich hoffe jedenfalls, dass ich das richtig verstanden habe.

Abends backe ich dann noch den Maple Syrup Chiffon Cake (17er Form), welcher mir ebenso misslingt. Seufz. Ein schwieriges Rezept, wie ich zumindest finde.

So ein Tag voller Ruhe ist wirklich Gold wert und nun heißt es, schön im großen leeren Bett schlafen, ohne getreten zu werden.


Freitag, der 30. März 2012

Natürlich beginne ich den Tag damit, den Maple Syrup Chiffon aus der Form zu lösen.
So sieht er ja schon mal gut aus. Aber umgedreht ...
Maple Syrup 1st try
 Und auch hier ist der obere Teil (auf dem Foto rechte Hälfte) kompakt. Doch im Gegensatz zum Vanilla Chiffon schmeckt dieser gar nicht. Hm?

Nun, dass der Kuchen nichts wird von der Konsistenz her, war mir schon beim Herstellen klar, denn der Eigelbteig ist sehr fest und der Eiweißteig sehr weich, so dass ich beim Vermischen beider Massen doch sehr viele Luftbläschen zerstört habe. Hier liegt das Problem eindeutig in der Schwierigkeit der Rezeptur.

Den Tag verbringe ich am PC mit Übersetzen. Ich bin gut in Fahrt und schaffe einiges.
Kurz bevor es ans Abholen von Kazu geht, backe ich nochmal den Maple Syrup Chiffon Cake.

Das Abholen klappt sehr gut auch ohne Tragetuch. Der einzige "Schock" war, als Kazu einen Zartbitter-Schokohasen (62%) von Rausch in den Mund steckte und nach einer Weile das Gesicht verzog. Ich hatte einen eingepackt, um ihm eine Freude zu machen. Er durfte dann den Hasen wieder ausspucken. "Ich mag Ostern nicht", sagte er, "der ist nicht süß." Seufz. Er ist schon total "verzuckert". T_T
Vor kurzem hat er nämlich noch Zartbitter gegessen.

Zu Hause hole ich den Maple Syrup Chiffon aus der Form.
Dieses Mal wusste ich ja, worauf ich achten muss und siehe da, er ist was geworden. *freu*
Maple Syrup 2nd try
Schöne gleichmäßige Porung. Aber trotzdem chiffon-gemäß flauschig.
Die Krume ist kompakter als bei dem Maple Sugar Chiffon. Der Ahornsirupgeschmack ist bei diesem nicht so ausgeprägt, das kann aber auch an dem Ahornsirup liegen, den ich benutzt habe. Es ist der einfache Bio-Ahornsirup Grad A von Kaufland. Schmecken tut er wesentlich besser als der gestrige (warum auch immer). Aber insgesamt mag ich den Maple Sugar Chiffon lieber und wenn mal mein Maple Sugar alle sein sollte, würde ich eher einen anderen Chiffon backen als diesen hier.
Wer jedoch Herausforderungen mag, hat sicherlich Freude an dem Rezept. :-P



Donnerstag, 29. März 2012

Coffee-striped Chiffon Cake

コーヒーストライプのシフォンケーキ


Ich persönlich fand diesen Chiffon sehr lecker.
Das Rezept für den Coffee-striped Chiffon Cake stammt aus diesem Buch von Y. Shimoi:


Chiffon Cake Backanfänger sollten sich jedoch erst einmal mit dem Plain Chiffon Cake befassen.

Zutaten für eine 17er Form. In Klammern stehen die Mengen für eine 20er Form.

Eigelbmasse plain
2 (3) Eigelbe Gr. M
35 ml (60 ml) Milch
30 ml (50 ml) Öl
40 g (70 g) Mehl

Eigelbmasse coffee
2 (3) Eigelbe Gr. M
17 ml (30 ml) Milch
1 EL (2 EL) Instant Coffee/ Espresso
18 ml (30 ml) Kaffeelikör
30 ml (50 ml) Öl
50 g (80 g) Mehl

Eischnee
160 g/ etwa 4,5 Stück (270 g/ etwa 7 - 8 Stück) Eiweiße Gr. M
80 g (130 g) Zucker

Backzeit bei 180°C Ober- und Unterhitze: 27 min (30 min)

Bei der indonesischen Jawa Form mit 22 cm müsste man die 20er Menge wohl mit dem Faktor 1,3 multiplizieren.

Zubereitung laut Buch

Anm. Ich splitte den Zucker und füge einen Teil dem Eigelb zu und schlage das Eiweiß nicht ganz so stark auf. Näheres beim Experiment "Plain Chiffon Cake".

Das Instant-Granulat im Kaffeelikör auflösen. Ggfs. durch Erwärmen nachhelfen.

Zwei Eigelbmassen herstellen:
Die Eigelbe verrühren.
Die Milch nach und nach zugeben und gut verrühren. Für die Kaffee-Masse den angerührten Kaffeelikör einrühren.
Das Öl ebenso nach und nach zugeben und rühren, bis die Masse leicht weißlich ist.
Das Mehl mit etwas Abstand auf einmal dazusieben und einrühren (so kurz wie möglich, so lang wie nötig), bis keine Klümpchen mehr da sind.

Ein Drittel des Zuckers zu den Eiweißen geben, mit dem Handrührgerät bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen.
Anm.:Das habe ich nicht gemacht.  Hier blieb ich meiner Methode treu und machte es so, wie ich es gelernt habe. Also erst langsam aufschlagen, dann schnell. Das erste Drittel Zucker hinzufügen, wenn grobe Bläschen entstanden sind.

Wenn auf der Oberfläche eine 1 cm dicke Bläschenschicht entstanden ist, die Hälfte des restlichen Zuckers hinzufügen, und kräftig weiterschlagen.
Der Eischnee bildet gerade Spitzen.
Den restlichen Zucker hinzufügen und kräftig weiterschlagen. Es entsteht ein glänzender Eischnee.
Fetse Spitzen sind entstanden. Wenn man die Schüssel umdreht, fällt nichts raus.

Die eine Hälfte des Eischnees in drei Etappen zur reinen Eigelbmasse geben.
Die andere Hälfte ebenso in drei Etappen zur Kaffee-Eigelbmasse geben.

Die Form nicht einfetten. Die Massen abwechselnd, beginnend mit der Kaffeemasse, mit Abstand in die Form fließen lassen, so dass Schichten entstehen. Nach jeder Schicht die Oberfläche gerade streichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C 27 min (30 min) backen.


Nach dem Backen sofort umgedreht abkühlen lassen.


Mittwoch, 28. März 2012

Maple Sugar Chiffon Cake

メープルシュガーシフォン

Das Rezept für den Maple Sugar Chiffon auf dem obigen Foto stammt aus diesem Buch:
Das Buch stellt Chiffon-Rezepte von vier beliebten japanischen Cafés vor. Dieses ist vom Café Ruelle de derrière.
Informationen zu einer geeigneten Backform findet ihr HIER.
Maple Sugar kann man z.B. in Tôkyû Hands in Japan kaufen. Die Packung sieht so aus:
Hier in Deutschland habe ich dergleichen noch nicht gesehen. Jedoch gibt es in Bioläden Ahornsirup-Flakes in der Mühle, damit sollte es auch gehen.

Zutaten für eine Chiffon-Form von 17 cm (in Klammern für 20 cm)

Anm.: Bei mir passt die 17er Menge nicht ganz in meine 17er Form ... o_O

3 (4) Eigelbe Gr. L
40 g (50 g) Maple Sugar
65 ml (80 ml) Öl
120 ml (150 ml) Wasser
95 g (120 g) Mehl
1 TL (1,2 TL) Backpulver
5 (6) Eiweiße der Gr. L
40 g (50 g) Maple Sugar


Zubereitung:

Mehl mit Backpulver vermischen.
Den Maple Sugar zum Eigelb sieben und cremig weiß schlagen.
Öl einrühren, Wasser einrühren, alles gut mit dem Handrührgerät vermengen.
Das Mehl-Backpulver-Gemisch dazusieben und kurz einrühren. Die Masse muss klümpchenfrei sein.

In einer anderen Schüssel Eiweiße zu Eischnee schlagen. Dabei den Zucker in drei Etappen durch ein Sieb hinzufügen. Schlagen bis der Eischnee schön glänzt und sich Spitzen bilden.
Anm.: Der Eischnee wird etwas weicher als bei Verwendung von weißem Zucker.

Etwa ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren und diese dann zum restlichen Eiweiß geben.
Mit einem Schaber das Eiweiß gut unterheben, so dass man eine lockere, klümpchenfreie Masse erhält.


Die Masse mit etwas Abstand an einer Stelle in die Form (die Form wird nicht gefettet!) fließen lassen. Oberfläche behutsam glatt streichen.
Bei mir passt die 17er Menge nicht ganz in meine 17er Form

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze etwa 35 min backen.
beim Backen, Kuchen ist noch nicht fertig

Den Kuchen verkehrtherum auskühlen lassen, dann aus der Form lösen.


Dienstag, 27. März 2012

Eine kleine Geschichte 2

Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und neige manchmal zu extremen Reaktionen. Vor allem dann, wenn ich nicht weiß, wie ich mit einer Situation umgehen soll. Zur Zeit bin ich innerlich in Aufruhr und da ich ab heute wieder Arbeit habe, kann ich das gar nicht brauchen.
Daher habe ich mich entschieden, diese kleine Geschichte zu schreiben.

Peter möchte Snowboard fahren lernen. Als er ein Board geschenkt bekommt, stürmt er gleich los, steigt in den Lift und fährt hoch auf den Berg. Die schwarze Piste ist ganz schön steil. Kein Problem für Peter, denn er ist doch sportlich. Doch die Abfahrt gestaltet sich alles andere als einfach. Immer wieder fällt er hin, denn er weiß nicht genau, wie man auf so einem Snowboard zu stehen hat. Kein Wunder, schließlich fährt er ja zum ersten Mal. Irgendwie, mehr auf dem Hosenboden rutschend als stehend, kommt er unten an.
Unten stehen ein Snowboardlehrer und ein Skilehrer im Gespräch. Peter denkt sich, da kann er sich ja paar Tipps abholen. Er fragt den Skilehrer um Rat, der ihm paar Tipps gibt, basierend auf seinen Erfahrungen auf Skiern. Freudig macht sich Peter wieder auf zum Lift.

Die Personen und Handlungen dieser kleinen Geschichte sind natürlich erfunden.

Ich bin ja nun gar nicht der Peter-Typ. Klein-Mari würde sich an den Snowboardlehrer wenden und ihre ersten Fahrversuche auf dem Anfängerhügel vornehmen, bis sie diesen beherrscht.

Montag, 26. März 2012

Earl Grey Chiffon

アールグレイシフォン
Das Rezept für den Earl Grey Chiffon auf dem obigen Foto stammt aus diesem Buch:
Das Buch stellt Chiffon-Rezepte von vier beliebten japanischen Cafés vor. Dieses ist vom Café Ruelle de derrière und HIER direkt ein Bild vom Earl Grey Chiffon des Cafés.
Informationen zu einer geeigneten Backform findet ihr HIER.


Zutaten für eine Chiffon-Form von 17 cm (in Klammern für 20 cm)

Anm.: Ich backe die 17er Menge in der 20er Form

1 EL = 5 g (1 geh. EL = ca. 7 g) Earl Grey Teeblätter (für intensiveren Geschmack ruhig 10 g (14 g) nehmen)
130 ml (160 ml) heißes Wasser zum Auskochen
3 (4) Eigelbe Gr. L
40 g (50 g) Zucker
65 ml (80 ml) Öl
95 g (120 g) Mehl
1 TL (1,2 TL) Backpulver
8 g (10 g) ganz fein gehackte Earl Grey Teeblätter (Anm.: Ich zerkleinere eine größere Menge Teeblätter im Mini-Mixer (Kompakt-Zerkleinerer) und siebe sie dann, um Stiele etc zu entfernen. Davon messse ich dann die 8 g ab.)

5 (6) Eiweiße der Gr. L
40 g (50 g) Zucker

Vorbereitung:

Die Teeblätter mit dem kochend heißen Wasser übergießen und 5 - 6 min ziehen lassen.
Anm. Nimmt man mehr Teeblätter, auch etwas mehr Wasser nehmen.
Dann durch ein Sieb geben und die Blätter gut ausdrücken.
Für die 17er Form wird eine Flüssigkeitsmenge von 120 ml, für die 20er Form werden 150 ml benötigt.
Das Teekonzentrat abkühlen lassen.
Mehl mit Backpulver vermischen.
Benötigte Zutaten abwiegen.

Zubereitung:

Eigelb mit Zucker in eine Schüssel geben und cremig weiß schlagen.
Öl zufügen und alles gut mit dem Handrührgerät verrühren.
Das Teekonzentrat zufügen und mit dem Handrührgerät einrühren.
Das Mehl-Backpulver-Gemisch dazusieben und kurz einrühren. Die Masse muss klümpchenfrei sein.
Die fein gehackten Teeblätter mit dem Schaber einrühren.
In einer anderen Schüssel Eiweiße zu Eischnee schlagen. Dabei den Zucker in drei Etappen zufügen. Schlagen bis der Eischnee schön glänzt und sich Spitzen bilden.
Etwa ein Drittel des Eischnees unter die Eigelbmasse rühren und diese dann zum restlichen Eiweiß geben.
Mit einem Schaber das Eiweiß gut unterheben, so dass man eine lockere, klümpchenfreie Masse erhält.

Die Masse mit etwas Abstand an einer Stelle in die Form (die Form wird nicht gefettet!) fließen lassen. Oberfläche behutsam glatt streichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180°C Ober- und Unterhitze etwa 35 min backen.

Den Kuchen verkehrtherum auskühlen lassen.




Der Earl Grey Chiffon Cake aus dem Buch von Yoshiko Shimoi,
 
das ich im Post "Plain Chiffon Cake" bereits vorgestellt habe, ist geschmacksintensiver und hat eine dichtere Krume.
Ich persönlich mag den obigen Earl Grey Chiffon Cake lieber, aber da ich Cori versprochen habe, die Rezepte aus dem Buch zu übersetzen und Geschmäcker bekanntlich verschieden sind, hier noch das Rezept zu dem Earl Grey Chiffon Cake aus dem Buch von Yoshiko Shimoi.

Zutaten für eine Chiffon-Form von 17 cm (in Klammern für 20 cm)

3 (6) Eigelbe der Gr. M
18 g (30 g) Earl Grey Teeblätter
180 ml (300 ml) heißes, kochendes Wasser
55 ml (90 ml) Öl
10 g (20 g) benutzteTeeblätter
70 g (120 g) Mehl

145 g (240 g) Eiweiße
65 g (110 g) Zucker

Zubereitung

Die Teeblätter mit dem kochenden Wasser übergießen und 6 min ziehen lassen. Den Tee durch ein Sieb gießen. Die Blätter kräftig ausdrücken, aufheben. Den Sud abkühlen lassen.
Von den ausgedrückten Teeblättern 10 g (20 g) abwiegen und ganz fein hacken.

Die Eigelbe in eine große, flache Schüssel geben. Die Eiweiße in eine Rührschüssel geben.
Den Teesud nach und nach zu den Eigelben geben und mit einem Schneebesen gut verrühren.
Das Öl einrühren.
Die fein gehackten Teeblätter einrühren.
Das Mehl dazusieben und alles miteinander vermengen, bis die Masse klümpchenfrei ist.
Eiweiße mit dem Zucker zu Eischnee schlagen.
Den Eischnee in drei Portionen unter die Eigelbmasse heben.

Den Teig mit Abstand in die Form fließen lassen. 
Im vorgeheizten Ofen bei 180°C 32 min (35 min) backen.
Nach dem Backen sofort umgedreht abkühlen lassen.

Dazu Teesahne reichen.

Teesahne:
10 g Earl Grey Teeblätter mit 100 ml kochendem Wasser übergießen und 6 min ziehen lassen. Abseihen und den Teesud abkühlen lassen.
200 ml Schlagsahne mit 25 g Zucker und dem kalten Teesud am besten in einem Eiswasserbad cremig schlagen.

Anm.:  Für einen Tee-Chiffon kann auch jeder andere Tee, der ein kraftvolles Aroma hat, verwendet werden.
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